Rheinau/Gambsheim

Rheinau: Fachbüro übernimmt Planung für neues Rheinareal-Konzept

Josef Budai
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03. März 2024
Auf dieser Freifläche an der Staustufe Rheinau-Gambsheim soll auf französischer Seite (hinten) eine Tourismus-Info entstehen. Auf deutscher Seite (vorne) ist ebenfalls eine attraktive Aufwertung geplant. Dazu soll ein Fachbüro nun eine Konzeptplanung erstellen.

Auf dieser Freifläche an der Staustufe Rheinau-Gambsheim soll auf französischer Seite (hinten) eine Tourismus-Info entstehen. Auf deutscher Seite (vorne) ist ebenfalls eine attraktive Aufwertung geplant. Dazu soll ein Fachbüro nun eine Konzeptplanung erstellen. ©Josef Budai

Der Rheinauer Gemeinderat beauftragt ein Freiburger Planungsbüro, ein neues Nutzungskonzept für das Rheinareal aufzustellen. Dabei soll ein grenzübergreifendes Projekt entstehen und der vorhandene Artenreichtum eine große Rolle spielen.

Neuigkeiten zur grenzüberschreitenden Entwicklung des Rheinareals Rheinau-Gambsheim hatte Bürgermeister Oliver Rastetter bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates zu verkünden. Außerdem hatte das Gremium über die Auftragsvergabe für eine Konzeptplanung zu beraten.

Wie der Bürgermeister erläuterte, ist der Hintergrund für die weitere Konzeptplanung die Initiative der Partnergemeinde Gambsheim zur weiteren touristischen Entwicklung und Aufwertung des Rheinareals, zu der bereits eine Studie seitens der Gemeinde Gambsheim in Auftrag gegeben wurde. Teil des Konzeptes sind auch grenzüberschreitende Projekte wie eine neue Tourismusinformation auf französischer Seite und ein „Freundschaftsforum“ auf deutscher Seite.

Keine Halle

Wie der Bürgermeister weiter ausführte, hat sich bei Vorgesprächen mit dem Regierungspräsidium gezeigt, dass dieses „Forum“ als überdachte Halle für Veranstaltungen in diesem Naturschutz sensiblen Bereich nicht genehmigungsfähig ist. Stattdessen soll sich eine neue Konzeption stärker am vorhandenen Artenreichtum orientieren und auch Familien ansprechen.

Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass ein gemeinsamer Antrag auf Fördergelder aus dem Interreg-Programm der EU gestellt werden soll, wobei eine Fördersumme von 60 Prozent möglich wäre. Daher soll nun ein Fachbüro aus Freiburg beauftragt werden, um attraktive umsetzbare Ideen zur Nutzung des Areals zu erarbeiten, wobei ein Betrag von rund 20.000 Euro Planungskosten anfallen werden, so Oliver Rastetter. 

„In meiner Fraktion ist die Meinung dazu eher uneinheitlich, doch ich persönlich spreche mich dafür aus“, beschrieb Klaus Kiefer (SPD/FW) die Situation in der Fraktion zur Entwicklung des Rheinareals.

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Frank Schadt (CDU/FWG/FDP) favorisierte zunächst eine Prüfung durch die Haushaltsstrukturkommission, was finanziell umgesetzt werden soll. Stefan Seifried (IG Handel) bewertete die Beauftragung des Fachbüros positiv und gab zu bedenken, dass Gambsheim sonst einen Alleingang wegen der Fördergelder starten müsste.

Auch Reinhold Schmidt (CDU/FWG/FDP) und Horst Siehl (fraktionslos) begrüßten das Konzept, wobei Siehl zusätzlich Überlegungen zur Änderung der bisherigen Bezeichnung „Passage 309“ anregte.

Am Ende stimmte das Rheinauer Gremium mehrheitlich (14 Ja-Stimmen / 7 Enthaltungen) der Konzeptplanung (Kosten rund 20.200  Euro) durch ein Fachbüro zu.

Der Bürgermeister informierte über die laufenden Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag der Staustufe Rheinau Gambsheim und das fünfjährige Jubiläum der Jumelage vom 19.-22. September.

Neben diversen Feierlichkeiten soll auch eine Genussradtour organisiert werden, informierte Oliver Rastetter. Um die Städtepartnerschaft weiter in den Fokus zu rücken, hat die Gemeinde Gambsheim bereits Hinweisschilder für die Ortseingänge in Auftrag gegeben. Die Stadt Rheinau wird daher parallel dazu  ebenfalls entsprechende Schilder in Auftrag geben, so die abschließende Info.

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