Jubiläum "900 Jahre Nesselried" im kommenden Jahr

Interview mit Ortsvorsteher Klaus Sauer

Autor: 
Kerstin Handsteiner
Lesezeit 4 Minuten
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19. August 2019

(Bild 1/3) Nach dem 13. Dorffest »Nesselried brennt« werden jetzt die Vorbereitung fürs Jubiläumsjahr »900 Jahre Nesselried« intensiviert. ©Stephanie Rohn

Vor wenigen Tagen brachten die Nesselrieder ihr Dorffest über die Bühne, schon geht es mit den Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2020 (900 Jahre Nesselried) weiter. Was aktuell am Laufen ist, welche Herausforderungen es noch zu bewältigen gibt und wie die Feierlichkeiten finanziert werden sollen, sagt Ortsvorsteher Klaus Sauer im Interview.
 

Herr Sauer, starten Sie nun gleich fürs Jubiläum durch oder ist aktuell mal Sommerpause in Nesselried angesagt?
Klaus Sauer: Nesselried brennt 2019 ist noch nicht ganz verdaut und wir werden uns diese Woche mit den Beteiligten zu einer Nachbesprechung treffen. Gleichzeitig laufen aber die Planungen für 2020. Das Jubiläumsjahr ist aber weit mehr als Nesselried brennt und hat in etlichen Teilen nichts damit zu tun. 

Wie steht es um die Mitarbeit im Dorf: Sind noch alle motiviert und tatkräftig dabei?
Sauer: Nesselried brennt kostet jedes Jahr viel Energie, insbesondere bei unserem Aufbauteam um Leopold Huber. Ich hoffe, dass sich alle in den nächsten Wochen gut erholen und dann mit neuem Elan in das Jahr 2020 gehen. Dort erhoffe ich mir eine breite Unterstützung aus der Bevölkerung.

Wie viele Nesselrieder sind aktiv dabei?
Sauer: Wir haben zehn Teams gebildet, die sich um die einzelnen Events kümmern werden. Bei der letzten gemeinsamen Besprechung waren über 50 Mitbürger dabei. Das war sehr erfreulich und macht Hoffnung. Ich hoffe, dass die Dynamik in der Bevölkerung noch wächst. Es hat sich in der Vergangenheit bei uns in Nesselried gezeigt, dass sich zum Schluss hin ein Großteil der Bevölkerung aktiv einbringt und die Dorfgemeinschaft unterstützt. 

Inwieweit bringen sich auch die Appenweierer und Urloffener beim Vorbereiten bzw. an den Jubiläumsfeierlichkeiten ein?
Sauer: Es haben sich tatsächlich auch schon Leute aus Appenweier und Urloffen gemeldet, die wir in der nächsten Zeit gerne mit einbinden werden. Für Nesselried brennt 2020 würden wir auch gerne Kooperationen mit den Vereinen aus der Gesamtgemeinde eingehen, um zusätzliche Angebote anbieten zu können.

Haben Sie einen Überblick: Wie viele Stunden wurden bereits fürs Jubiläum ehrenamtlich gearbeitet?
Sauer: Das ist schwer zu schätzen. Wir haben ja bereits 2016 mit den ersten Vorbereitungen begonnen. In den zehn Teams wird relativ selbständig im jeweiligen Bereichen agiert und die Planungen gemeinsam mit dem Ortschaftsrat und der Gemeindeverwaltung voran getrieben. 

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Sind Sie im Zeitplan?
Sauer: In einzelnen Bereichen sind die Planungen schon relativ konkret. Insgesamt glaube ich, dass wir im Zeitplan sind. Es wird uns aber in den nächsten Monaten nicht langweilig werden. 

Was steht als nächstes an?
Sauer: Da bereits im Frühjahr mit der Auftaktveranstaltung ein großer Brocken bevor steht, liegt darauf natürlich aktuell ein Augenmerk. Wir planen auch einen Jubiläumskalender, der wie das Jubiläumsbuch auch zum Jahresende fertig sein muss. In den nächsten Wochen wird uns auch das Thema Sponsoring ordentlich beschäftigen. 

Stichwort Sponsoring und Finanzen: Wie finanzieren Sie die Veranstaltungen und gibt’s Geld von der Gemeinde fürs Jubiläum? 
Sauer: Sicherlich gehe ich davon aus, dass wir von der Gemeinde unterstützt werden. In welchem Rahmen, das wird bei den Haushaltsberatungen festgelegt. Wir werden aber auch mit einem Marketingkonzept gezielt mögliche Sponsoren ansprechen und uns Gedanken über sonstige Finanzierungsmöglichkeiten machen. Dies ist teilweise auch schon geschehen. Wir haben uns auch Gedanken über die Finanzierung der Veranstaltungen gemacht. 

Ist Eintritt ein Thema?
Sauer: Es gehört natürlich auch die Frage dazu, ob wir bei Nesselried brennt Eintritt verlangen werden. Da wir für 2020 auch einen Bus-Shuttle planen, kann es durchaus sein, dass wir zur Gegenfinanzierung einen kleinen Eintritt verlangen werden. Aber hier ist noch nichts fix. 

Was wird noch die größte Herausforderung sein?
Sauer: Wir werden zur finanziellen Abwicklung voraussichtlich noch einen Jubiläumsverein gründen. Bis dafür die personellen und formellen Fragen geklärt sind, wird uns noch einige Arbeit ins Haus stehen. Ich würde mich freuen, wenn wir mit dem Jubiläumsverein einen Überschuss aus dem Jubiläumsjahr generieren können. 

Was soll damit passieren?
Sauer: Ich würde mich freuen, wenn wir 2020 eine Art Dorfladen ins Laufen bringen würden, der dann mit einem möglichen Überschuss aus dem Jubiläumsverein für eine gewisse Zeit am Leben gehalten werden kann. Das wäre eine nachhaltige Aktion für Nesselried. 

Stichwort

Klaus Sauer über ...

... einen Jubiläumsschnaps: »Den wird es genauso geben wie einen Jubiläumswein und ein Jubiläumsbier.«
... die Vorbereitungsphase: »Es wird nun jeden Monat Besprechungen geben, im Ganzen wie in den Teams. Außerdem wird sich natürlich auch der Ortschaftsrat, wie bisher schon geschehen, an den Planungen beteiligen.«
... das Programm: »Da wir 2020 um die 20 verschiedenen Jubiläumsaktivitäten haben werden, die über das ganze Jahr verteilt sind, wird es im kommenden Jahr in Nesselried keinen Leerlauf geben.«
... und Highlights: »Neben der Auftaktveranstaltung im März und Nesselried-brennt im August wird es mehrere Konzerte und Vorträge geben, dazu die Einweihung des Mehrgenerationen-Platzes, des Höfe- und Historienweges und des neuen Kindergartens sowie einen Jubiläumsbauernmarkt. Für die Sportbegeisterten gibt es außerdem im Juni ein 'Nesselried-rennt' und im Oktober einen besonderen Wandertag.«

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