Bürger in Kappelrodeck atmen auf

Hochwasserschutz kommt fünf Jahre nach den Zerstörungen

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 2 Minuten
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08. Dezember 2018
Das Hochwasser 2014 mit seiner Zerstörung am Besenstiel sitzt noch tief im Bewusstsein der Anwohner in Kappelrodeck. Am Montagabend kam daher die Anfrage im Rat, wann die geplanten Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

Das Hochwasser 2014 mit seiner Zerstörung am Besenstiel sitzt noch tief im Bewusstsein der Anwohner in Kappelrodeck. Am Montagabend kam daher die Anfrage im Rat, wann die geplanten Schutzmaßnahmen umgesetzt werden. ©Berthold Gallinat

Mehr Raum als die offizielle Tagesordnung (Anfrage zur Errichtung eines Reitplatzes) nahm am Montagabend in der Sitzung des Technischen Ausschusses Kappelrodeck im Rathaus die Anfrage von Ratsmitglied Georg Baßler ein. Er fragte im Namen der Anwohner der Straße Besenstiel, wie dort denn der Sachstand zu den Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser sei.

Der Schock von den gewaltigen Zerstörungen durch das Hochwasser 2014 sitze bei den Anwohnern noch tief und daher wünschten sie sich, dass die Planungen endlich umgesetzt werden.

Bürgermeister Stefan Hattenbach gab als Antwort, dass die vorgesehene Maßnahme in einem komplexen Zusammenhang stehe, angefangen vom Neubau des Hochbehälters Besenstiel über die Verlegung der Wasserleitung, die Aufweitung des Ibachs bis zum Neubau der Straße und Sicherung der Verkehrszufahrt während der Bauzeit. 

»Das benötigte seine Zeit, die Grundstückssituation konnte erst zuletzt geklärt werden«, sagte Hattenbach. Die Besenstielstraße sei mit den Anwohnern bereits Meter für Meter abgegangen worden, um die Verkehrsführung während der Bauzeit zu besprechen.

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In einem Jahr fertig

»Es geht aber demnächst los«, informierte Bauhofleiter Paul Huber, »im Dezember werden wir ausschreiben und im Januar, Februar die Aufträge für die Baumaßnahmen vergeben. Über den Sommer hinweg werde gebaut und die Maßnahme bis Ende 2019 abgeschlossen sein«. 

Die Bauvoranfrage für den Reitplatz benötigte das gemeindliche Einvernehmen, weil er im Außenbereich vorgesehen ist. Er umfasst eine Fläche von 25 mal 18 Metern und erfordert eine Abgrabung von bis zu 1,85 Metern im Gelände. Der Gemeinderat befürwortete die Bauvoranfrage einstimmig. Die landwirtschaftliche Privilegierung, Nutzung für Pferde, hat nun die zuständige Behörde im Landratsamt zu prüfen.

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