Hochwasserschutz in Stadelhofen

Leuchtturmprojekte für Oberkircher Ortsteil

Autor: 
Peter Meier
Lesezeit 3 Minuten
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12. Oktober 2018
Kanalsanierung in Stadelhofen: In der Ortenaustraße wird ein zusätzlicher Regenwasserkanal eingebaut, ebenso in der Ulmer Straße (unser Bild).

Kanalsanierung in Stadelhofen: In der Ortenaustraße wird ein zusätzlicher Regenwasserkanal eingebaut, ebenso in der Ulmer Straße (unser Bild). ©Peter Meier

Zwei große Baumaßnahmen für zusammen rund eine Million Euro werden  ab Februar/ März kommenden Jahres für Verkehrsbehinderungen sorgen, aber auch deutliche Verbesserungen mit sich bringen: die Beseitigung der Überflutungsgefahr bei Starkregen und die  Neugestaltung des Kirch- und Rathausplatzes. 

Angesichts ihrer Bedeutung für die Ortschaft sprach  Ortsvorsteher Klaus Müller von »Leuchtturmprojekten«, deren Planung am Dienstagabend im Ortschaftsrat Stadelhofen vorgestellt und einstimmig verabschiedet wurde. Es war eng im kleinen Sitzungszimmer der Ortsverwaltung, denn neben den Mitgliedern des Ortschaftsrates, den Planern und Vertretern der Verwaltung hatten sich auch fünf interessierte  Besucher eingefunden. 

Zunächst wurde die Kanalisationsmaßnahme im Bereich Ringstraße-Ortenaustraße-Kirchplatz vorgestellt, das übernahmen Volker Haag von Zink Ingenieure (Lauf) und  Frank Boneth als Sachgebietsleiter Tiefbau der Stadt. Ziel der Maßnahme sei es, durch den Bau eines  neuen Regenwasser-Entlastungskanals und zweier Regenüberlauf-Bauwerken künftig  Entwässerungsprobleme in den Bereichen Ortenaustraße, Ringstraße und Nachtweid zu verhindern. Dazu, so Haag,  wird in der Ortenau­straße ein zusätzlicher Regenwasserkanal eingebaut, ebenso in der Ulmer Straße. Mit den Überlauf-Bauwerken werde das Mischwasser-Kanalnetz entlastet und das  Oberflächenwasser im Bereich Rathaus- und Kirchplatz abgeleitet, das bisher nicht in einer Kanalisation  erfasst wurde.

Im Bereich der Bäckerei Zimmerer wird der neue Regenwasserkanal dann direkt in die Rench münden. Haag zeigte zur Erläuterung Karten vom Einzugsgebiet des Kanalnetzes und den Belastungsplan, der rechnerisch von einem dreijährigen Niederschlagsereignis von 45 Minuten ausgeht.

Neue Wasserleitung

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Im Zusammenhang mit den  Aufgrabungen für die Kanalisation werden die Stadtwerke auch Wasserleitungen erneuern, ein  Problem stellen auch die Gasdruckleitungen dar, die im Bereich der Ulmer Straße verlegt sind. Gezeigt  wurden auch Längsschnitte des Kanalsystems und der Überlaufbauwerke, die mit einer Dimension von  rund 3,5 auf 2 Metern in der Ulmer Straße und der Ortenaustraße eingebaut werden. Rund vier Monate Bauzeit sind vorgesehen, so Haag, dabei versuche man, durch Bauabschnitte die Beeinträchtigungen für die Anlieger möglichst gering zu halten.

Als erster Bauabschnitt werde im  Bereich Ringstraße/Ortenaustraße  bei der Bäckerei begonnen, hier ist eine Vollsperrung erforderlich.  Es folgt rund acht Wochen lang die Verlegung der neuen Leitung in der Ortenaustraße. Rund vier Wochen  werden die Arbeiten in der Ulmer Straße dauern, den 4. Abschnitt bildet abschließend die Sanierung  der Fahrbahndecke und die Anschlüsse der Kirchplatz-Anlieger. Ab dem 2. Bauabschnitt ist die  Baustrecke halbseitig befahrbar, allerdings nicht für den Schwerlastverkehr, der muss die ganzen vier Monate großräumig umgeleitet werden.

An der Diskussion beteiligten sich auch die Bürger. Unter anderem wurde gefragt,  weshalb die Ortenaustraße entlang der Kirche bis zur Bäckerei aufgegraben werden muss, nachdem eine Abzweigung zur Rench bereits auf Höhe des Pfarrhauses in der Diskussion war. Hier gebe es für  die Verlegung keine öffentlichen Flächen, außerdem hätte diese Anbindung im Hinblick auf das Gefälle keine Entlastung der Ringstraße gebracht. Hinweise gab es auch zur Notwendigkeit, die Maßnahme im  Bereich der Bäckerei mit den Eigentümern abzustimmen, da hier unter anderem die Produktion eine  Verkehrsanbindung dringend erfordert. Gespräche wurden bereits geführt, so Muller und Boneth,  sobald nach Ausschreibung und Vergabe die ausführende Firma feststeht, sollen diese fortgesetzt  werden. Auch auf den Zeitplan ging Boneth ein, der im Hinblick auf den Landeszuschuss von 90 000 Euro  für den Kirchplatz einzuhalten ist.

Vergabe im Dezember

Die Ausschreibung der Arbeiten soll im Oktober, die Vergabe noch im  Dezember erfolgen, so dass im Februar/März 2019 begonnen werden kann. Im Haushalt des  Eigenbetriebs Abwasser stehen für die Kanalisationsmaßnahmen 530 000 Euro zur Verfügung.

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