Rheinbischofsheim

Internationale Sänger begeistern bei der Opernnacht

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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23. Juli 2019
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Erina Fujimura aus Japan und Clément Godard aus Bordeaux brillierten bei der Opernnacht in Rheinbischofsheim mit dem lustigen Fliegen-Duett »Il m’a semblé«.

Erina Fujimura aus Japan und Clément Godard aus Bordeaux brillierten bei der Opernnacht in Rheinbischofsheim mit dem lustigen Fliegen-Duett »Il m’a semblé«. ©Ellen Matzat

Ein fulminantes Abschlusskonzert erlebten die über 300 Gäste bei der vierten internationalen Opernnacht am Sonntag in Rheinbischofsheim. Diese bildete den krönenden Abschluss der Internationalen Sommerakademie am Rhein (ISAR) von Opernsänger Jean-Noël Briend.

Auch wer kein Kenner war, wurde in den Bann der Sänger gezogen, die nur mit ihrer Stimme, ohne jeglichen Verstärker, und in Begleitung des Flügels, die Graf-Reinhard-Halle ausfüllten. Am Flügel begleiteten Christina Domnick sowie die Studenten Alexia Winterhalter, Firmin Martens, Pierre Larsonneur, Olivier Claude und Ferdinand Sexauer. Durch das Programm aus über 300 Jahre Operngeschichte führte Jean-Noël Briend.

Einen großartigen Auftakt lieferte das Duett Michelle Sugiarto (Indonesien) als Susanna und Clément Godart (Frankreich) als Figaro in der Arie »Cinque….dieci…..venti« aus der Oper »Le nozze di Figaro« von Wolfgang Amadeus Mozart. Das Publikum hatte gleich etwas zu lachen, als Figaro mit Hilfe seines Körpers den Raum (die Bühne) ausmisst, den er mit seiner Braut Susanna bewohnen will, um zu sehen, ob die Möbel hineinpassen. Indes probiert Susanna vor dem Spiegel ihren Hut. 

Ein großartiges Debüt legte die erst 18-jährige Sopranistin Anabell Guillmot aus Straßburg in der Arie des Hausmädchens Despina »Una donna a quindici anni« aus »Cosi fan tutte« von Mozart aufs Parkett. Darin erzählte sie, was ein Mädchen mit 15 Jahren schon alles können muss: auf Knopfdruck lächeln oder weinen und lügen ohne zu erröten, denn so bekäme man jeden Mann. 

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Erstklassiges Debüt

Ebenfalls ein erstklassiges Debüt gab der erst 17-jährige Tenor Kota Katsuyama aus Japan mit der neapolitanischen Volksweise »L’ultima canzone« von Franzesco Paolo Tosti. Voller Inbrunst sangen Sarah Jenks aus Großbritannien als Agathe und Felicity Förster aus Deutschland als Cousine Ännchen die Arie »Schelm, halt fest« aus »Der Freischütz« von Carl Maria von Weber. 

Zu den Stammsängern gehörte Tenor Quentin Monteil aus Frankreich, der in der Arie des Macduff »Ah, la paterna mano« aus Shakespeares Drama Macbeth von Giuseppe Verdi den Tod seiner Söhne und Frau beklagte, die Macbeth ermorden ließ. Soriane Renaud aus Kanada glänzte in der Arie »Casta diva« als Oberpriesterin Norma aus der gleichnamigen Oper non Vincenzo Bellini, die um 50 vor Christus in Gallien den Mond anruft. Mit dem lustigen Duett »Il m’a semblé…« von Erina Fujimura aus Japan als Eurydice und Clément Godart aus Bordeaux als Fliege aus der Operette »Orpheus in der Unterwelt« von Jaques Offenbach wurden die Gäste in die Pause entlassen. 

Im zweiten Teil überzeugten Irina Olshevskaya aus Russland, Anabel Guilmot, Quentin Monteil und Simon Bozonnet aus Frankreich als Quartett mit »In der Nacht« von Robert Schumann. In dem bekannten Lied »Dein ist mein ganzes Herz« aus der Operette »Das Land des Lächelns« von Franz Lehar zeigte der »Bischemer« Tenor Jean-Noël Briend sein Können. Mit dem Terzett »So muss allein ich bleiben« mit der erfahrenen Opernsängerin Marta Danusevich aus Weißrussland, Felicity Förster und Jean-Noël Briend und dem von allen gesungenen »Im Feuerstrom der Reben«, beides aus der Operette »Die Fledermaus« von Johann Strauß endete der Abend der Superlative. 

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