Friedhof

Jetzt auch Baumbestattungen in Kappelrodeck möglich

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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07. Dezember 2021
Friedhofsgärtner Gebhard Graf, Pfarrer Georg Schmitt, Kappelrodecks Bürgermeister Stefan Hattenbach und Sabine Lamm von der Friedhofsverwaltung am neuen, um einen Baum angelegten Urnengrabfeld.

Friedhofsgärtner Gebhard Graf, Pfarrer Georg Schmitt, Kappelrodecks Bürgermeister Stefan Hattenbach und Sabine Lamm von der Friedhofsverwaltung am neuen, um einen Baum angelegten Urnengrabfeld. ©Gemeinde Kappelrodeck

In auf dem Kappelrodecker Friedhof gibt es ein neues, 24 Plätze umfassendes Urnengrabfeld. Es wurde jüngst in kleinem Kreis von Bürgermeister und Pfarrer eingeweiht.

Die Bestattungskultur unterliegt einem spürbaren Wandel: Rund 75 Prozent der Bestattungen auf den Friedhöfen der Gemeinde Kappelrodeck sind zwischenzeitlich Urnenbestattungen – mit steigender Tendenz, teilt die Gemeindeverwaltung mit. Der Umgang mit Tod und Trauer werde dabei von der Friedhofsverwaltung der Gemeinde nicht nur als etwas sehr Sensibles, sondern auch als etwas höchst Individuelles wahrgenommen. Dies gelte unabhängig von Religion und Kulturkreis. Für Urnenbestattungen hat die Gemeinde verschiedenen Möglichkeiten geschaffen: Neben der Urnenwand stehen auch Urnenstelen zur Verfügung. Nach wie vor nachgefragt sind auch Urnenbestattungen im Boden. Für diese Erdbestattungen stehen neben dem gärtnergepflegten Urnengrabfeld auch Urnengräber zur Verfügung. Letztere bringen neben Gestaltungsmöglichkeiten auch Pflegeaufwand mit sich.

Auch anonym

Eine weitere Möglichkeit der Erdbestattung in einer Urne, die keinerlei Pflegeaufwand mit sich bringt, wurde jetzt auf dem Friedhof in Kappelrodeck neu geschaffen: eine Baumbestattung in einem Urnengrab mit eingelassener Steintafel aus Granit. Wer auf eine Gravur verzichtet, kann sich auf diese Weise auch anonym bestatten lassen. 24 solcher Urnengräber mit jeweils Platz für zwei Urnen, sind vorhanden. Angeordnet wurden die Urnengräber kreisförmig um einen im Zentrum gepflanzten „Judasbaum“.

Tod und Auferstehung

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Die Nachfrage an Ruhestätten in Ruhe- und Friedwäldern und Baumbestattungen zeige, dass viele Menschen mit dem Tod und Auferstehung auch das Thema Baum verbänden, so die Gemeinde und verweist auf die besondere Bedeutung, die Bäumen bereits in der Bibel zukommt. Beispiel: der „Lebensbaum“, als Symbol des Lebens über den Tod hinaus. „Es ist also nachvollziehbar, warum viele Menschen mit den irdischen Tod und Abschied auch das Symbol eines lebendigen Baumes verbinden“, so Bürgermeister Stefan Hattenbach im Rahmen der Einweihung, die im kleinen Kreis mit Sabine Lamm von der Friedhofsverwaltung und Friedhofsgärtner Gebhard Graf stattfand.

Mit dem Beschluss der Änderung der Friedhofssatzung hatte der Gemeinderat auch die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um die neue Bestattungsform künftig anbieten zu können. Dekan und Pfarrer Georg Schmitt stellte in seiner Ansprache die Vergänglichkeit des irdischen Daseins am Beispiel des Samenkorns heraus und ging auch auf die aktuelle Situation ein, in der die Corona-Pandemie viele Todesopfer forderte.

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