Gemeinderat

Lauf ist an der Belastungsgrenze

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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25. November 2021
Die Gemeindeverwaltung im Laufer Rathaus ist an ihrer Leistungsgrenze. Nur mit zusätzlichen Stellen seien die vielen Aufgaben künftig noch zu schaffen, sagt der Bürgermeister Oliver Rastetter.

Die Gemeindeverwaltung im Laufer Rathaus ist an ihrer Leistungsgrenze. Nur mit zusätzlichen Stellen seien die vielen Aufgaben künftig noch zu schaffen, sagt der Bürgermeister Oliver Rastetter. ©Michaela Gabriel

Die Laufer Gemeindeverwaltung darf eineinhalb neue Stellen schaffen, um ihre Aufgaben zu bewältigen. Bürgermeister Oliver Rastetter hatte zuvor um zwei neue Mitarbeiter gebeten.

Eigentlich sollte der Laufer Gemeinderat die Ergebnisse aus den Projektgruppen der Bürgerbeteiligung hören. Doch viele zusätzliche Bürger zu versammeln, war den Verantwortlichen zu riskant. Bürgermeister Oliver Rastetter setzte den Punkt von der Tagesordnung ab: „Die Pandemie hat auch in Lauf an Dynamik gewonnen.” Wegen des großen Infektionsgeschehens werde die Gemeinde zum zweiten Mal in Folge im Januar keinen Neujahrsempfang organisieren.

Corona und zusätzliche Pflichtaufgaben für Kommunen fordern die Gemeindeverwaltung enorm, berichtete der Rathauschef weiter. Über seinen Vorschlag, zwei neue Stellen im Rathaus zu schaffen, wurde heftig diskutiert. Aktuell müssten im Rathaus zwei Mitarbeiter die Aufgaben des Gesundheitsamts in Sachen Corona übernehmen, so Rastetter. Wenn zusätzlich jemand ausfalle, könne man die Aufgaben nicht mehr bewältigen.

Er brauche deshalb dringend eine Verstärkung des Teams. So schnell wie möglich wolle man eine Projektstelle besetzen, möglichst mit einem Absolventen der Hochschule für öffentliche Verwaltung. Außerdem sei die Besetzung einer Teilzeitstelle für die Umsetzung der neuen Pflichtaufgabe „Kommunales Energiemanagement” nötig. Die Mehrausgaben für Personal, die sich daraus ergäben, lägen wegen der Aussicht auf Zuschüsse bei 35 000 Euro pro Jahr.
Kurz vor den Haushaltsberatungen und ohne Vorschläge zur Gegenfinanzierung der Mehrkosten könne er nicht zustimmen, signalisierte Günter Fartaczek (CDU) seinen Unmut.

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Eventuell werde man dadurch zur Erhöhung von Gebühren gezwungen. Es sei unglücklich, diesen Vorschlag am Jahresende zu bringen, bestätigte Ulrike Heib (CDU). Wenn viele Aufgaben anstünden, müsse die Verwaltung effizienter werden. Doch der Bürgermeister bestand darauf: „Wir brauchen mehr Personal. Sonst bricht uns das Ganze hier zusammen!”
„Wir müssen die Menschen sehen, die hier Hilfe brauchen und das ermöglichen, meinte Sarah Lack (Laufer Mitte). Ihre Fraktionskollegin Pia Haas-Unmüßig, die selbst in einer Behörde arbeitet, zeigte ebenfalls Verständnis: Stellen müssten rechtzeitig besetzt werden und alle Behörden seien bei der Digitalisierung stark gefordert.

Wenn die Mitarbeiter am Anschlag seien und es brenne, dann müsse man handeln, pflichtete Daniel Kist von den Freien Bürgern Lauf (FBL) bei. Benedikt Schmieder (CDU) lenkte ebenfalls ein. Er könne zustimmen, wenn der Gemeinderat künftig zweimal pro Jahr über Personalstellen und die Auslastung der Mitarbeiter informiert werde. Fartaczek forderte zusätzlich, dass die neue Stelle mit dem Vermerk „kann wegfallen” versehen werden müsse. Wenn 2025 ein Mitarbeiter der Verwaltung pensioniert werde, sollte diese Stelle nicht mehr neu besetzt werden.

Die Entscheidung für eineinhalb zusätzliche Stellen fiel daraufhin einstimmig. Für die halbe Stelle will die Gemeinde einen Förderantrag beim Bund stellen, weil damit die neuen Pflichtaufgaben beim kommunalen Energiemanagement abgedeckt werden sollen.

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