Bei Altsasbachertag in Sasbach

Journalist Franz Alt mahnt die energetische Wende an

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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21. Oktober 2019

Eine Premiere gab es für die die neue neue Schulleiterin Petra Dollhofer und deren Stellvertreter Philipp Friedmann, die erstmals in dieser Funktion die Altsasbacher begrüßten, darunter Franz Alt, von links Vorsitzender Manuel Tabor, Franz Alt, stellvertretender Vorsitzender Adrian Keller, Direktorin Petra Dollhofer und ihr Stellvertreter Philipp Friedmann. ©Roland Spether

Ganz im Zeichen des bevorstehenden Jubiläums stand das Altsasbachertag am Wochenende. Denn die Altsasbacher Vereinigung wird im nächsten Jahr 100 Jahre alt.

„Unvergesslich ist mir unser Klassenlehrer Franz Effinger, dem habe ich viel zu verdanken, auch dass ich Politik und Geschichte studierte“. Wie bei dem ehemaligen Lenderschüler und bekannten Journalist Franz Alt wurden bei den über 200 Jubilaren viele gute Erinnerungen lebendig, als sie zu den  Altsasbachertagen anreisten und Klassenkameraden und Lehrer trafen. 

Bei dem streitbaren Journalisten und prophetischen Mahner für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung  war es jener schlaue Lehrer Effinger, von dem ihm bis heute ein Satz im Gedächtnis blieb, den er oft zitiert: „Demokratie ist dann, wenn die Macht nie mehr frei ist, aber die Freiheit mächtig ist“. 

Über 7000 Ehemalige

Bei Franz Alt lag das Abitur schon 60 Jahre zurück, andere absolvierten es vor 40 oder 30 Jahren an der Lender und in St. Pirmin, doch alle vereinte jener „Lendergeist“, der über 7000 Ehemalige in der Vereinigung der Altsasbacher vereint. 
Diese feiert 2020 ihr 100.  Jubiläum mit interessanten Veranstaltungen, so der Vorsitzende Manuel Tabor. Als Ouvertüre zu diesem großen Jubiläum haben Manuel Tabor und sein Stellvertreter Adrian Keller mit der Schulleitung um Direktorin Petra Dollhofer, Lehrern und Jungsasbachern etwas andere „Schultage“ mit  Studien-Messe (Leiter Adrian Bühler, Christian Wiedermann, Gerd Zwesper), Vernissage, Spaß in der Lenderbar gestaltet. 

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Dabei gab es große Musik-Kunst mit dem Streichorchester (Leiter Ulrich Noss) und den Solisten Jule Emmert (Sopran) und Jana Langhart (Harfe), die eine glänzende Premiere der Vertonung des Erich-Wilk-Liedes „Der Wirkungslose“ von Stephan Wunderlich darboten. Stehende Ovationen gab es für Amrei Kügelgen (Mezzosopran), die in famoser Manier und mit viel Gefühl Arien aus den Händel-Opern „Rinaldo“ und „Xerxes“ sang. 

Die Altsasbacher fördern das Schulleben mit vielen Projekten und Zuschüssen. Im vergangenen Schuljahr waren es 120 000 Euro und aktuell stehen stattliche Beträge für den Bau der neuen Aula und den Kauf des „Lenderflügels“ (Steinway) an, so Tabor. 
Schulleiterin Petra Dollhofer betonte die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler. Dabei nannte sie Musik, Kunst, Theater und Sport. Wesentlich sei Bildung aus christlicher Perspektive und das Lernen von menschlicher und ökologischer Kompetenz. 

Energetische Wende

Dazu rief Franz Alt in seiner leidenschaftlichen Rede über „Lust auf Zukunft“ auf, in der er eindringlich die energetische Wende forderte, sollen die Erde und die jungen Menschen noch Zukunft haben. Leider bestehe der Eindruck, „dass alle so weiter machen, als würde es ewiges Wachstum geben“. Denn der „Homo Dummkopf“ spiele entgegen allen Fakten „Evolution rückwärts“ und sorge dafür, dass der Klimawandel „noch dramatischer und schneller“ als erwartet komme. 

Der Altsasbacher betonte, dass alle Probleme, die Menschen verursachten,  auch von ihnen gelöst werden können. Doch es muss auf allen Ebenen auch „gewollt werden“, wie er an der Solartechnik mit einfachen, aber höchst wirkungsvollen Beispielen aufzeigte. Um Zaubertricks, die Verantwortung für die Mitmenschen und die Schöpfung ging es in den Gottesdiensten mit Pfarrer Wolf-Dieter Geißler und Pfarrer Josef Läufer im Festgottesdienst, den die Schüler vom Musikprofil 9 (Leiter Ulrich Noss) wundervoll mitgestalteten. 

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