Im Oktober läuft Projekt Arche an

Katholische Kirche Achern stellt Not-Wohnungen bereit

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red/hei
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06. Juli 2018

Wollen mit der Acherner Arche Menschen in Wohnungsnot aus schwierigen Lebenslagen heraushelfen (von links): Oliver und Monika Bäuerle, Michaela Gabriel, Pfarrer Joachim Giesler und Carmelo Scalisi vom Caritasverband Acher-Renchtal. ©Arche Achern

Menschen in akuter Wohnungsnot mit einer vorübergehenden Unterkunft zu helfen, diese Idee hatte die katholische Kirchengemeinde Achern. Ein sozial eingestellter Vermieter macht die Umsetzung möglich. Ab Oktober können nun Menschen in schwierigen Lebenssituationen einen Platz in der Acherner Arche bekommen. 

Wie die Acherner Kirchengemeinde mitteilt, ist ihre Idee einer Unterkunft für Menschen in Not bei Nachbarn, möglichen Helfern und der Stadtverwaltung gut angekommen. Die Nachbarn des Hauses in der Acherner Kernstadt wurden zuerst informiert. Sie reagierten neugierig und offen, heißt es.

Nötig und richtig

Nach dem Rundgang durch das Wohnhaus boten einige ihre Hilfe durch Sachspenden an. Eine Frau, die vor vielen Jahren aus Russland nach Achern gekommen war, beklagte den großen Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Es sei nötig und richtig, denen zu helfen, die wegen geringen Einkommens oder schwieriger Lebensumstände kaum Chancen auf dem Wohnungsmarkt hätten.

Die drei Wohnungen, die die Kirchengemeinde langfristig anmietet, bieten laut Mitteilung Platz für eine Familie und sechs Einzelpersonen in zwei Wohngemeinschaften. Sie werden mit gespendeten Küchenzeilen, Waschmaschinen und Trocknern ausgestattet und bei Bedarf möbliert. Die Bewohner können auch eigene Möbel mitbringen.

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Lagermöglichkeit gesucht

Das Arche-Team der Kirchengemeinde, bisher bestehend aus Oliver und Monika Bäuerle sowie Michaela Gabriel aus Oberachern, sucht noch Möglichkeiten, Hab und Gut von Menschen in Not kostengünstig und stadtnah einlagern zu können.
Beim Transport von Möbeln zu helfen, das bot ein weiterer Oberacherner an, der zum Informationsabend der Kirchengemeinde für das Arche-Wohnprojekt gekommen war. 15 Interessierte ließen sich von den Ideengebern, von Pfarrer Joachim Giesler und Carmelo Scalisi vom Caritasverband Acher-Renchtal informieren. Einige signalisierten, dass sie sich eine ehrenamtliche Mitarbeit vorstellen können. 

Stadt sieht es positiv

Positiv sieht auch die Stadt das neue Angebot. Die Projektgruppe informierte OB Klaus Muttach und Hans Heizmann vom Fachgebiet Sicherheit und Ordnung. »Das Haus wird keine Obdachlosenunterkunft«, betonte Oliver Bäuerle vom Arche-Team. Dennoch könnte es Menschen weiterbringen, die Arbeit und Einkommen haben, aber mit der Wohnadresse »Obdachlosenunterkunft« keine Chance auf ein neues Mietverhältnis bekommen. 

Sozialarbeit durch die Caritas und Begleitung durch ehrenamtlich Helfer gehören fest zum Konzept der Arche. Deshalb könnte auch die eine oder andere Einweisung in die städtische Notunterkunft vermieden werden, wenn ein Mensch bereit sei, Unterstützung anzunehmen, so die Hoffnung der Projektverantwortlichen.

Info

Kontakt

Für Interessierte und Anfragen aller Art hat die katholische Kirchengemeinde die Mailadresse arche@kath-achern.de eingerichtet. Spenden für die Möblierung der Räume sind willkommen. Dafür gibt es ein Konto der katholischen Kirchengemeinde mit der IBAN DE27 6649 0000 0063 2075 00, Stichwort Arche.

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