In der Nikolauskapelle

»Liederkranz« gestaltet zum Auftakt »Advent in Hausgereut«

Autor: 
Ellen Matzat
Lesezeit 3 Minuten
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07. Dezember 2018
einbischofsheimer Männergesangverein Liederkranz gestaltete am Montagabend das Adventssingen in der Hausgereuter Nikolauskapelle.

einbischofsheimer Männergesangverein Liederkranz gestaltete am Montagabend das Adventssingen in der Hausgereuter Nikolauskapelle. ©Ellen Matzat

Das Adventssingen als Auftakt in der Reihe »Advent in Hausgereut« ging am Montagabend in der Nikolauskapelle bereits in das siebte Jahr. Es geht auf die Initiative von Gerhard Müller, dem Vorsitzenden des Männergesangvereins Liederkranz zurück. 

 Der Männerchor Liederkranz besang zur Einstimmung den Weihnachtszauber mit dem gleichnamigen Lied von Christian Siegler. »Aber worin liegt denn der Zauber dieser schönen Zeit?«, fragte Pfarrer Martin Grab. Dafür gebe es viele Bespiele, eines davon seien die wunderschönen Adventslieder, meinte er, und davon wurden einige gemeinsam gesungen, darunter »Macht hoch die Tür«. 

Im Lied »In der Abendstunde im Advent« verarbeite Lorenz Maierhofer das in der Kirchenmusik häufig verwendete »Kumbaya«. Diese drei Worte kreolischen Ursprungs bedeuten in Gullah, der Sprache der Afro-Amerikaner, »komm her hier« und sind ein einfacher Appell an Gott, »herzukommen« und zu helfen. Der Text von »Es kommt ein Schiff geladen« wird auf Grund einer 1450 in Straßburg entstandenen Handschrift dem Mystiker Johannes Trauler zugeschrieben. Daniel Sundermann publizierte das Lied 1626 in einem Straßburger Gesangbuch. »Ich segle wieder nach Hause übers Meer in stürmischen Gewässern, um Dir nahe zu sein, um frei zu sein«, übersetzte Müller den Text von »Sailing«, bevor das Ensemble »Only men«, wie der Männerchor unter der Leitung von Dirigent und Pianist Ralf Leopold, damit für Gänsehautfeeling sorgte. 

In vier Schritten

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»Advent ist ein Leuchten – und wenn dann in dieser kleinen Kapelle ein Gesang wie ›Sailing‹ zu hören ist, leuchtet es besonders hell«, schwärmte Grab. Allerdings gebe es kein Patentrezept dafür, dass es in den herzen der Menschen Advent werde. Bei sich selbst habe er vier adventliche Schritte erkannt: Der erste heiße »zur Ruhe kommen«. Nichts und niemand hindere einem daran, sich eine ruhige und besinnliche halbe Stunde zu gönnen. Im zweiten Adventsschritt entdecke er Gottes Wort für sich selbst, indem er in diesen Tagen die Adventsgeschichten in der Bibel lese. Im dritten Schritt spüre er, dass Jesus mit ihm selbst zu tun habe und er ihn in sein Leben einlassen könne. Er merke, dass er alles mit ihm teile: Hoffnungen und Freude aber auch Zweifel, Ängste und Traurigkeiten. Der vierte Adventsschritt erinnere ihn an Jesu Wort, dass er einem in den geringsten Schwestern und Brüdern begegne, zu denen die neun Millionen Menschen gehören, die Hunger leiden. Ihnen zu helfen sei das Grundanliegen von »Brot für die Welt« und »Misereor«, die genauso zum Advent gehören wie der Adventskranz. 

»Only men« erfreute die Gemeinde mit der Hymne »Be still, for the presence of the Lord« des britischen Songwriters David J. Evans, bevor der Männerchor »O Du schöne Weihnachtszeit« vortrug. Mit viel Hintergrundwissen zu den Liedern führte Gerhard Müller durch das Programm. 

◼ Am Montag, 10. Dezember  treten um 18.30 Uhr in der Reihe »Advent in Hausgereut« in der Nikolauskapelle das Autorennetzwerk Ortenau/Elsass und Liedermacher Gerd Birsner auf. 

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