Ausstellung des Kunstvereins Oberkirch

Irina Bruder: "Kunst ist meine persönliche Freiheit"

Andrea Fünfstück
Lesezeit 3 Minuten
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06. September 2023
Irina Bruder findet vor allem in der Natur ihre Ruhe.

Irina Bruder findet vor allem in der Natur ihre Ruhe. ©Andrea Fünfstück

Irina Bruder arbeitet gerne in Serien. Wie in ihrer entstandenen Serie „Lichtblicke“ bei der Arbeiten auf Aquarellpapier, welche auf Holzkörper aufgezogen wurden, entstanden.
  • Ihre Kunst ist …

Irina Bruder: Meine ganz persönliche Freiheit, das was mich im Leben interessiert und inspiriert, in Farben und Formen zusammenzusetzen. Die äußere Welt, Erfahrungen, das Leben auf meine Weise in Bilder zu verwandeln. Gleichzeitig ist sie ein Dialog. Ein Dialog zwischen mir und dem Leben.

  • Was wäre Ihr Leben ohne Kunst?

Das kann ich mir gar nicht vorstellen. Es malt in mir, ständig. Das bedeutet, ich interpretiere das, was ich durch meine Sinne wahrnehme, was ich denke, in innere Bilder. Nicht jedes davon male ich. Deshalb ist meine Kunst für mich mehr als die sichtbaren Bilder, es ist inneres Erleben, Wahrnehmen. Es gibt also kein Leben ohne Kunst.

  • Wie würden Sie Ihre Arbeiten beschreiben?

Ich verbinde verschiedene Aspekte (Wahrnehmungen, Natur, Farbe, Menschen, Formen) zu einem neuen Ganzen. Am liebsten lege ich Schichten übereinander, dann beginnt das Bild für mich lebendig zu werden, es gewinnt Tiefe. Diese Schichten bestehen einerseits aus konkreten, wieder erkennbaren Formen (Naturmotive, Menschen) und andererseits aus Farbe und freier Form. Die Bildaspekte verschwimmen teilweise ineinander, überlagern sich oder treten in den Hintergrund/Vordergrund.

Ich gehe meist intuitiv vor, kombiniere Erinnerungen, Fotomotive, Naturmotive und Formen, die mich interessieren, und greife Stimmungen farblich auf. Zur Wahrnehmung meiner Sinne gesellen sich meine Gedanken und Gefühle und verbildlichen sich in meiner Malerei zu kleinen Erzählungen. Etwas sehr Persönliches. Fertig ist ein Bild, wenn es sich für mich stimmig anfühlt. Das kann am Ende harmonisch oder aber auch disharmonisch wirken.

  • Wohin gehen Sie zum Nachdenken oder um in sich zu gehen?

In den Garten oder einfach generell in die Natur.

  • Haben Sie ein künstlerisches Vorbild?

Die Bilder vieler anderer Künstler berühren und inspirieren mich. Mir gefällt die Vielfalt. Es gibt jedoch keine speziellen Vorbilder.

  • Was ist Ihre bevorzugte Kunstrichtung, in der Sie auch arbeiten?
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Freie Malerei. Allerdings kann ich mich für viele andere Techniken und Kunstrichtungen ebenso begeistern.

  • Haben Sie als Kind eigentlich etwas Besonderes gesammelt?

Ganz altmodisch: Briefmarken. Die kleinen Bilder haben mich fasziniert.

  • Welches Bild hängt über Ihrem Sofa?

Ein abstraktes, großes Bild mit einer raumeinnehmenden blauen Kugel im Zentrum. Sie strahlt für mich Ruhe und Kraft aus.

  • Wer oder was ist für Sie ein Künstler?

Jemand, der für sich eine eigene Bildsprache gefunden hat und sich in dieser frei bewegt, sie lebt und andere damit erreicht oder berührt.

  • Ist die Malerei in der heutigen Zeit ein Auslaufmodell?

Nein. Der Mensch möchte sich ausdrücken, sich interessieren, Dinge weitergeben, die nicht sichtbar sind, sich entspannen, Neues erfinden, er möchte staunen und natürlich auch bewundert werden. All das ist möglich mit der Malerei. Es ist sicher nicht für jede/n das Richtige, für ein Auslaufmodell gibt es jedoch zu viele ungemalte Bilder.

  • Darf Kunst einfach nur schön sein, oder benötigen Sie einen Bezug oder Kontext?

Für mich braucht es einen Kontext, Berührungspunkte, wobei beides auch Lebensfreude oder Ästhetik sein kann. Deshalb beantworte ich persönlich die Frage mit einem „Jein“.
Wunderbar ist doch, dass das jeder für sich selbst entscheiden kann.

Stichwort

Ausstellung

"Freuen, Wundern, Staunen“ heißt die Ausstellung des Kunstvereins Oberkirch. Sieben Künstler des Vereins stellen ihre Werke in der städtischen Galerie im Alten Rathaus aus. Zu sehen sind die Bilder vom 17. September bis 29. Oktober. 

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