Jahresrechnung 2018 ist sehr gut

Kappelrodeck: Laufende Einnahmen liegen teils unter Ansatz

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 2 Minuten
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12. Juli 2019

Die Kappelrodecker Jahresrechnung 2018 – hier ein Symbolfoto – weist deutlich höhere Einnahmen als geplant aus. ©Ulrich Marx

Sehr gut lief es finanziell 2018 für Kappelrodeck. Das teilte Bürgermeister Stefan Hattenbach am Montag bei der Vorlage der Jahresrechnung im Gemeinderat mit. Für 2019 sieht es hingegen nicht ganz so gut aus.
 

»Es lief im Jahr 2018 aufgrund vieler positiver Erträge sehr gut. Die mit kaufmännischer Vorsicht, aber auch mit Mut, Zuversicht und Ansporn in den Ansätzen gelegte Latte wurde nicht gerissen, sondern sehr gut gemeistert«, zog Bürgermeister Stefan Hattenbach als Bilanz für das Haushaltsjahr 2018. Ein auf 17,5 Millionen Euro gestiegener Jahresumsatz zeige, dass sehr viel gesteuert und bewegt worden sei, so der Schultes bei der Vorlage der Jahreszahlen mit Rechnungsamtsleiterin Margareta Timbur. 

Mit den Eigenbetrieben, den geschäftsgeführten Verbänden AZV und GVV sowie Gesellschaften und Beteiligungen liege der Jahresumsatz sogar bei über 20 Millionen Euro. Als Grund für das sehr gute Jahr führte Hattenbach die um 900 000 Euro höheren Gewerbesteuereinnahmen, das 116 000-Euro-Plus bei den Schlüsselzuweisungen, 154 000 Euro mehr Umlage und geringere Personalausgaben an. 

Der Verwaltungshaushalt schloss rund 1,5 Millionen Euro besser ab als geplant und es wurden statt 566 000 Euro über zwei Millionen Euro in den Vermögenshaushalt überführt. »Zusammen mit der deutlich höheren Zuführung an den Vermögenshaushalt und unter Berücksichtigung der Haushaltsreste ergibt sich, dass wir statt 359 000 Euro aus der Rücklage zu entnehmen, 1,5 Millionen Euro der Rücklage zuführen konnten.« Zum Jahresende 2018 betrage die Rücklage rund 4,8 Millionen Euro.

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Hohe Ausgaben im Blick 

Einen Grund zum Übermütigwerden sah Hattenbach nicht, weil sich die hohen Einnahmen per Phasenverschiebung des Finanzausgleichsgesetzes 2020 wieder in der Gemeindekasse niederschlagen und weil mit der Modernisierung von Pfarrberghalle und Rathaus hohe Ausgaben zu tätigen seien. Bei 2,6 Millionen Euro Schulden im Kernhaushalt heißt es: Aufgaben und Ausgaben auf den Prüfstand stellen, keinesfalls erweitern.«

Der Blick auf 2019 zeigte beim Einkommenssteueranteil, bei Gewerbesteuer und Schlüsselzuweisungen weniger Einnahmen als geplant und eine negative Zuführungsrate an den Vermögenshaushalt von 700 000 Euro. Hattenbach betonte jedoch, dass bis zum Jahresabschluss noch große Schwankungen möglich seien. 

Die Entnahme aus der Rücklage ist mit 2,330 Millionen Euro angesetzt. »Die Finanzen sind rückläufig«, lautete das Fazit, aber der Haushaltsausgleich sei aufgrund des sehr guten Ergebnisses 2018 gegenwärtig gesichert. Die Gemeinde habe keine Verpflichtungen aus Kassenkrediten. 

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