In Achern wird am Pfingstmontag gefeiert

Josef Baier vor 60 Jahren zum Priester geweiht

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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18. Mai 2018
Josef Baier ist in seinem 60. Priesterjahr ein begeisterter Pfarrer i. R. – bei ihm heißt i. R. in Rufweite. Er verkündet mit Freuden weiterhin die frohe Botschaft.

Josef Baier ist in seinem 60. Priesterjahr ein begeisterter Pfarrer i. R. – bei ihm heißt i. R. in Rufweite. Er verkündet mit Freuden weiterhin die frohe Botschaft. ©Roland Spether

Am Pfingstmontag feiert Josef Baier sein diamantenes Priesterjubiläum mit einem Festgottesdienst in der Stefanskirche in Oberachern ab 10.30 Uhr. Der 85-Jährige hat weiterhin Freude am Dienst der Nächstenliebe.

 »Der alte Gott lebt noch und ich würde jederzeit wieder Priester werden.« Die Freude an Gott und seiner Berufung zum Pfarrer ist dem früheren Stadtpfarrer von Bühl, Josef Baier (85), ins Gesicht geschrieben. Am 18. Mai 1958 wurde er in Freiburg zum Priester geweiht. An vielen Orten wirkte er als Seelsorger und nun ist er Pfarrer »i.R.« – »in Rufweite«. 

»Geh, wohin ich dich sende, verkünde, was ich dich heiße, fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir.« Dieses Wort des Propheten Jeremia hatte sich damals der junge Weihekandidat Josef Baier als Primizspruch ausgesucht, als ihn der damalige Kapitelsvikar und spätere Erzbischof Hermann Schäufele mit 36 Diakonen zum Priester weihte.

Bischof starb früh

Die Weihe zum Diakon hatte der Sohn von Metzgermeister Josef Baier und seiner Ehefrau Elise, geb. Störk, aus Mingolsheim von Erzbischof Eugen Seiterich empfangen, der am 3. März 1958 mit nur 55 Jahren gestorben war und nicht mehr miterlebte, wie viele Christen wie Josef Baier große Hoffnungen in das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) und den dringend nötigen frischen Wind in der Kirche setzten.

»Wir waren voller Begeisterung und die Liturgiereform mit der Umstellung der Texte auf Deutsch war für uns wie eine Befreiung«, erinnert sich Josef Baier, der noch in vorkonziliarer Zeit sein Studium absolviert hatte. Als junger Priester musste er die Gottesdienste noch in Latein halten und mit dem Rücken zum Volk zelebrieren. Wie viele andere blickte der Jubilar gespannt nach Rom und setzte große Hoffnungen auf das »Aggiornamento«, die Öffnung der Kirche zur Welt. Die Neuerungen in Liturgie und Pastoral kamen und Josef Baier erlebte dies als Kaplan in Lauda, Burladingen und Bad Säckingen, bevor er am 21. April 1966 in Appenweier seine erste Pfarrstelle antrat.

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In Appenweier in 70ern

»Das war eine sehr schöne Zeit«, erinnert er sich gerne an die »großartigen Männer« vom Stiftungsrat und deren Mithilfe bei Bauprojekten wie dem Kindergarten, oder an den Männer-Frühschoppen, an die Bibelabende und die Gründung des Pfarrgemeinderats.

Am 1. Oktober 1979 wechselte er nach Bühl und es begann für ihn und die Pfarrei eine sehr fruchtbare Zeit, in der viele neue Wege beschritten wurden. Seine Arbeit verstand er als »Dienst am Glauben der Gemeinde«. Baier hatte ein feines Gespür für die Menschen und deren Sorgen und Hoffnungen und es gelang ihm, ihre Herzen zu erreichen.

Konzepte initiiert

Vier junge Männer aus seiner Pfarrei wurden zu Priestern geweiht, er übertrug den Laien viel Verantwortung und initiierte mit ihnen Konzepte zur Vorbereitung von Taufe, Erstkommunion und Firmung. Neue Gruppen entstanden, vom Kindergarten über die Jugendarbeit bis ins Pflegeheim gab es viel Arbeit, er war von 1987 bis 1993 auch Dekan. Pfadfinder, Kolpingbrüder, Familien oder Senioren: Baier versuchte stets, den Menschen die befreiende Botschaft des Glaubens zu verkünden.

In bester Erinnerung sind die Gottesdienste mit Orchester-Messen, die Feste in der Stadt und die Feiern mit Vereinen. Dies alles durfte auch seine Schwester Thea Baier miterleben, die ihn seit 1966 als treue Seele begleitet. Etwas Sorge bereitet ihm, dass die Menschen heute den »Herrgott« offensichtlich nicht mehr so benötigen und das Glaubensleben zurückgeht. Baier: »Wir haben doch als Christen eine große Zukunft, unser Leben wird sich in Gott vollenden.«  

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