Achern

Illenau-Theater Achern zeigt ab Freitag einen Krimi

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 3 Minuten
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21. Juni 2017
Opfer oder Täter? Die beiden Kommissarinnen ermitteln akribisch. Derzeit probt das Illenau-Theater für die Premiere von »Die Falle« am Freitag, 23. Juni.

Opfer oder Täter? Die beiden Kommissarinnen ermitteln akribisch. Derzeit probt das Illenau-Theater für die Premiere von »Die Falle« am Freitag, 23. Juni. ©Regina de Rossi

 »Achtung, es wird laut!« Und schon knallt ein Revolverschuss durch den Innenhof der Illenau. Hier, hinter dem Arkaden-Bistro finden gerade die Proben zum neuen Stück des Illenau-Theaters statt: »Die Falle« von Robert Thomas – ein Krimi, wie es sich das Ensemble für diese Saison gewünscht hat.

Das Bühnenbild ist karg. Eine weiße Wand, davor Couch, Sessel, Tischchen, Telefon und jede Menge Flaschen. Die meisten sind leer, denn der Hausherr hat ordentlich zugelangt. Muss er, denn nur so scheint er seinem Kummer begegnen zu können, der Tatsache, dass ihm seine junge Ehefrau weggelaufen ist.

Die Polizei ermittelt. In weiblicher Präsenz. Der Pfarrer soll helfen. Und tatsächlich bringt er ihm seine Frau zurück, doch Daniel, der Hausherr, ist entsetzt. »Das ist nicht meine Frau«, schreit er immer wieder und keiner glaubt ihm. 

»Du bist nicht allein«

»Ja, gut so, jetzt das Licht auf den Sänger!« Pit Ferch hat im Technikwagen alle Hände voll zu tun. »Du bist nicht allein«, trällert der Pfarrer, hier Andre Steinke, das seichte Liedchen. Später wird Daniel, alias Christian Seifermann, die Gitarre zücken und Jacques Brels Chanson in seiner Version darbieten: »Lass mich nicht allein…!« 

Noch verwundert von der Idee, Liedchen mit ins kriminalistische Geschehen hineinzunehmen, kommt die Erklärung durch Peter Espeloer. Er hat die Regie zu »Die Falle« übernommen, dem neuen Stück des Illenau-Theaters, das am kommenden Freitag Premiere feiert und vor den Sommerferien mehrmals aufgeführt wird (siehe Info). Espeloer will mit den Songs die Charaktereigenschaften der Protagonisten hervorheben. Eine kreative Idee, die aufzugehen scheint und die das sich peu á peu an Spannung zunehmende Stück kurz aufbricht, ohne zu stören. Außerdem passen die Liebesromanzen zu einem lauen Sommerabend, der hier im Innenhof der Illenau durch das rötlich schimmernde Gemäuer besonderes Flair versprüht. 

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Tragische Liebe

Zudem, es geht ja um Liebe, wenn auch einer tragisch enden wollenden. Oder wohin führt das Stück, das im Übrigen bewusst der weiblichen Dominanz gezollt ist, die dem armen Verlassenen kräftig zusetzt? So sind allein die Kommissare weiblich. Zudem der Arzt, Polizist und Pfleger. Armer Daniel? Oder doch nicht? 

Man arbeitet konzentriert. Die Stimmung am Set ist aufmerksam, aber auch entspannt. Eine gute Mischung. »Das ist einfach eine ganz klasse Truppe«, lobt Peter Espeloer, »mit denen kann man arbeiten«. Und schwupp gibt es neue Anweisungen. »Stopp, krieg ich da eine kleine Anfassung? Und ja, jetzt das Licht nur auf den Pfarrer. Super!«

Espeloer ist zufrieden, die Technik schraubt noch an der Traverse, alles ist bereit, für ein Stück, das allein beim Zusehen in den Proben Lust darauf macht, mehr über die Geschichte zu erfahren.

Wie authentisch man hier probt, das hatte bereits die Acherner Polizei aufmerksam auf das Ensemble gemacht. Der Ausruf des armen Daniels »Hilfe, Polizei!« hatte die echten Ordnungshüter wahrhaft auf den Platz gelockt. Gut zu wissen, dass es im Notfall funktioniert.

Info

Wann die »Die Falle« zu sehen ist

Die Premiere des 90-minütigen, Spannung versprechende Krimis »Die Falle« des Illenau-Theaters ist am Freitag, 23. Juni, ab 20.30 Uhr im rechten (südlichen) Flügel des Illenau-Areals. 

Wer möchte, kann sich nur im Vorverkauf im Arkaden-Bistro und unter www.illenau-theater.de ein »Theater-Genuss-Ticket« sichern und den Abend mit einem Überraschungsmenü im Bistro beginnen. Der Vorverkauf hat bereits begonnen.
Weitere Aufführungen gibt es am 30. Juni sowie am 1., 2., 7., 8., 9., 14., 15., 21. und 22. Juli.rdr

 www.illenau-theater.de

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