Neue Förderperiode

Leader bleibt Erfolgsmodell in der Ortenau

Autor: 
red/rüd
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16. Januar 2021

Gemeinsam mit Leader-Geschäftsstellenleiter Ulrich Döbereiner (rechts) übergab Klaus Schmiederer (links), Vorstandsmitglied des Vereins für Regionalentwickung Ortenau, bereits 2018 die Leader-Plakette an Firmeninhaber Bernhard Huber für die Einrichtung eines Hackschnitzellager in Ramsbach. ©Leader-Region Ortenau

Neue Förderperiode für den Zeitraum 2021 bis 2027: Region Ortenau bewirbt sich erneut um Fördergelder der EU. In den vergangenen Jahren wurden 18,3 Millionen Euro ausgeschüttet.

Die Leader-Regionen Mittlerer Schwarzwald und Ortenau sind zwei von 18 Regionen in Baden-Württemberg, von 321 in Deutschland und von rund 2600 Regionen in ganz Europa, die für den Zeitraum von 2014 bis 2020 für innovative, regionale Projekte Fördermittel aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) erhalten. 44 Kommunen im Ortenaukreis und im Landkreis Rottweil profitieren von dem europäischen Programm. Die Europäische Union unterstützt seit 1991 Projekte im Ländlichen Raum. 

Die Entscheidung über die Verteilung der Fördermittel wird dabei nicht in Brüssel getroffen, sondern von regionalen Akteuren. Diese Entwicklungsstrategie zeichnet Leader aus und ist ein zentrales Element der bürgerschaftlich geprägten Regionalentwicklung. „Mit den Gemeinderatsbeschlüssen zu einer Teilnahme am Leader-Programm haben die Kommunen auch Vereinen, Kirchengemeinden, Landwirten, Privatleuten und kleinen mittelständischen Unternehmen die Chance auf Fördermittel eröffnet. Die Oberbürgermeister, Bürgermeister:innen und Ortsvorsteher:innen haben gemeinsam mit den Gemeinderäten damit einen kraftvollen Impuls für eine integrative Regionalentwicklung gesetzt“, erklärt Henry Heller, Erster Vorsitzender der Leader-Region Mittlerer Schwarzwald. „Eine erfolgreiche Leader-Region zeichne sich dadurch aus, dass Leader als Gemeinschaftsaufgabe  von allen regionalen Akteuren betrachtet werde. Die Kommunalvertreter hätten eine wichtige Multiplikator- und Motivationsfunktion in ihren Kommunen, vor allem auch für private Projektträger“, ergänzt Ulrich Döbereiner, Regionalmanager der Leader-Region Ortenau. Die bisher realisierten Projekte zeigten, wie erfolgreich das europäische Förderprogramm bereits in die Regionen getragen wurde. Dorfläden mit Café in Welschensteinach und Schuttertal-Schweighausen sowie der Neubau einer Rettungswache in Renchen und der Erwerb einer Gewerbefläche zur Unterbringung einer Hausarztpraxis in Ortenberg leisten einen Beitrag zur Grundversorgung. Um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu fördern, wurden verschiedene Mehrgenerationen- und Abenteuerspielplätze in Appenweier-Urloffen, Oberkirch-Zusenhofen und Hornberg gebaut sowie Orte der Begegnung und der Bildung in der Kapelle Allerheiligen in Oppenau, im Hermann-Schilli-Haus im Freilichtmuseum Vogtsbauernhof oder mit dem Kornspeicher auf dem Moosenmättle in Wolfach geschaffen. 

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Unternehmensförderung

Kleine mittelständische Unternehmen erhielten Fördermittel für den Bau eines Holzund Biomasseenergielagers in Oppenau-Ramsbach, für Investitionen in die Barrierefreiheit von Hotel- und Gastronomiebetrieben in Bad Peterstal-Griesbach, Hofstetten, Hornberg oder Schenkenzell. Um die Weiterbewirtschaftung des Grünlandes und die Offenhaltung der Kulturlandschaft Schwarzwald zu sichern, wurden Landwirte mit der Förderung von Weidezäunen (Hausach) unterstützt oder bei der Anschaffung von Lebensmittelautomaten in Achern-Wagshurst und Oberharmersbach. Seit Beginn der Förderperiode wurden in beiden Regionen 60 Leader-Projekte und 32 Kleinprojekte beschlossen. Die Gesamtinvestition in den beiden Leader-Gebieten beläuft sich auf rund 18,3 Millionen Euro. Beiden Regionen haben die ersten Schritte in Richtung Neubewerbung für Leader 2021 bis 2027 eingeleitet.

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