Firma aus Haiterbach

Kartonagenfabrik Mayer seit einem Jahr in Ottersweier

Autor: 
Joachim Eiermann
Lesezeit 3 Minuten
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11. August 2018

Kartons bis unter die Decke: Thomas und Katja Mayer in ihrer neu gegründeten Niederlassung in Ottersweier. ©Joachim Eiermann

Vor etwa einem Jahr hat die Kartonagenfabrik Karl Mayer aus Haiterbach im Schwarzwald (Landkreis Calw) eine Niederlassung in Ottersweier gegründet, um von hier aus ihre Kundschaft unmittelbarer beliefern zu können. Hauptabnehmer ihrer Kartons und Facheinsätze sind die beiden großen Automobilzulieferer in Bühl.
 

Die Pappe, eines der ältesten Materialien aus Holz- und Zellstoffen, hat auch im Industriezeitalter 4.0 nicht ausgedient. Im Gegenteil, Pappe ist gefragter denn je.  
Die Größenordnung des Mengenumschlags, um Kleinmotoren, Kupplungen, weitere Komponenten und andere Waren made in Mittelbaden (darunter auch Affentaler Weine) transportsicher verstauen zu können, ist auch sprichwörtlich nicht von Pappe. Würde man die Verpackungen und Einsätze auseinanderfalten, ausbreiten und aneinanderlegen, ergäbe dies täglich eine Fläche von etwa zehn Fußballfeldern, rechnet Geschäftsführer Thomas Mayer vor.

Große Kartonwände

Je nach Auftragslage sind zehn bis 15 Mitarbeiter, Vollbeschäftigte, Teilzeitkräfte und Aushilfen, am neuen Ottersweierer Firmenzweig in der Asbachstraße damit beschäftigt, die Wellpappe für deren Einsatz in der Industrie vorzubereiten. Konfektionierung heißt dieser Prozess: Große, kompakte Kartonwände werden auf Holzpalettenböden getuckert und – je nach späterem Transportgut – mit individuell vorgefertigten Facheinsätzen für eine reibungslose Logistikkette bestückt. Zum Schluss kommt der Deckel drauf.

Die vollautomatische, computergesteuerte Vorbearbeitung der umweltfreundlichen und recycelbaren Wellpappe – also das millimetergenaue Zuschneiden, Stanzen, Rillen und Falzen – ist das originäre Geschäft des Familienbetriebs und findet nach wie vor am Stammsitz im Schwäbischen statt. An eine Verlagerung der Produktion sei auch vor dem Hintergrund der logistischen Expansion ins Badische nicht gedacht, erklärt die Firmenchefin Katja Mayer.
Etwa 70 Kilometer Entfernung beziehungsweise 80 Fahrtminuten liegen beide Firmenstandorte auseinander. »Unsere Kunden schätzen es sehr, dass wir nun in Ottersweier eine Niederlassung haben«, erläutert Katja Mayer. Die räumliche Nähe berge für die zumeist langjährigen Partner nur Vorteile. »Der Außendienstmitarbeiter ist jetzt um die Ecke.«

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Mayer Kartonagen, seit 1958 am Markt, hat sich auf die ganze Bandbreite von Standardverpackungen wie auch Sonderanfertigungen spezialisiert – »von Scheckkartengröße bis zum Schiffsmotor«, wie Thomas Meyer sagt. Das Verhältnis zwischen Katalogware und kundenspezifischen Speziallösungen beschreibt Katja Mayer mit etwa fifty-fifty.

Der Boom im Onlinehandel und das daraus resultierende Erfordernis effizienter, transportsicherer Versandkartons spielt den Verpackungs-Spezialisten aus der 5800-Seelen-Kleinstadt Haiterbach ebenso in die Karten wie die gute Auftragslage in der Automobilindustrie.

Bis vor etwa einem Jahr hatte sich Mayer noch mit einer einfachen Lagerhalle in der Industriestraße in Bühl gegenüber der LuK beholfen. Mit dem Umzug ins Gewerbegebiet Ottersweier und der Verlagerung der Konfektionierung stieg die Mayer-Gesamtbelegschaft auf nunmehr über 90 Personen an.

Die Kapazität von nur einem Gebäude erwies sich bald als zu knapp. Im Frühjahr hat Thomas Mayer noch eine zweite Halle in der Nachbarschaft angemietet, um die gestiegene Nachfrage nach Kartonagen bedienen zu können.

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