Diskussion um Abrechnung des Erlacher Baugebiets »Zöllerhöf 1«

Kämmerer will nicht auf Kosten sitzen bleiben

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 2 Minuten
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22. Mai 2019

Renchens Stadtkämmerer Karl-Heinz Moll. ©Kevin Bierer

Nachdem der Ortschaftsrat die Erschließungsplanung für das Baugebiet »Untere Zöllerhöf I«, empfohlen hatte (wir berichteten), präsentierte Geschäftsführer Philipp Sackmann (Zink Ingenieure) diese am Montag dem Gemeinderat.  
 

Wolfgang Bär (FWV) sah in der dezentralen Versickerung die sinnvollste und für die Bürger kostengünstigste Lösung. Seine Frage nach der voraussichtlichen Dauer der Baustelle in der Waldlosstraße konnte nicht beantwortet werden. Der Zeitplan werde nachgereicht, so Sackmann. Die künftigen Häuslebauer stehen schon in den Startlöchern, so Ortsvorsteher Herbert König (CDU). Er freute sich, dass der Beginn der Erschließungsmaßnahmen auf September berichtigt wurde und hoffte, dass dann im Frühjahr auch mit dem Bau begonnen werden könne. Heinz Schäfer (SPD) erläuterte Sackmann die Alternativen, die den künftigen Eigentümern auf ihren Grundstücken zur Verfügung stehen. Der Hinweis des Planers, den Gehweg an der verlängerten Waldlosstraße vorerst nur auf einer Seite herzustellen, rief Kämmerer Karl-Heinz Moll  auf den Plan. 
Wenn die andere Seite erst später bei einer denkbaren Erweiterung des Baugebiets hergestellt werde, bleibe die Stadt auf den Kosten sitzen, befürchtete er, weil die Erschließung des Baugebiets dann schon abgerechnet sei. Auch die anteiligen Kosten für die Kanal-Aufdimensionierung müsse, da sie durch die Neubebauung erforderlich werde,  auf die Grundstücke aufgeteilt werden. 

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Kurze Diskussion

Die Anlieger entlang der bebauten Grundstücke seien davon nicht betroffen, erklärte Moll auf Wolfgang Bärs Frage. Es folgte eine kurze Diskussion, ob der Gehweg auf der anderen Seite gleich mit gebaut werden soll, dies hätte aber im Hinblick auf den Hochbord als Abschluss, so der Planer, Folgen für die Überfahrbarkeit zur Bewirtschaftung der Grundstücke. Die Zustimmung zur Planung wurde schließlich so ergänzt, dass die Kosten der Gehwegherstellung auf der anderen Seite ebenso bei der Gestaltung der Baulandpreise einzubeziehen sind wie die anteiligen Kosten der Aufdimensionierung der Schmutzwasserleitung. Das wurde dann auch einstimmig akzeptiert.
Ein Bürger, Interessent am Baugebiet, kritisierte am Schluss der Sitzung diese Entscheidung. Entweder sei ein Gehweg notwendig oder nicht, betonte er. Es sei nicht nachvollziehbar, dass er für das Baugebiet nicht gebraucht und deshalb erst später gebaut werde, aber trotzdem von den Erwerbern der Bauplätze bezahlt werden soll.

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