Achern

Illenauer Narrenspiegel hat am 23. September Premiere

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 3 Minuten
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01. September 2017
Vorfreude auf die Theaterpremiere herrscht bei Alexander Schneider, Vorsitzender des Illenau Theaters Achern, Dieter E. Neuhaus, Regisseur, Nicole Reuther, Stadt Achern, Leiterin Fachgebiet Kultur und OB Klaus Muttach.

Vorfreude auf die Theaterpremiere herrscht bei Alexander Schneider, Vorsitzender des Illenau Theaters Achern, Dieter E. Neuhaus, Regisseur, Nicole Reuther, Stadt Achern, Leiterin Fachgebiet Kultur und OB Klaus Muttach. ©Regina de Rossi

Am 23. September hat der »Illenauer Narrenspiegel – ein kleines Welttheater« Premiere. Das Stück wird im Juniläumsjahr »175 Jahre Illenau« aufgeführt.

Seit April dieses Jahres gedenkt die Stadt  Achern einem bedeutsamen Ereignis. Mit unterschiedlichen Veranstaltungen wird an das Jahr 1842 erinnert,  175 Jahre nachdem die ersten Patienten in die Illenau kamen. Ein Theaterstück, der »Illenauer Narrenspiegel – ein kleines Welttheater«, wird dabei einen Höhepunkt darstellen. Das Stück hat am 23. September Premiere und ist in Zusammenarbeit mit dem Illenau Theater Achern und zahlreichen Laiendarstellern unter der Regie von Dieter E. Neuhaus entstanden. Unterstützt wird der bekannte Regisseur, den man bereits 2001 für die Theateraufführung »Zweitausend-und-eine-Nacht – Illenauer Geschichten«, gewinnen konnte, von Rosa Maria Gannuscio. Vor allem aber sei es eine Gemeinschaftsproduktion aller Mitwirkenden, betonte Neuhaus.

Besonderes Erlebnis

»Hier ist das fertige Skript«, erläutert er und legt es auf den Tisch. »In drei Wochen stehen wir damit auf der Bühne!« und dies wird so ganz anders sein, als man es von einem normalen Theaterstück kennt.

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»Es wird auf jeden Fall spannend«,  verspricht die Kultur Fachgebietsleiterin der Stadt Achern, Nicole Reuther. Sie, die in diesem Jahr die Nachfolge von Jochen Lemme angetreten hat, zeigt sich erfreut darüber, ihre Amtszeit mit einem solchen Projekt starten zu können. Die Zuschauer erwartet indessen ein besonderes Theatererlebnis: »Es wird eine  Art Theaterwanderung sein. Der Besucher wird vom Eingang zu drei verschiedenen  Plätzen geleitet und sich nicht wie in gewohnter Manier vor einer Bühne wiederfinden, sondern um die Bühne herum seinen Platz finden«. 

Neuhaus, der angibt, das Stück peu à peu aus dem Zusammentreffen der einzelnen Protagonisten, ihren eigenen Ideen und natürlich der zahlreichen literarischen Beiträgen namhafter Schriftsteller und Patienten der Illenauer Heilanstalten, aus sich heraus habe entwickeln lassen, freut sich vor allem über die Besonderheit des Aufführungsortes. Gerne hätte man sich zwar die Kulisse der Illenau vorstellen können, doch hier in der Lagerhalle der Shegezha sei man nicht nur wetterunabhängig. Und man kann sich ausbreiten: »Die Halle, das Ensemble und das Stück sind etwas Besonders«, so Neuhaus: »Von einem theatralischen Empfangskomitee werden sie in eine phantastische Welt überführt!« 30 Bürgerinnen und Bürger aus der Region konnten für das Projekt gefunden werden, 15 gehören dem Illenau Ensemble an. Das Schema des Stücks, es  gleiche einer Collage, die fragmentarisch aus einzelnen Narrenspielen und einem Kernstück zusammen gesetzt sei – eine Spiegelung einer verkehrten Welt. 

Raum wird zur Kulisse

Der Raum in seiner Ursprünglichkeit wird zur Kulisse, die Rampe im Außenbereich als Schauplatz des  ersten Aktes  der Aufführung mit einbezogen. Es gibt Musik, es gibt Tanz und Spiel von rund 30 Akteuren, die ihre Aufgabe darin sehen dürfen, sich selbst, den anderen, der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und die große Frage zu stellen, wer denn hier der Narr ist. Ein Kontext, der aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten sei  und aus der Vergangenheit die Gegenwart entstehen lässt. Neuhaus will das Publikum ganz nah an das Geschehen heran lassen. Er verzichtet auf  große Kostüme,  beeindruckende Requisiten. Tief eingetaucht sei er in die Geschichte der Illenau und so wird sie im Mittelpunkt einer so ganz anders zu erwartenden Inszenierung  den Geist der vergangenen 175 Jahre Illenau treffen.

Info

Narrenspiegel

Die Premiere findet am 23. September um 20 Uhr in der Fautenbacherstraße 24 in Achern statt. Einlass ist 19.15 Uhr. Weitere Aufführungen gibt es am 24., 29. und 30. September und am 1. und 2. Oktober.

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