Volkstrauertag in Achern und Oberachern

Im Gedenken an die Opfer des Weltkrieges

Autor: 
Redaktion
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15. November 2019

OB Klaus Muttach, Bürgermeister Dietmar Stiefel, Integrationsbeauftragte Franziska Möker sowie Vertreter von christlichen und islamischen Gemeinden wollen am Sonntag ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt setzen. ©Stadtverwaltung Achern

Die Stadt Achern und die Gemeinde Oberachern gedenken am Sonntag der Kriegsopfer. Sie wollen am Volkstrauertag ein Zeichen gegen Krieg und Gewalt setzen.

„Der Volkstrauertag soll Menschen über die Grenzen von Parteien, Religionen, Nationalitäten und anderen Gräben in der gemeinsamen Erinnerung an das Leid von Kriegen und Gewalt zusammenführen. Er soll Mut und Kraft wecken, gemeinsam den Frieden zu suchen und dafür zu arbeiten“, wird Oberbürgermeister Klaus Muttach in einer Pressemitteilung der Stadtverwaltung Achern zitiert. Nationalismus und religiöser Fanatismus hätten oft zu furchtbarer Gewalt geführt. Andererseits hätten aber viele Menschen bewiesen, dass mit internationaler Solidarität und Menschlichkeit große Friedenswerke entstehen. Und auch das Gottesbild der abrahamitischen Religionen, des Christentums, Judentums und des Islam würden dazu verpflichten, Frieden zu stiften.

Friedensgebete sprechen

Diese Gedanken wolle man beim diesjährigen Volkstrauertag neben den Gedenkfeiern in den Acherner Stadtteilen in Achern und Oberachern besonders aufgreifen. So werden der katholische Stadtpfarrer Joachim Giesler, die evangelische Stadtpfarrerin Katrin Bessler-Koch, der Imam Yunus-Emre Yildiz von dem islamischen Kulturverein und der Imam Metin Lale von der DITIB Gemeinde bei den Gedenkfeiern am Sonntag auf dem Ehrenfriedhof in Achern und dem Friedhof in Oberachern jeweils um 11.45 Uhr Friedensgebete sprechen, heißt es. Jugendgemeinderäte und weitere Mitwirkende aus Achern, teilweise heimischer Abstammung und teilweise mit einem Migrationshintergrund, werden sich mit Wortbeiträgen einbringen.

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„Ich bin sehr dankbar, dass Vertreter aus vier christlichen Kirchengemeinden und Moscheen unserer Stadt im Gebet die Sehnsucht nach Frieden zu Gott vortragen. Unterschiede und auch Weltanschauungen sollen nicht ignoriert aber nach Möglichkeit überwunden werden, damit wir in unserer Stadt und unserem Land friedvoll zusammenleben“, erklärte OB Muttach.

Keinesfalls wolle man auf die bisherigen traditionellen Bestandteile und die Mitwirkung des Musikvereins „Harmonie“ Oberachern und der Stadtkapelle Achern, des Sozialverbands VdK, des Deutschen Roten Kreuzes, des Kameradschaftsbunds, des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge und der Reservistenkameradschaft verzichten. Bei der Gedenkfeier auf dem Ehrenfriedhof in Achern wird sich außerdem der Chor des Gymnasiums Achern musikalisch einbringen, teilt die Stadtverwaltung mit.

„Gewalt ist Verbrechen“ 

Der Oberbürgermeister erklärte, dass Krieg und jede andere Form von Gewalt gegen Menschen Gotteslästerung und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit sei. Dagegen wolle die Stadt beim Volkstrauertag Stellung beziehen. Schaffung und Sicherung von Frieden sei für alle wichtig. Er freue sich, wenn viele Menschen diese Möglichkeit, die Friedensliebe zu demonstrieren, mit ihrer Teilnahme an den Gedenkfeiern am Volkstrauertrag zum Ausdruck bringen.

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