Achern

Junge Filmcrew dreht erste Doku über die Acherner Illenau

Matthias Heidinger
Lesezeit 3 Minuten
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19. August 2016

Mit Schauspielern aus dem Ensemble des Illenau-Theaters dreht derzeit eine junge Filmcrew Spielszenen für eine 90-Minuten-Dokumentation über die Illenau. Sie soll voraussichtlich in einem Jahr zum Fest »175 Jahre Illenau« zu sehen sein. Links vorne Emre Özlü, rechts daneben Regisseur Frank König, rechts Projektleiter Sebastian Lermen.  ©Matthias Heidinger

Vier junge Männer aus Achern hatten die Idee, die erste ausführliche Filmdokumentation über die Geschichte der Illenau von der Gründung 1842 bis heute zu drehen. Damit haben sie offene Türen eingerannt. Experten geben Interviews in der Doku, Schauspieler vom Illenau-Theater stellen Spielszenen dar.

Seit April wird gedreht. Laut Regisseur Frank König (30) aus Önsbach seien etwa 85 Prozent der Spielszenen für die erste ausführliche Filmdokumentation über die ehemalige Heil- und Pflegeanstalt und das heutige Rathaus Illenau im Kasten. Im Winter sollen auf jeden Fall noch einmal einige Szenen gedreht werde, wenn – hoffentlich – Schnee liegt. 

Mit Emre Özlü (28) ist Frank König zuständig für Kamera, Regie und Schnitt. »Die Idee zum Film kam uns hier«, erzählt König, »wir sind oft in der Illenau spazieren gegangen«. Das technische Equipment war vorhanden. »Die Idee kam von uns, wegen des Jubiläums 175 Jahre war niemand auf uns zugekommen«, sagt Projektleiter Sebastian Lermen (27), der wie König und Özlü aus Achern kommt. Nur Daniel Gerhard (24), der Vierte im Bunde, kommt aus Lauf. Er ist für Ton und Musik zuständig.

Überraschungen geplant

»Jeder von uns hatte seine eigenen Erlebnisse mit der Illenau, das war unser Anstoß«, sagt Lermen beim Pressetermin am Donnerstag. Er ist auch zuständig für das Marketing des Films, schließlich investiert die Gruppe einiges in die Entstehung, vor allem Zeit. Der Film soll im Mai fertig sein, dann werde auch versucht, die Dokumentation an den Mann zu bringen. »Toll wäre es, wenn wir ihn in die regionalen Kinos bringen könnten«, schwärmt König, der noch nicht alle Inhalte des Films preisgeben will. Er soll einige Überraschungen enthalten, unter anderem ist ein roter Faden für den Anfang und den Schluss des Streifens geplant. Sebastian Lermen könnte sich vorstellen, den Film auch in Schulen zu zeigen, da »doch nicht alles immer so bekannt ist über die Illenau«.

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Etwa ein Drittel der Dokumentation widmet sich der Gründungs- und Anfangsphase, schätzt König, nur ein Fünftel der Gegenwart. Der Rest soll sich mit der Illenau zu Zeiten der Naziherrschaft beschäftigen, für jene Phase ist hauptsächlich Stadtarchivarin Andrea Rumpf Ansprechpartnerin und auch interviewte Expertin. Andere Fachmänner, die im Film vorkommen werden, sind unter anderem OB Klaus Muttach, Walter Stodtmeister und Winfried  Hoggenmüller. Sie sprechen über die Illenau, während zum Teil (meist ohne Ton gefilmte) Spielszenen dazugeschnitten werden.

Knapp 20 Schauspieler vom Ensemble des Illenau-Theaters helfen den jungen Filmemachern mit ihrer Darstellungskunst – ohne Gage. »Für mehr als eine Einladung zu einer Dankesfeier reicht unser Budget nicht«, sagt Projektleiter Lermen. Die Drehgenehmigung für die Illenau hat ihnen die Stadt erteilt, OB Muttach fand die Idee sowieso gut, sagt Lermen. Auf jeden Fall gezeigt werden soll der Film bei einer geplanten Feier zum 175-jährigen Bestehen der 1842 gegründeten Illenau im September 2017, sagt König.

Pech beim Dreh

Vor allem Regisseur Frank König beschäftigt der Dreh »auch mal nachts«, wie er sagt. Für ihn ist es sein größtes Projekt, zuvor hat er eher Imagefilme und Videoclips oder auch einen 70-Minüter über die Schuhsammlung von Siegfried Stinus gedreht. Bisher klappte der Dreh gut, trotz einer gehörigen Portion an Pech: König erzählt von plötzlich aufheulenden Motorsägen, Wolken, die den Vollmond verdecken, oder Kugelblitze, die beim Filmen Respekt einflößten.

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