Kritik vom Runden Tisch

Klinik-Aus in Oberkirch: Pläne stoßen auf Unverständnis

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19. April 2021
Das Oberkircher Krankenhaus soll zum 30. September geschlossen und in ein Gesundheitszentrum umgebaut werden.

Das Oberkircher Krankenhaus soll zum 30. September geschlossen und in ein Gesundheitszentrum umgebaut werden. ©Rüdiger Keller

Nach der Ankündigung des Kreises, das Oberkircher Klinikum zum 30. September schließen zu wollen, herrscht Katerstimmung beim Runden Tisch Krankenhaus Oberkirch. Bis zuletzt hatte die Protest-Gruppierung gegen die Schließung des Hauses gehofft, dass die Ortenau-Klinik noch weitere Jahre erhalten werden kann.

Sprecher Rainer Stier verspürte auch gestern noch „Wut im Bauch“: „Das Krankenhaus wird dicht gemacht, ohne dass ein funktionierendes Nachfolge- System etabliert ist“, wetterte Stier gegen die geplante Schließung. Dies sei aber eine klare Forderung in der Gemeinderats-Resolution und des Oberbürgermeisters gewesen. Über den Schließungstermin und die anschließenden Umbauarbeiten des Hauses in ein „Zentrum für Gesundheit Oberkirch“ wird der Ausschuss für Gesundheit und Kliniken am kommenden Donnerstag in Offenburg beraten. Am 4. Mai soll dann der Kreistag zusammenkommen, um über das endgültige Aus für das Oberkircher Krankenhaus zu entscheiden.

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„Nach der Beschlussvorlage soll am 30. September der stationäre Krankenhausbetrieb eingestellt werden und damit letztlich auch die internistische Versorgung“, erklärte Stier in einer angekündigten Stellungnahme gegenüber der Acher-Rench-Zeitung. „Die Vorschläge zum Durchgangs-Arzt, Notfallsprechstunde sind vage und eher Absichtserklärungen.“ Der Schwerpunkt des Vorschlags, der jetzt der Ausschuss für Gesundheit und Kliniken beraten werde, liege ausschließlich auf dem orthopädisch-chirurgischen Bereich. „Kein Hinweis auf eine internistische Versorgung, wie sie bisher ortsnah geleistet und bei der Umwandlung in ein Zentrum für Gesundheit Oberkirch auch gefordert wurde“, ärgert sich Stier. Der Runde Tisch befürchtet bei einer Zustimmung durch Ausschuss und Kreistag „eine eklatante Verschlechterung der medizinischen Basisversorgung im Renchtal und keine wie im Überlassungsvertrag festgelegte Weiterentwicklung“. Kurzzeitbetten beziehungsweise Pflegebetten stünden nach dem Zeitplan erst Anfang 2023 zur Verfügung.

Im Prinzip handle es sich nur um den Umzug des bisherigen Oberkircher orthopädischen Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in das bisherige Krankenhausgebäude. „Die Praxis soll nur insofern eine Erweiterung erfahren, dass einer der bisherigen Ärzte ein D-Arzt-Zulassung erhalten soll, um kleinere Bagatellverletzungen bei Betriebs- oder Schulunfällen behandeln zu dürfen“, betont Stier. An eine internistische ambulante Versorgung werde offensichtlich zu diesem Zeitpunkt nicht gedacht. Bis März 2023 soll der Krankenhaustrakt in ein Pflegeheim umgebaut werden. Weitere Praxen könnten bei entsprechender Nachfrage frühestens ab November 2022 eingerichtet werden. „Der ambulante OP-Bereich könnte durchgehend genutzt werden – nur ist die Frage von wem?“, fragt der Sprecher des Runden Tischs und unterstreicht: „Aus unserer Sicht ist das Ganze nicht durchdacht und nur dem Wunsch der Verwaltung des Ortenau-Klinikums nach schnellem Ende des Krankenhausbetriebs in Oberkirch geschuldet.“

Das Beste draus machen

Oberkirchs Oberbürgermeister Matthias Braun, der zusammen mit seinen Renchtäler Kreistagskollegen eine gemeinsame Stellungnahme ankündigte, sagte am Freitagnachmittag: „Ich bin auch nicht glücklich darüber, dass der stationäre Betrieb unseres Krankenhauses geschlossen wird.“ Er habe den Agenda-Beschluss auch nicht mitgetragen, der diese Schließung beinhaltete, nie mitgetragen. Jetzt gehe es für ihn darum, das Beste aus der Situation zu machen: „Das ist meine Aufgabe und die meiner Renchtäler Kollegen.“ Mit den Ergänzungsanträgen sei viel erreicht worden. Das gelte es jetzt auszubauen.

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