Hund als Hauptdarsteller im Stück »Mein Freund Charlie«

Kinder springen bei Aufführung in Mösbach vor Freude auf

Autor: 
Regina de Rossi
Lesezeit 3 Minuten
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09. November 2017
Mitmachtheater im wahrsten Sinne: Die Kinder durften Hund Charlie am Schluss des Theaterstücks in Mösbach hautnah erleben.

Mitmachtheater im wahrsten Sinne: Die Kinder durften Hund Charlie am Schluss des Theaterstücks in Mösbach hautnah erleben. ©Regina de Rossi

Ach, hätte sie doch wenigstens einen Hund, die kleine Kim. Dann wäre sie nicht so allein. Der Papa hat keine Zeit und die Mama ist nicht da. »Meine Eltern haben sich gescheidet«, sagt sie im kindlichen Jargon und die Kleinen, die zu ihr hochschauen, gucken ganz traurig. Das kann Theater. Fantasie und Mitgefühl wecken, mitnehmen in eine Anderswelt, allein um festzustellen, wie viel dies mit dem eigenen Leben zu tun hat.

In Mösbach in der Dreikirschenhalle war am Dienstag das Theater Sturmvogel zu Gast. Mitgebracht hatten die beiden Protagonisten Sandra Jankowski und Frank Klaffke einen echten Retrievermix. Charlie, ein Straßenhund aus der Türkei. Einen, den niemand haben wollte. Als man sah, wie gut er mit Kindern kann, durfte er auch mitspielen. Schließlich steht Sturmvogel für »interaktives Mitmachtheater«.

Papa denkt nur an Arbeit

Doch bevor Charlie seinen echten Auftritt hatte, musste Kim noch durch so manchen Kummer hindurch. Allein, denn der Vater läuft nur mit Laptop und Handy umher, hört seiner Tochter nicht zu und verspricht, was er nicht halten kann. »Papa hat immer nur Arbeit im Kopf«, klagt sie. »Euer auch?«, fragt sie ihre kleinen Besucher. »Nein«, ruft es im Chor, aber dann meldet sich doch noch eine Jungenstimme: »Meiner auch.«

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Aber Kim hat eine Lösung parat für schwierige Zeiten. Probleme hat sie mit der neuen Schule, in der sie gemobbt wird, mit der Lehrerin, die viel zu streng ist, und mit dem Freund, der einfach nicht da ist. 

Die Kinder geben alles

»Was macht eigentlich ein Freund?«, fragt sie die Kinder: »Spielen. Sich verkrachen und wieder vertragen. Und helfen, wenn einem jemand weh getan hat.« Die Kinder geben alles. Und sie helfen gerne mit bei der Lösung, denn die geht mit viel Fantasie einher. Davon haben Kinder ja bekanntlich genug und schwupps träumen sie sich weg mit der kleinen Kim. »Immer, wenn ich traurig bin, stelle ich mir vor, in einem großen, grünen Wald zu stehen. Einmal prusten, dreimal auf den Kopf klopfen«, gibt sie vor,  »und dann die Blätter rauschen hören, die Vögel, die Wölfe heulen lassen«. Die Kinder machen begeistert mit, auch dann, als Kim sich in ihrer Fantasie einen Hund vorstellt, einen allerbesten Freund. Im Tierheim bekommt sie ihn nicht, nur eine Hundeleine, aber sie hat ja ihre Fantasie. 

Wunderbar gelingt es Sandra Jankowski und Frank Klaffke, eine Geschichte zu erzählen, in der sich jeder wiederfindet. Und sie haben gebrauchsfertige Lösungen parat. Dass man zudem an Wünschen festhalten kann und sie nicht aus den Augen verlieren darf, das zeigte Charlie persönlich, als er in voller Hundegröße lebendig auf die Bühne trat. Manche Kinder freute das so sehr mit der kleinen Kim, dass sie gar auf ihre Stühle sprangen – herrlich! 

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