Deutlich mehr medizinische Angebote

Kreisräte der Region wünschen zügig neue Klinik-Strukturen

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red/hei
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22. Januar 2020

Der Ärztliche Direktor Rüdiger Feik (in Weiß) führte die Fraktionsvorsitzenden, Krankenhaussprecher und weitere Kreisräte der Region von CDU, Freien Wählern, Bündnis 90/Die Grünen, SPD und AfD durch die Notaufnahme am Krankenhaus Achern. ©Stadt Achern

Kommunalpolitiker tauschten sich mit der Geschäftsführung des Ortenau Klinikums und der Leitung des Ortenau Klinikums Achern-Oberkirch aus und nahmen die Notaufnahme in Augenschein. Es ging ums Geld, um den Neubau und um Kinderärzte.

Bei dem großen Gedankenaustausch zur Agenda 2030 thematisierte OB Klaus Muttach auch, wie die Agenda 2030 und vor allem auch die Krankenhäuser bis zur Umsetzung der Agenda-Maßnahmen finanziert werden. Muttach führte aus, wie es in einer Pressemitteilung aus dem Acherner Rathaus heißt, dass Ortenaukreis und Eigenbetrieb Ortenau Klinikum den Eigenanteil von etwa 500 Mio. Euro gut finanzieren könnten.

Das Klinikum werde ausweislich der vorliegenden Gutachten in der neuen Struktur eine ausreichende finanzielle Leistungsfähigkeit erreichen, um den hälftigen Eigenanteil zu finanzieren. Und für den Ortenaukreis würde laut Muttach eine Finanzierung der zweiten 250 Mio. Euro selbst über ein Darlehen für die Dauer der durchschnittlichen Abschreibungszeit nur zu einer jährlichen Belastung von etwa 10 Mio. Euro führen. Dieser Betrag werde jetzt schon seit 2019 ohne Erhöhung der Kreisumlage bereitgestellt.

Defizite begrenzen 

Einig waren sich die Gesprächsteilnehmer laut Info, dass es aber eine erhebliche Herausforderung bedeute, die auflaufenden Betriebsdefizite in den aktuellen Strukturen zu begrenzen, ohne dass die Kommunen über die Kreisumlage überfordert werden.

Personalratsvorsitzende Franziska Müller appellierte an die Kreisräte, getroffene Entscheidungen nicht ständig in Frage zu stellen, heißt es weiter. Die Mitarbeiter bräuchten Sicherheit, Wertschätzung und keine Verunsicherung. Die Agenda 2030 müsse zügig umgesetzt werden.

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Der Ärztliche Direktor des Klinikums Achern/Oberkirch, Rüdiger Feik, erläuterte die medizinischen Vorteile für die Patientenversorgung durch den Neubau des Krankenhauses in Achern. Medizinische Angebote könnten „deutlich verstärkt werden“, wie es heißt, insbesondere bei den planbaren Eingriffen. 

Oberkirch entwickeln

Nach aktuellem Stand wird laut Geschäftsführer Christian Keller die künftige Klinik über rund 240 Betten verfügen. Mit der Klinikleitung Achern-Oberkirch warb er dafür, wie es weiter heißt, die Weiterentwicklung für das Krankenhaus Oberkirch voranzutreiben. Die Planungen dazu seien in vollem Gange. Aktuell werde dort die Patientenversorgung auf eine Station konzentriert.

Auf Nachfrage von Kreisräten erläuterte Muttach den Stand zum neuen Klinikstandort an der Berliner Straße. Zum Bau der Nordtangente als Verlängerung der Infrastrukturstraße bis zur Sasbacher Straße (bei Bedarf bis zur Heimschule Lender) hätten die Rathauschefs von Achern und Sasbach sowie Kreisdezernent Michael Loritz Gespräche mit dem Regierungspräsidium geführt und sehr positive Rückmeldungen erhalten, heißt es. Sasbacher Wohn- und Gewerbegebiete könnten auch an die Tangente angebunden werden. Als Baubeginn wurde 2024 für realistisch erachtet. Die Straße werde rechtzeitig fertig, sagte Muttach. 

Feik berichtete über die Integration des hausärztlichen Notdienstes in die Notaufnahme im Krankenhaus Achern. 2020 soll durch vier weitere Betten in der Notaufnahme das Angebot für Notfallpatienten ausgebaut werden. Die Erweiterung der Geburtshilfe in Achern sei ebenfalls abgeschlossen und der Bau eines Sektio-OP in Vorbereitung. 

Stichwort

U2-Versorgung

Auch wenn die U2-Untersuchung durch Kinderärzte im Krankenhaus nicht verpflichtend sei, waren sich laut Presseinfo alle Kreisräte mit der Klinikleitung einig, dass dies in Achern angestrebt werden müsse.

Aktuell gebe es in Achern und Oberkirch zehn Kinderarztsitze. Wenn jeder Kinderarzt abwechselnd im Rhythmus von zwei Wochen zur Untersuchung eines Neugeborenen ins Krankenhaus käme, wäre der zeitliche Aufwand selbst für die Fahrt von Oberkirch bei nur 15 Minuten im Wochendurchschnitt, heißt es.

Es wäre wünschenswert, wenn diese Leistung von allen Kinderärzten aus Achern und Oberkirch in Solidarität geleistet würde, so mehrere Gesprächsteilnehmer. Eine Blockadehaltung auf dem Rücken der Neugeborenen und deren Mütter sollte es nicht geben.

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