Eigene Kunst

Josef Prestel zeigt Werke in seiner Zusenhofener Galerie

Autor: 
Rainer Braxmaier
Lesezeit 2 Minuten
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11. September 2018

Gute Unterhaltung: Künstler und Galerist Josef Prestel (links) und Vernissageredner Andreas Krebs bei der Ausstellungseröffnung. © Nicole Braxmaier

Erntezeit in der Galerie Josef Prestel. Der Galerist  selbst stellte sich als bildender Künstler vor und präsentierte dem zahlreichen  Publikum seine Sommerproduktion. 

Und, weil er nun mal eine Persönlichkeit mit multiplen Begabungen ist, gestaltete er die Vernissage als  Gesamtkunstwerk: launig, improvisierend, sich selbst nicht zu ernst nehmend,  aber auch eine tiefere Konzentration auf das jeweilige Sujet verratend, mit dem er sich gerade beschäftigte: als Pianist, zusammen mit dem grandiosen  Saxofonisten, Klarinettisten und Sänger Michael Bühler aus Sasbach, als Zeichner, der sich in diesem Sommer auf sehr eigenständige Weise mit dem Thema Landschaft und Zivilisation beschäftigt hat und eben als Galerist, der  behauptet: »Wer ein Bild kauft, der kauft die Zukunft.«
Das Publikum quittierte diese Performance zwischen heiterer Leichtigkeit und  tiefem Sinnen mit lebhaftem Applaus. In dieser entspannten Atmosphäre geriet auch der spontane Auftritt der Kommunalpolitik – sonst der Schrecken aller Kulturveranstaltungen – zu einem persönlichen Höhepunkt. Ortsvorsteherin Tanja Weinzierle, die mit Josef Prestel zudem »über fünf Ecken verwandt« ist,  dankte dem Künstler, der, auch zusammen mit seiner Schwester Irene Schneider, das kulturelle Leben des Ortes seit Jahrzehnten immer wieder mit  unkonventionellen Ideen bereichert habe.
 »Was ist Kunst?«
Der eigentliche Hauptredner des Abends war Andreas Krebs. Der Schweizer Journalist, der seit einigen Jahren in Zusenhofen lebt und mit dem Künstler befreundet ist, begann mit einer globalen Rundreise durch die Zivilisationsgeschichte von der Höhlenmalerei bis zur Kernfrage »Was ist  Kunst?« (»Eine Schöpfung des Menschengeistes«) und hätte zur Punktlandung eigentlich nur auf das Motiv seines T-Shirts hinweisen müssen: wo Fuchs und  Hase sich Gute Nacht sagen.
Im Zwiegespräch mit Josef Prestel klärte er aber  noch einige essentielle Punkte im künstlerischen Konzept des Malers: Die ausschließliche Verwendung der Farben Schwarz und Rot, die Bedeutung der Signatur oder, dass Prestel bevorzugt einzelne kleine Menschen in nur durch wenige Bäume angedeuteter Umgebung zeigt (»einsame Landschaften«). Der Blick in die Tiefe der Bedeutung lohnt sich also. (bis 15. Oktober; www.prestel- shop.de/galerie).

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