Wechsel nach Renchen

Kappelrodeck verabschiedet Pfarrer Moll

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 3 Minuten
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06. Mai 2021
Pfarrer Andreas Moll verabschiedete sich am Sonntag mit einem Gottesdienst von seiner Kirchengemeinde. „Wohin wollen wir eigentlich“ hieß vor 19 Jahren, als er die Pfarrei übernahm, die Frage?

Pfarrer Andreas Moll verabschiedete sich am Sonntag mit einem Gottesdienst von seiner Kirchengemeinde. „Wohin wollen wir eigentlich“ hieß vor 19 Jahren, als er die Pfarrei übernahm, die Frage? ©Berthold Gallinat

Zum 1. Mai wechselt der evangelische Pfarrer vom Achertal nach Renchen. Am Sonntag fand die offizielle Verabschiedung in Kappelrodeck statt

Fast zwanzig Jahre war Pfarrer Andreas Moll Seelsorger für die evangelischen Christen im Achertal und in Sasbachwalden. Ab dem 1. Mai tritt er seine neue Stelle in Renchen an. Am Sonntag wurde er im Rahmen eines Gottesdiensts im Freien in Anwesenheit der Bürgermeister Stefan Hattenbach, Hans-Jürgen Decker, Reinhard Schmälzle und Sonja Schuchter verabschiedet. Für die Evangelische Landeskirche wohnte Dekan Günter Ihle aus Kehl der Feier bei.

In seiner Predigt erinnerte Pfarrer Moll an seinen Anfang im Achertal. Er habe sein Amt vor 19 Jahren zur Zeit einer Imagekampagne der Evangelischen Kirche angetreten, sie habe unter dem Motto gestanden: Wohin wollen wir eigentlich? „Heute, 19 Jahre später“, so seine Antwort, „könnte ich fragen: Wo sind wir angekommen? Doch empfinde er diese Frage als falsch, denn als Kirche und Kirchengemeinde sei man nie an einem endgültigen Ziel: „Als Kirche bleiben wir das wandernde Gottesvolk.“

Molls Aktivitäten begannen im unmittelbaren Umfeld der evangelischen Kirche Kappelrodeck mit der Pflanzung besonderer Bäume wie Luthereiche, Libanonzeder, zweier Apfelbäume. Mit der Skulptur „Flucht nach Ägypten“ von Klaus Olinek nahm er Erneuerungen an den Kirchengebäuden in Kappelrodeck und Ottenhöfen in den Blick und dankte für die ökumenische Gastfreundschaft in der katholischen Kirche Heilige Dreifaltigkeit in Sasbachwalden.

Starkes Wirken

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Moll wirkte außerdem als Bezirkskirchenrat in der Region Kehl und in der Ortenau und war mit dem Aufbau einer Dienstgruppe im Achertal betraut. Ferner war er stellvertretender Vorsitzender des Vereins „Afrikanische-Deutsche Partnerschaft Malaika“ und organisierte Bildungsreisen in ferne Länder. Für die Region Kehl war er Beauftragter für Natur und Tourismus.

„Pfarrer Andreas Moll hat hier gute und wertvolle Arbeit geleistet,“ würdigte Günter Ihle, der Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Kehl, dessen Wirken. Ihle hob besonders Molls ökumenische Arbeit hervor. Dieser habe stets darauf geachtet, dass die kleine evangelische Gemeinde Teil des gesamten Gemeinwesens ist. Dies bestätigte Bürgermeister Hattenbach in doppelter Weise. Zum einen in seiner Laudatio, zum anderen mit dem Überreichen der Bürgerehrennadel. „Renchen darf sich auf einen tollen Pfarrer freuen, wir habe das Trostpflaster: Er bleibt in der Region.“

Anerkennende Worte der evangelischen Kirchengemeinde Achern sprach Pfarrerin Katrin Bessler Koch. Dekan Georg Schmitt von der katholischen Kirchengemeinde unterstrich das fruchtbare ökumenische Miteinander: „Es war eine schöne Zeit mit dir, wir sind ein eingespieltes Duett geworden, und es hätten sich gerne viele katholische Gemeindemitglieder persönlich von dir verabschiedet. Aber Corona lässt es nicht zu.“ Im Namen der katholischen Kirchengemeinde Sasbachwalden sprach Pastoralreferent Gerhard Brock seinen Dank aus, für die Schlossbergschule, an der Moll Religion unterrichtete, Kornelia Kern. Susanne Kasper, die Vorsitzende des evangelischen Kirchengemeinderats Kappelrodeck, schloss den Kreis der Lob- und Dankesworte sowie der Übergabe der Präsente.

Die durch Molls Weggang entstehende Vakanz wird von Pfarrer Ulrich Henze verwaltet.

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