Brand im Hackschnitzelkeller

Knifflige Probe für die Feuerwehr Bad Peterstal-Griesbach

Autor: 
Jutta Schmiederer
Lesezeit 2 Minuten
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21. Oktober 2019

Das Bergen der „Verletzten“ war eine der kniffligen Aufgaben bei der Spätjahreshauptprobe. ©Jutta Schmiederer

Ein Brand im Hackschnitzelkeller der Firma Treyer Paletten in Bad Peterstal, das Produktionsgebäude darüber ist komplett verraucht, fünf Personen werden vermisst. Was im Ernstfall die Freiwillige Feuerwehr vor eine große Herausforderung stellt, war am Samstag Gegenstand der Spätjahreshauptprobe.
 

Unter Einsatzleiter Stefan Huber rückten insgesamt neun Fahrzeuge und 36 Mann aus den Abteilungen Bad Peterstal und Bad Griesbach an, unterstützt von der Drehleiter aus Oppenau und einem Mannschaftsfahrzeug aus Ibach. Jeder Trupp erhielt seine spezielle Aufgabe. Die Atemschutzträger aus Bad Peterstal rückten in das „verrauchte“ Gebäude und den Keller vor, um nach den Vermissten zu suchen. Zwischen den Maschinen und in der Nähe der Hackschnitzel fanden sie insgesamt fünf „Verletzte“, die diesmal von Angehörigen der Jugendfeuerwehr dargestellt wurden. So schnell wie möglich brachten die Helfer die Jugendlichen ins Freie.
Derweil legten die übrigen Feuerwehrleute mehrere Wasserzugänge. Sowohl der Hydrant beim Lkw-Parkplatz als auch die Wasserentnahmestelle beim Ortsbegrüßungsschild wurden angezapft. Mithilfe der Tragkraftspritze entnahm die Feuerwehr Wasser aus der Rench.
So wurde ausgetestet, woher und wie schnell ausreichend Löschwasser zur Verfügung stehen kann. „Im Ernstfall pumpen wir den Bach leer“, so Gesamtkommandant Thomas Huber. Bei der abschließenden Besprechung zeigte sich Einsatzleiter Stefan Huber sehr zufrieden mit dieser ersten Probe bei der neuen Halle.
Bedrohung der Existenz
Trotz durch Terminüberschneidung verminderter Einsatzmannschaft konnte die Halle „in die Zange“ genommen werden, also von mehreren Seiten der Löschangriff durchgeführt werden.
Dabei waren die Trupps „fast einen halben Kilometer auseinander“, da das Gelände am Übungsort sehr weitläufig ist. Bürgermeister Meinrad Baumann, der die Probe beobachtet hatte, lobte die Einsatzkräfte, vor allem die „interkommunale Zusammenarbeit“, die hervorragend funktioniere. Das sei wichtig, „damit die Bevölkerung ein sicheres Gefühl hat“.
„Ein Ernstfall wäre für uns existenzbedrohend“, betonte Geschäftsführer Dirk Hoferer die Bedeutung, die eine gut vorbereitete schlagkräftige Feuerwehr für Treyer Paletten hat. „Es ist für mich absolut nicht selbstverständlich, dass so viele Leute so viel Freizeit opfern, um sich für andere einzusetzen, das gehört noch viel mehr geschätzt“, lobte er die Einsatzkräfte. Als Dank für die Probe durften die Mannschaften „zum Umtrunk wegtreten“.

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