Gute Zahlen vorgelegt

Kirchliche Sozialstation bleibt in Martinstraße in Achern

Autor: 
Michael Karle
Lesezeit 3 Minuten
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15. Juni 2018
Die Sozialstation wird das Haus in der Martinstraße 56 auf erbbaurechtlicher Basis übernehmen.

Die Sozialstation wird das Haus in der Martinstraße 56 auf erbbaurechtlicher Basis übernehmen. ©Michael Karle

Gute Wirtschaftszahlen, herausfordernde Arbeitsbedingungen für ein gut aufgestelltes Mitarbeiterteam, Vertrauen in die Führung und die Beantwortung der Standortfrage: All das brachte die Mitgliederversammlung der Kirchlichen Sozialstation Achern.

»Wir können mit dem Ergebnis zufrieden sein«, erläuterte Josef Schell, Vorsitzender der Sozialstation Achern: »Auch wenn unter dem Strich ein Minus steht, haben wir positive Zahlen.« So wies Schell darauf hin, dass 2017 die »Caritas Plus-Leistungen«, die nicht über Kranken- oder Pflegekassen abgedeckt sind, mit 65 000 Euro zu Buche stehen. »Dieses Geld ist hervorragend investiert. Wir können dadurch Menschen erreichen, die von einem privaten Dienst nicht versorgt werden können und auch besondere Dienstleistungen für die Seele in unser Angebot integrieren.«

Dank hatte der Vorsitzende besonders für die Mitarbeitenden. Pflegedienstleiter Klaus Eberle verdeutlichte die Herausforderungen, denen sich die Kolleginnen durch besondere persönliche und familiäre Situationen stellen: »Wir müssen oft sehr flexibel sein, um den Menschen im Alltag tagtäglich und in immer wieder besonderen Situationen in den Mittelpunkt zu stellen.«

Als neue Geschäftsführerin hatte Claudia Walter zum ersten Mal einen Bericht vorzutragen. »Wir haben viel getan und viel zu tun. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in diesem großartigen Team«, sagte die aus einem Offenburger Unternehmen kommende Betriebswirtin. Abgewartet müsse noch werden, wie die geförderten Betreuungsgruppen und der Familienpflegedienst fortgeführt werden können. Trotz Fachkräftemangel seien die Ausbildungsmöglichkeiten bei der Sozialstation angefragt.

Schwarze Null

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Das Wirtschaftsergebnis 2017 wies Erträge von knapp 4 Millionen Euro und Ausgaben in ähnlicher Höhe aus. Außergewöhnlichen Aufwand hatte man zuletzt infolge einer Umstellung bei der Kirchlichen Zusatzversorgungskasse. »Es soll und wird in diesem Jahr voraussichtlich wieder mehr als eine schwarze Null werden«, meinte Josef Schell. Gute Stimmung auch bei den Neuwahlen: Begrenzte Josef Schell sein Engagement als Vorsitzender auf die Dauer eines weiteren Jahres, so wurde er ebenso einstimmig gewählt wie Pfarrer Andreas Moll, Claudia Hodapp und Karl Römer. Erstmals gewählt wurde Schwester Rita. Sie ist im Kloster Erlenbad ansässige Franziskanerin und Seelsorgerin im Krankenhaus Achern. 

Gerhard Brock, seit zwölf Jahren Mitglied im Vorstand, wurde mit einem kleinen Geschenk verabschiedet. Der Pastoralreferent aus Sasbachwalden sprach zum Abschied kritische Worte zur aktuellen Debatte um die Möglichkeiten der Öffnung der Eucharistie für nichtkatholische Ehepartner und zur Frage der Zulassung von Frauen zum Priesteramt: »Gerade hier bei der Sozialstation wird deutlich, wie wir als Kirche vom Einsatz von Frauen leben.«

GmbH dann 2019

Christian Hoferer erklärte, wie kompliziert die angestrebte Veränderung der Rechtsform hin zu einer gemeinnützigen GmbH ist. »Im Lauf des nächsten Jahres dürften wir soweit sein.« Josef Schell informierte auch, dass man sich mit der Kirchengemeinde Achern geeinigt habe, das Anwesen Martinstraße 56, wo man nun seit vielen Jahren gut untergebracht sei, auf erbbaurechtlicher Basis zu übernehmen. »Wir sind froh, dass wir das so machen können.«

Viel Anerkennung hatte Karl Früh als Vertreter des Acherner Oberbürgermeisters. »Viele Rückmeldungen zeigen, dass hier täglich Erfolgsgeschichten der sozialen Art geschrieben werden. Wir können als Stadt sehr froh sein, dass wir diese Sozialstation haben.«

Stichwort

Sozialstation

Die kirchliche Sozialstation Achern wurde 1976 durch die Kirchengemeinden der Region gegründet. Heute betreuen 112 Mitarbeiterinnen täglich 460 Patienten. Mit 32 Fahrzeugen werden täglich 36 Touren gefahren. Wichtiges Element ist die gute Zusammenarbeit mit Gemeinden, Kirchen und Ehrenamtlichen.mk

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