Fleißiger Hausmeister geht in Rente

Josef Weber war für Önsbach ein Glücksgriff

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 2 Minuten
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08. August 2020

Abschied von Hausmeister Josef Weber in Önsbach (von links): Martin Lienhard, Christine Rösch, Josef und Martina Weber sowie Bürgermeister Dietmar Stiefel. ©Peter Meier

Wenn ein für Halle und Schule zuständiger Hausmeister in Rente geht und der gesamte Ortschaftsrat, Vereinschefs und der Bürgermeister kommen und Geschenke überreichen, dann hat dieser Mann wohl Spuren hinterlassen. Josef Weber wird jetzt schon vermisst.

Am Dienstagabend trafen sich der Ortschaftsrat, Vereinsvorsitzende sowie Vertreter von Verwaltung und Bauhof vor der Halle zu einer Feierstunde, um eine Önsbacher Institution in den Ruhestand zu verabschieden: Josef Weber, der 33 Jahren Hausmeister von Halle und Schule war. 

„Wir alle kennen Sie als unermüdlichen, tatkräftigen Mann“, würdigte ihn Ortsvorsteherin Christine Rösch. Er sei ein Glücksgriff für Achern und Önsbach gewesen. Der auch als Nickel bekannte Weber war vor 33 Jahren in seine schulische Heimat zurückgekehrt. Er war laut Rösch handwerklich sehr geschickt und hatte für jedes Problem eine Lösung.

Dankbare Vereine

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Für die Schüler war er eine Institution, von allen respektiert. Auch die Vereine schätzten ihn. “Für Josef Weber gab es nie Dienst nach Vorschrift“, rief Rösch in Erinnerung, er unterstützte die Vereine vor, während und nach ihren Veranstaltungen – und achtete darauf, dass mit Halle, Mobiliar und Gelände sorgsam umgegangen wurde.

Weber habe auch immer wieder gute Ideen gehabt, Kosten einzusparen. Bei unzähligen Baumaßnahmen sei er an vorderster Front dabei gewesen. Sie wisse nicht, wie er ersetzt werden kann, fasste Rösch zusammen, freue sich aber, dass er in Önsbach aktiv bleibt, und überreichte ihm ein Geschenk.

Mit humorvollen Worten rief Bürgermeister Dietmar Stiefel die vielen gemeinsamen Jahre mit Josef Weber in Erinnerung und zeigte am vorbildlichen Zustand der Halle, wie sehr sich Weber damit identifiziert habe. Oft habe „Nickel“ außerhalb der üblichen Zeiten gearbeitet, den Rücken hielt ihm seine Frau Martina frei. Ihr überreichte Stiefel Blumen.

„Josef Weber war immer zur Stelle, wenn er gebraucht wurde, man konnte sich stets auf ihn verlassen“, unterstrich Martin Lienhard für die Vereine, als er ein Geschenk übergab. Weber dankte allen für seinen „so angenehmen“ Arbeitsplatz. 

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