Mitwirkende formierten sich online

Konzert mit meisterlichem Dirigent in Sasbach

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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20. März 2019

Zwei gebürtige Bühler standen im besonderen Blickpunkt des famosen und berauschenden Konzertes des Altsasbacher-Orchesters. Dies waren Dirigent Johannes Braun und Solist Jonas Huck, das Bild zeigt sie bei Böhmes Trompetenkonzert. ©Roland Spether

400 Besucher genossen am Samstag ein besonderes Konzert in der Heimschule Lender. Dort hatten sich 60 Altsasbacher zu einem Orchester zusammengeschlossen, dessen Mitwirkende fast nur alleine geprobt hatten.

»Ich darf die Fanfare zu Beginn des vierten Satzes spielen, hier von der Empore aus«. Die Freude über seinen solistischen Auftritt war dem talentierten Trompetenspieler Stephan Haag (13) ins Gesicht geschrieben, denn immerhin spielte er einen kleinen, aber wichtigen Part bei der herrlichen Dvorak-Sinfonie des Altsasbacher-Orchesters in der Heimkirche vor 400 Besuchern. Er war der fabelhaft klingende Beleg für das, was das Orchester der Ehemaligen ganz im Sinne des Schulgründers Franz Xaver Lender sein will: Eine Verbindung zwischen Jung- und Altsasbach im Zeichen musikalischer Kunst. 
»Wir möchten Ihnen einen schönes, vielleicht auch ein berauschendes Konzert schenken«, so Dirigent Johannes Braun. Der erste Kapellmeister am Landestheater Coburg und »Maestro von Morgen« (Künstlerliste 2018/19) versprach nicht zu viel, denn was die Ehemaligen und Solist Jonas Huck (Trompete) mit dem Trompetenkonzert op. 18 von Oskar Böhme nach der Begrüßung durch Schulleiter Lutz Großmann und Adrian Keller von den Altsasbachern präsentierten, reihte sich nahtlos ein in die glänzenden Konzerte seit 2011.
Bestechend war das sehr hohe Niveau des Sinfonieorchesters, und ganz gleich, ob Profis oder Hobbymusiker mitspielten, das Prädikat »Musik-Gymnasium Lender« klang in vielfältigen Variationen vom Dirigenten über die Musiker bis zu den Organisatoren Isabel Schwörer, Nathalie Spath, Daniel Bollinger, Matthias Keller und Leopold Helmholz mit.
Jeder probte für sich
Im Teamwork wurden vor einem Jahr die Werke ausgewählt, die 200 Altsasbacher in den Orchester-Dateien wurden eingeladen und 60 formierten sich dann online und mit finanzieller Hilfe der Vereinigung der Altsasbacher zu einem Orchester. Jeder probte für sich und kurz vor dem Konzert trafen sich alle zu einem Probenwochenende. Herausragend war das meisterliche Dirigat des gebürtigen Bühlers Johannes Braun, den die Fachwelt in Coburg als einen aufstrebenden Dirigenten feiert und der nun in Sasbach mit hoher Präsenz am Dirigentenpult gleichermaßen feinfühlig wie temperamentvoll das bestens disponierte Orchester leitete.
Famos wurden die typischen Klangfarben der Werke wie die Ouvertüre zur Oper »Fürst Igor« herausgearbeitet, auch die vielen feinen, solistischen Sequenzen belegten das exzellente Können der Musiker im Orchester.
Dazu gehörte mit Jonas Huck ein weiterer Bühler, der eine professionelle Karriere einschlug, aktuell bei der Staatsphilharmonie Nürnberg spielt und in der Heimkirche ein traumhaft schönes Konzert mit einem melodisch herrlichen Werk bot.
Das saubere, feine und virtuose Spiel mit seinem Kornett war ein Genuss, den Konzertbesucher hierzulande nicht oft erleben können und den Jonas Huck in der Originalfassung von 1903 präsentierte.
Ein Glanzlicht
Ein weiteres Glanzlicht des Konzertes war die Sinfonie Nr. 8, op. 88, von Antonin Dvorak. Diese gehört zur populärsten des Komponisten und ist bestens geeignet, ein Orchester wie das der Altsasbacher glänzend in Szene zu setzen und den Zuhörern ein berauschendes Geschenk zu machen. 

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