»Sonntagabend – Die Ortenau« in SWR 3

Liedermacher Gerd Birsner wirbt für »Diersche«

Autor: 
Stefan Bruder
Lesezeit 5 Minuten
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18. Oktober 2013

Die Ortenau in Bild und Ton – dazu ein Häuflein wackerer Einheimischer, die nach Meinung der Redaktion des SWR »typisch Ortenau« sind. Darunter auch Gerd Birsner, der »Ex-Ortsrumsteher von Diersche«: Am Sonntagabend ist die Sendung »Sonntagabend – Die Ortenau« in SWR 3-TV zu sehen. Im Interview verrät der Diersheimer Liedermacher mit einem Augenzwinkern, wie die Aufnahmen entstanden und was die Fernsehgäste am Sonntag erwartet.

Herr Birsner, vermutlich ist die Sendung wohl aufgezeichnet worden?

Gerd Birsner: In der Tat. Zwei Tage vor meinem 60. Geburtstag, am 10. Juli, fuhren meine liebreizende Gine nebst meiner und deren Mutter und zwei lieben Honauer Freunden, die sich fürs Fernsehenmachen interessieren, gen Baden-Baden. Dort trafen wir dann im Publikum auf eine an der Ortenau hochgradig interessierte  Willstätterin. Und kaum hatten wir das SWR-Gelände betreten, lief uns eine geführte SWR-Besuchergruppe mit einigen Freistettern, die mich kannten, über den Weg, und wunderte sich, mich dort zu treffen. Pssst! Ich hab aber gar nix verraten …

Als ehemaliger Moderator des SWR-Treffpunkts sind Fernsehauftritte für Sie ja nichts Neues? Hat denn das Lampenfieber trotzdem ein wenig gepfupfert?

Birsner: Treffpunkt? Ach ja, lange her, aber schön war’s damals schon. Schade, dass man den Flachbildschirm eingeführt hat, da hab ich dann nicht mehr ganz reingepasst und so ging meine Fernsehmoderation jäh zu Ende. Macht aber nix, es lebt sich auch ganz gut ohne. Und was Lampenfieber anbelangt, das hab’ ich seltener als grippale Infekte. Dafür hatte es meine mitreisenden Begleiterinnen, also die Gattin, Mutter und Schwiegermutter, geschüttelt. Die waren allesamt viel nervöser als ich.

Es wird, wie bei solchen Sendungen üblich, auch Einspielfilme geben. War denn eigens ein Kamerateam in Diersheim?

Birsner: Klar waren sie da. Es war an Fronleichnam, dem einzigen Tag mit blauem Himmel in jener ziemlich verregneten Woche. Zwei neugierige junge Redakteurinnen kamen nebst Kamera und jagten uns durch das »Centre Ville vun Diersche«, filmten die Dierschemer Klapperstörche auf dem gegenüberliegenden Rathaus und unsere schönen Fachwerkhäuser. Danach sollte ich ihnen noch den Rhein zeigen und unseren Garten. Gine hatte ihnen zum sich Wohlfühlen eine »Bollesupp« vorgesetzt, die sie bis auf den letzten Löffel verdrückten. Von Diersche waren die zwei so beeindruckt, dass dieser mit heimatlichen Wurzeln versehene Bestechungsversuch völlig unnötig war.

Hat »Schlabbe«, der gerade als Hundewaschanlagen-Testhund Furore gemacht hat, denn auch vor die Kamera dürfen?

Birsner: In seiner ihm eigenen, völlig unaufdringlichen Art hat er sich beim Suppenlöffeln gleich zwischen die beiden SWR-Damen gedrängt,  den bettelnden Anstandswauwau gemimt und dabei gleich deren Herzen im Sturm erobert.

Was wird denn in der Sendung zu sehen sein?

Birsner: Wirklich schöne Bilder aus der Ortenau, die die beiden Redakteurinnen aus dem SWR-Archiv zusammengebastelt haben. Außerdem kleine Zuspielfilme, in denen alle Mitwirkenden vorgestellt werden: der Durbacher Andreas Laible junior in seinen geliebten Reben, die streitbare Offenburger Ordensschwester Martina Merkle als aktive Bahntrassengegnerin, die Lahrerin Ulrike Derndinger als Mundart-Autorin, die Landfrau Brigitte Müller aus Fischerbach und Tobinambur-Koch Jürgen Pfeiffer aus Zell am Harmersbach, der in der Sendung unter Beweis gestellt hat, dass man Tobinambur nicht nur als »Rossler« oder »Borbel« trinken kann.

Und Sie?

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Birsner: In der Sendung habe ich auf dem etwas unbequemen roten Fernsehsessel in Storchennestnähe sitzend natürlich einiges »gebabbelt« und natürlich auch den Birsner-Titel »De Badischn Himmel« gesungen, und für den Einspieler sollte ich für die beiden Redakteuerinnen im Studio ein wenig auf meiner Gitarre zupfen. Ansonsten waren Schlabbe und meine Gine die beiden Hauptakteure, denn von mir und über mich hatten die zwei bereits Etliches im SWR-TV-Archiv gefunden. Der Einspieler mit den zusammengeschnittenen, teils geschichtsträchtigen Birsner-Archivaufnahmen wurde dann während der Aufzeichnung gezeigt. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich auf manchen in die Jahre gekommenen Ausschnitten kaum wiedererkannt hatte. Außerdem, das ging vor Ort alles fast ein wenig zu schnell, dass ich mich an kaum noch an etwas aus dem Einspieler erinnere. Nicht nur deshalb bin ich auch gespannt auf den Sonntagabend.

 

HINTERGRUND

Die Gäste aus der Ortenau

Die Ortenau: köstliches Obst, fruchtige Weine, eine Landschaft wie aus dem Bilderbuch. Hier kommen Genießer auf ihre Kosten.

Moderator Markus Brock erlebt die vielen Seiten der Ortenau gemeinsam mit seinen Gästen: Topinambur-Koch Jürgen Pfeiffer aus Zell am Harmersbach und die Landfrau Brigitte Müller aus Fischerbach lassen die Ortenau auf der Zunge zergehen. Die alemannische Seite mit der Mundart-Texterin Ulrike Derndinger aus Lahr, die sagt: »Mini Sprooch ist sexy«. Spitzen-Winzer Andreas Laible junior aus Durbach ist dabei und die couragiert engagierte Ordensschwester Martina Merkle aus Offenburg.

 

STICHWORT

Tatort-Alternative

»Mal geht’s rund, mal den Bach runter – die Ortenau, eine ganz besondere Landschaft« heißt es im Trailer zur Sendung »Sonntagabend – Die Ortenau genießen«, die am Sonntag, 20. Oktober, von 20.15 Uhr bis 21.45 Uhr im SWR- Fernsehen (»drittes Programm«) laufen wird. »Attraktiv verpackt zu einer 90-minütigen Unterhaltungssendung«, verspricht der SWR in seiner Vorankündigung.

Dass genau zu jener Zeit der Tatort aus Münster  läuft, ist weniger betrüblich: Der Tatort »Die chinesische Prinzessin« wird direkt danach um 21.45 Uhr auf »EinsFestival« wiederholt.

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