Achern

Initiative Essen auf Rädern lieferte 4100 Mahlzeiten aus

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 2 Minuten
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11. Dezember 2019

Die Fautenbacher Ehrenamtsgruppe Essen auf Rädern dankte beim Jahresrückblick langjährigen Mitarbeitern. ©Michael Karle

Viel Einsatz kennzeichnet die Arbeit der Ehrenamtlichengruppe Essen auf Rädern in Fautenbach. „Wir hatten ein sehr gutes Jahr, es gab allenfalls kleinere Schwierigkeiten zu überwinden. Aber das ist uns immer auf einfache Weise gelungen“, meinte Koordinator Willi Hodapp bei der Begrüßung. 

Konkret führte Willi Hodapp 4500 Kilometer an, die seine Teams unterwegs waren, um in 750 Stunden insgesamt 4100 Essen auszuliefern. Derzeit werden 21 Personen versorgt, die dank der guten Aktion zu Hause leben können und sich freuen, wenn Mittags das Essen kommt und die Fahrer wenigstens kurz Zeit für einen Plausch haben. Die Zahl von 21 Personen, die aktuell beliefert werden, sei übers Jahr hinweg flexibel. 
Scham abbauen

Aufgefallen sei, dass manch ältere Frau oder Mann sich nach wie vor frage, was denn „die Leute“ sagen, wenn Essen ins Haus gebracht wird. „Diese Scham muss durch freundliche Ansprache abgebaut werden“, erklärte der Koordinator. Schließlich hänge am gesunden Essen auch die Lebensqualität. Besonderes Lob hatte Hodapp für Julia und Erich Schindler, die aus dem Fahrdienst verabschiedet wurden. „Ihr wart nahezu 20 Jahren für andere unterwegs“, würdigte Willi Hodapp und überreichte Blumen und ein Weinpräsent für zuverlässige Dienste. 

Seit 18 Jahren dabei

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Kaum weniger war Rudolf Weber als Essenslieferant von der Krankenhausküche in die jeweiligen Wohnungen und Häuser unterwegs. „Immerhin bist du jetzt im 18. Jahr dabei. Dafür gilt dir ganz große Anerkennung.“ Neu zum Team gekommen ist Ulrich Grieb.

Ortsvorsteher Rainer Ganter stimmte ins Danken ein. „Als ich direkt nach dem Martinstag eingeladen wurde, zu euch zu kommen, habe ich mich sehr gefreut: Immerhin entspricht das, was Ihr tut, genau dem Vorbild des altchristlichen Heiligen.“ Froh ist die Aktion nach Rückmeldung des Sprechers auch über die Unterstützung aus der Ortsverwaltung. „Immerhin ist im Nachrichtenblatt unsere Handy-Nummer jede Woche abgedruckt. Das trägt dazu bei, dass wir immer leicht zu erreichen sind“, sagte Hodapp.

Nach der Steigerung im Vorjahr um 13 Prozent mehr zugestellte Essen hofft man jetzt, dass die Werbung fürs Ausprobieren und das Abbauen unnötiger Scham vor der Unterstützung nochmals weitere Zunahme bringt. „Auch im Alter gilt, dass Essen und Trinken neben ausreichender Bewegung, geistiger Betätigung und Unterhaltung den Leib und die Seele zusammenhält“, so Willi Hodapp. 

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