Lauf

Integrationskurse in Lauf werden abgesagt

Michaela Gabriel
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28. Juli 2016
Eine für zwei Jahre angemietete Gerüsttreppe als Fluchtweg im Brandfall wird demnächst an die vordere Fassade des Kindergartens St. Josef in Lauf angebaut. Über die Zukunft des sanierungsbedürftigen Gebäudes muss noch beraten werden.

Eine für zwei Jahre angemietete Gerüsttreppe als Fluchtweg im Brandfall wird demnächst an die vordere Fassade des Kindergartens St. Josef in Lauf angebaut. Über die Zukunft des sanierungsbedürftigen Gebäudes muss noch beraten werden. ©Michaela Gabriel

In Lauf werden keine Integrationskurse für Flüchtlinge stattfinden. Der Träger bfw (Berufsfortbildungswerk Karlsruhe) hat sich zurückgezogen. Das erfuhr der Laufer Gemeinderat auf Nachfrage von Bernhard Droll (CDU). »Ich bin sehr enttäuscht«, sagte dieser. Er habe befürchtet, dass aus den Plänen nichts werden würde. Nun müssten die in Lauf untergebrachten Flüchtlinge weite Wege in Kauf nehmen. Manche führen derzeit täglich nach Offenburg zu Alphabetisierungskursen.

Hauptamtsleiter Thomas Gerth erklärte, dass man auch in der Verwaltung bedauert, dass der Träger der Kurse, die ab 1. August in Lauf stattfinden sollten, abgesprungen ist. In einem neu gegründeten fünfköpfigen Lenkungsausschuss wolle man besprechen, wie dies kommuniziert werden soll. Die Laufer Flüchtlinge waren offenbar bereits fest angemeldet und müssen nun an andere Anbieter verwiesen werden. Ab 1. September seien neue Integrationskurse des ids (Institut für Deutsche Sprache) in Achern geplant.

Direkt vor der Fassade

Eine angemietete Fluchttreppe bekommt der Kindergarten St. Josef an der Hauptstraße in Lauf. Das beschloss der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstag. Sie wird direkt vor der Fassade angebaut. Die Brandschutzmaßnahmen seien dringend notwendig, erklärte Bürgermeister Oliver Rastetter. Da man noch nicht wisse, wie es mit dem sanierungsbedürftigen Gebäude weitergeht, will man die fast sieben Meter hohe Gerüsttreppe für zwei Jahre mieten.

Der Gemeinderat stimmte dem Bauvorhaben zu. Die rechtliche Zulässigkeit wird vom Landratsamt als Baurechtsbehörde geprüft, hieß es in der Sitzungsvorlage. Der Kindergarten muss außerdem im Treppenhaus Brandschutztüren bekommen. Man habe Geld für die Maßnahmen im Haushalt bereitgestellt, schrieb die Verwaltung, ohne Beträge zu nennen. Die digitale Sitzungsvorlage kommt: Ab 2017 sollen die Laufer Räte für 5400 Euro mit Tablet-Computern ausgestattet werden, auf denen ihnen alle Unterlagen zur Verfügung stehen. Am Dienstag fiel die Entscheidung für das Ratsinformationssystem der Firma Sternberg. Dafür fallen einmal Kosten von 5000 Euro, Schulungs- und Installationskosten von 5600 Euro und jährlich ein Betrag von rund 1600 Euro an.

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Zunächst will sich die Verwaltung in das System einarbeiten. Klaus Merkel (Laufer Mitte) vermisste Angaben, was man denn im Gegenzug einsparen könne. Auf jeden Fall viele Stunden, an denen seine Sekretärin bisher am Kopierer stehe, entgegnete der Bürgermeister. Bernhard Droll (CDU) sähe es lieber, wenn das Land den Kommunen ein System zur Verfügung stellen würde.

Doch Siegfried Huber (Freie Bürger Lauf) hält ein frei wählbares System für die bessere Lösung. Zentrale Software aus dem Rechenzentrum sei schwerfällig und nicht preisgünstig. Die meisten Räte halten die digitale Information für eine sinnvolle Neuerung. Zwei stimmten allerdings dagegen.

Eine Unterschrift fehlt

Eine Unterschrift fehlt noch: Weil ein Grundstückseigentümer nicht einverstanden ist, könnte der geplante Radweg zwischen Lauf und Haft eventuell nicht zustande kommen. Rund 50 andere hätten bereits unterschrieben, berichtete Bürgermeister Oliver Rastetter auf Nachfrage von Gemeinderat Josef Graf (FBL). Die Sanierung der Verbindungsstraße sei für 2017 geplant, die Gelder dafür seien zugesagt. 

Ein Laufer Bürger wünscht sich dringend eine aktualisierte Straßenkarte der Gemeinde. Jeden Morgen werde er von Lkw-Fahrern nach neuen Wegen in den Neubaugebieten gefragt, »die kein Mensch kennt«.

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