Bühli

In geplantes Mösbacher Neubaugebiet kommt Bewegung

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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14. Juni 2018
Bei der Entwicklung des Mösbacher Baugebietes Bühli geht es weiter voran, drei Ausgleichsmaßnahmen sorgen für 600 000 Ökopunkte.

Bei der Entwicklung des Mösbacher Baugebietes Bühli geht es weiter voran, drei Ausgleichsmaßnahmen sorgen für 600 000 Ökopunkte. ©Roland Spether

Im Herbst soll der Bebauungsplan für das »Bühli« offen gelegt werden, hieß es am Dienstag in der Sitzung des Mösbacher Rates. Dieser befasste sich auch mit der dafür nötigen Ausgleichsfläche.

»Ich bin unheimlich froh, dass es jetzt mit dem ›Bühli‹ Schritt für Schritt weiter geht.« Ortsvorsteherin Gabi Bär war in der Sitzung des Ortschaftsrates am Dienstag die Freude anzusehen, als sie mitteilte, dass zuvor die erste Zusammenkunft des »Umlegungsausschusses« stattgefunden habe. Die Sitzung war nichtöffentlich, deshalb dürfe sie nicht über den Verlauf berichten. Wohl aber teilte sie mit, dass die Offenlage des Bebauungsplanes für diesen Herbst vorgesehen sei. Dieser Termin wurde auch am 11. Mai genannt, als OB Klaus Muttach und der Geschäftsführer des Erschließungsträgers KBB (Kommunalberatung & Infrastrukturentwicklung), Stefan Ursprung, den städtebaulichen Vertrag unterzeichneten, der die rechtlichen Voraussetzungen für die Erschießung und Realisierung des Neubaugebietes eröffnete.

Bereits 28 Bewerber 

Das Baugebiet ist knapp fünf Hektar groß. Darin werden zirka 65 Bauplätze mit Einfamilien- und Doppelhausbebauung erschlossen; 51 Prozent der Grundstücke sind in städtischer Hand. »Wir haben bereits jetzt 28 Bewerber aus Mösbach«, erklärte Gabi Bär, die kurz darauf einging, dass für die Vergabe der Bauplätze der Ortschaftsrat noch entsprechende Kriterien aufstellen müsse. »Das ist Sache von uns, wir legen die Kriterien fest«, so die Ortsvorsteherin mit Blick auf die Grundstücke in Eigentum der Gemeinde. Weiter teilte sie mit, dass derzeit noch ein artenschutzrechtliches Gutachten erstellt werde und sich deshalb immer wieder Personen auch abends im »Bühli« aufhalten würden.

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Bei einem weiteren Tagesordnungspunkt ging es darum, dass es aufgrund des Neubaugebietes auch Ausgleichsflächen geben muss; erforderlich sind etwa 600 000 Ökopunkte. Wie diese erreicht werden können, erläuterte der städtische Umweltschutzbeauftragte Stephan Engel. Die vorgeschlagenen Maßnahmen wurden nach einer Korrektur beim Regenrückhaltebecken einstimmig befürwortet. Dieses soll als hochwertiges Biotop angelegt werden, was auch bedeute, dass es entsprechend gepflegt werden muss. »Wir schaffen uns hier ein Schnakenloch mitten im Wohngebiet«, meinte Ralf Butsch, der darauf drängte, dass es wie im alten Plan auch einen Ablauf aus dem Rückhaltebecken geben müsse. Engel verwies darauf, dass ein solch naturbelassenes Regenrückhaltebecken für das Neubaugebiet benötigt werde. 

Abfluss gefordert

Auch Lothar Köstel und andere sprachen sich für den Abfluss aus, der dann auch in die Beschlussfassung mit aufgenommen wurde. Neben diesem Rückhaltebecken und dem Ausgleich auf den Grundstücken innerhalb des Baugebietes wird es zwei weiter Maßnahmen geben, zum einen die Renaturierung »Alte Rench« und die Umwandlung einer 2,5 Hektar großen Fläche im Maiwald als extensiviertes Grünland. Martin Weber wies bei der Umwandlung in Grünland auf das Problem des für Nutztiere giftigen Jakobskreuzkrautes hin, das sich auch hierzulande stark ausbreite. Es müsse eine angemessene Bewirtschaftung mit einer moderaten Düngung geben, so Weber, was eben auch vertraglich festgelegt werden müsste.

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