Gemeinde reagiert auf Bedarf
Dossier: 

Infekt-Sprechstunde in Kappelrodeck nun im Mensagebäude

Autor: 
Redfaktion
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26. März 2020

Hinter dieser Tür des gemeindlichen Mensa-Gebäudes finden künftig separierte Infekt-Sprechstunden in Kappelrodeck statt. ©Gemeinde Kappelrodeck

Im Untergeschoss der Mensa der Schlossbergschule werden nach derzeit vorgegebenen Standards Menschen empfangen, die auf das Coronavirus getestet werden müssen. Par Handy werden sie hineingebeten.

„Wir versuchen, Infektionsketten zu unterbrechen, wo auch immer das möglich ist“, sagt Kappelrodecks Bürgermeister Stefan Hattenbach. Eine Rolle spielen dabei auch die Arztpraxen. Deshalb müssen in den Arztpraxen offensichtliche Infektpatienten von Nichtinfektpatienten streng getrennt werden. Dies werde von den Achertäler Ärzten mit hoher Professionalität individuell umgesetzt, heißt es in einer Pressemitteilung der Gemeinde.

Eine neue, hundertprozentige räumliche Trennung schafft man in Kappelrodeck, wo Gemeindeverwaltung und Arztpraxis in der aktuellen Sondersituation laut Mitteilung einen neuen Weg für die Bürger beschreiten: Die Gemeinde stellt – bis der Schulbetrieb wieder aufgenommen werden kann – einen Raum der Schlossbergschule zur Verfügung. Er sei entsprechend abgetrennt und umgerüstet.

Ein Teil des Flurs

Es handelt sich laut Presse­info um einen Teil des Flurs im Untergeschoss des Gebäudes der Mensa in der Schulstraße. Dort würden Infektsprechstunden nach hohen medizinischen und hygienischen Maßstäben vorgenommen.
Neben der zentralen Lage mit den Parkmöglichkeiten seien es vor allem die kurzen Wege und die funktionale Räumlichkeit, die nach einem Suchlauf für die getroffene Auswahl sprachen, teilt die Gemeindeverwaltung weiter mit. Offen stünde die Nutzung der Räumlichkeit auch weiteren in Kappelrodeck niedergelassenen Hausärzten, so Hattenbach. Interesse signalisiert hat bereits Dr. Tobias Schindler.

„Besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen. Und wenn wir mit innovativen, vertretbaren Mitteln Beiträge zur Eindämmung der Corona-Pandemie leisten können, dann ist das für uns das Gebot der Stunde“, sagt Bürgermeister Hattenbach. 

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Es handele sich dabei um ein Gebäude, das aktuell nicht zur Notfallbetreuung verwendet wird und es finde aktuell auch keine andersgeartete Nutzung des menschenleeren Baus statt. 

Die Infekt-Sprechstunden finden nur nach vorheriger telefonischer Vereinbarung und Vorbefragung statt – sollte dann ein persönliches Erscheinen noch erforderlich sein.

Die Patienten warten im Auto, in Einzelfällen können zum Beispiel Abstriche im Auto sitzend vorgenommen werden, eine Art „Drive-in“. Sollte der Raum für die Sprechstunde betreten werden müssen, werden die Patienten einzeln per Handyanruf hineingebeten. Zwischen zwei Patienten wird eine Karenzzeit gewährleistet.  

Ärzte segnen es ab

Die kassenärztliche Vereinigung hat bereits ihren Segen zum Konzept gegeben, das Gesundheitsamt des Ortenaukreises und der Corona-Krisenstab sind informiert, heißt es aus dem Rathaus. 

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