Elf Firmen sind dort zuhause

In der Heid in Achern ist nur noch eine Gewerbefläche frei

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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05. Dezember 2020

Im Interkommunalen Gewerbegebiet Achern in der Heid sind derzeit elf Firmen ansässig. Ihre Grund- und Gewerbesteuerzahlungen kommen der Stadt Achern und mehrere Umlandgemeinden zugute. ©Michaela Gabriel

Das Interkommunale Gewerbegebiet Heid in Achern beherbergt elf Firmen. Deren Zahlungen an Grund- und Gewerbesteuern fließen in die Kassen der sieben beteiligten Kommunen in Acher- und Sasbachtal.

Ein „Musterbeispiel für interkommunale Zusammenarbeit” nennt Kappelrodecks Bürgermeister Stefan Hattenbach das Interkommunale Gewerbegebiet Achern (IKG) in der Heid. Elf Firmen böten dort eine große Zahl an Arbeitsplätzen und die Wertschöpfung daraus bleibe in der Region: „Wir sind sehr dankbar, dass es das IKG gibt.”

Dem schloss sich Sasbachwaldens Bürgermeisterin Sonja Schuchter an. Sie leitete in Vertretung von Acherns Oberbürgermeister Klaus Muttach die Verbandsversammlung des Zweckverbandes IKG Achern am Donnerstag.

Sieben Gemeinden

Dazu waren Vertreter alle beteiligten Gemeinden in den Illenau-Festsaal gekommen. Neben Kappelrodeck und Sasbachwalden sind auch Achern, Lauf, Ottenhöfen, Sasbach und Seebach beteiligt. Einstimmig festgestellt wurde das Jahresergebnis des IKG für das Jahr 2019. Außerdem wurde der Haushaltsplan für 2021 einstimmig verabschiedet.

Verwaltet wird das Gewerbegebiet von der Stadtverwaltung Achern. Die Stadt hat in der Verbandsversammlung 58 Stimmen, die weiteren Gemeinden haben jeweils sieben Stimmen. Entsprechend werden auch die Aufwendungen und Erträge aufgeteilt. 2019 kostete das IGK die Stadt Achern 6650 Euro und die kleinen Gemeinden jeweils rund 800 Euro. 

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Ausgeschüttet wurden aus den Grund- und Gewerbesteuern, die die dort ansässigen Unternehmen bezahlen, rund 105 500 Euro an die Stadt Achern und jeweils 12 730 Euro an die kleineren Gemeinden. Insgesamt eingenommen wurden 75 000 Euro an Grund- und 130 000 Euro an Gewerbesteuer. Bei den Gewerbesteuereinnahmen hatte man mit mehr gerechnet, berichtete Stadtkämmerer Rolf Schmiederer: „Sie schwankt sehr stark.”  

Für 2021 werden ähnlich wie für 2020 Grundsteuereinnahmen in derselben Höhe wie 2019 erwartet. Bei den Gewerbesteuereinnahmen rechnet man mit 150 000 Euro.

Wirtschaftsförderer Christian Zorn berichtete, dass zum 1. Juni eine neue Firma in der Ambros-Nehren-Straße ansässig wurde. Am Rammschutz einer Straßenlampe und an einer Lampe im Umfeld der Firma Fresh Logistics seien Schäden entstanden, deren Verursacher aber für die Kosten der Reparaturen aufkämen. 

Illegal Müll entsorgt

Investieren musste der Zweckverband in die Pflege des letzten freien Grundstücks im IKG, das bis 2023 bereit gehalten wird und dann verkauft werden soll. Auf der 20 000 Quadratmeter große Fläche seien Fliesen, Beton- und Eisenteile entsorgt worden, so Christian Zorn. Der Landwirt, der sie abgemäht hat, habe sich zwei platte Reifen an seinem Traktor zugezogen. Man werde das Grundstück nun jedes Jahr abmähen lassen, weil die Erfahrung zeige, dass dann weniger Müll abgelagert wird.

Ausbesserungsarbeiten stehen am Gehweg in der Ambros-Nehren-Straße an. Dort wurden zwei flache Gruben geöffnet, um den Untergrund beurteilen zu können. In den nächsten Wochen soll er mit einem bitumenhaltigen Mineralgemisch verstärkt werden. Der Untergrund sei nicht fest genug für die schweren Lkw, die das Gelände von Fresh Logistics anfahren und wieder verlassen dabei oft auch noch drehen, berichtete Zorn.

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