Unterschriftenliste

Linxer Bürger fordern Tempo 40 auf der L 75

Autor: 
Dieter Heidt
Lesezeit 3 Minuten
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14. Juni 2018
Dass die südliche Linxer Ortseinfahrt (Foto) einer Rennstrecke gleicht, finden die Unterzeichner einer Unterschriftenliste, sie fordern nun Tempo 40.

Dass die südliche Linxer Ortseinfahrt (Foto) einer Rennstrecke gleicht, finden die Unterzeichner einer Unterschriftenliste, sie fordern nun Tempo 40. ©Dieter Heidt

Mit einer Unterschriftenliste fordern Linxer Bürger die Einführung von Tempo 40 auf der L 75. Sie sehen sich in einer Geschwindigkeitsmessung bestätigt.

 Seit Jahren beschäftigt der zunehmende Verkehr, verbunden mit steigendem Lärm, Bürger und Rheinauer Kommunalpolitiker. Linxer Bürger wollen nun endlich Taten sehen. Die von der Bundesstraße 36 zur Landstraße 75 herabgestufte Tullastraße gleicht an beiden Ortseinfahrten von Linx zuweilen einer Rennstrecke. Belegt wird dies durch eine vom 23. April bis 8. Mai vorgenommene Geschwindigkeitsmessung, bei der von Süden kommend insgesamt 22 138 Fahrzeuge erfasst wurden. Ein Drittel von ihnen hielt sich nicht an das Tempo 50-Limit; ein Raser brachte es sogar auf 119 Stundenkilometer, wie am Dienstag im Linxer Rat zu erfahren war.

Radstreifen gefordert

Anhand einer Unterschriftensammlung fordern Einwohner nun, dass entgegen dem Beschluss des Ortschaftsrates, der für Tempo 30 von 22 bis 6 Uhr morgens entschied (wir berichteten), dauerhaft und verpflichtend Tempo 40 im gesamten Ortsbereich der Tullastraße (L 75) einzurichten ist. Zusätzlich soll, wie im Ortsteil Hohbühn geschehen, beidseitig ein markierter Radfahrstreifen angebracht werden. 

Dieter Häfele überreichte Ortsvorsteherin Annette Sänger in der Sitzung am Dienstag eine von 150 Personen signierte Unterschriftenliste. »Das war nur ein Anfang, wir hätten mehr Unterschriften bekommen können, der Bürgerwille ist da, es muss etwas geschehen«, sagte Häfele. Diese Maßnahme würde auch die langjährige Forderung, das südliche Ortsschild weiter nach außen an den Ortsrand zu verlegen, hinfällig machen. 

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Ortschaftsrat Peter Kress nannte den Vorstoß eine gute Handhabe, das Thema Verkehrsberuhigung weiter voranzutreiben. »Wir bleiben dran«, versprach die Ortsvorsteherin. Damit konnte sie den Übergeber der Unterschriftenliste aber nicht zufriedenstellen, weil dieser Satz seit Jahren ohne Erfolg zu hören sei. Es folgte eine heftige Diskussion, in der dem Linxer Rat Untätigkeit vorgeworfen wurde. 

Haag: Hände gebunden

»In Sachen Radschutzstreifen können wir mitgestalten, aber was das viel beschworene, aber längst noch nicht umgesetzte LKW-Lenkungsgesetz angeht, sind wir von der zuständigen Verkehrsbehörde beim Landratsamt Ortenaukreis abhängig. Dort tut man sich offensichtlich schwer, eine für die an der L 75 wohnenden Bürger akzeptable Lösung herzustellen«, gab Ex-Ortsvorsteher Rainer Haag zu bedenken. Den Grund dahinter, so vermutet man, liegt in der Tatsache, dass die L 75 als Umleitungsstrecke (U 28) der Autobahn gekennzeichnet ist. 

»Kommt wie beschlossen ab dem 1. Juli die Maut auf Bundesstraßen, dann wird die L 75 als mautfreie Straße noch mehr belastet«, befürchtet Anwohner Bernd Hennenberger. »Geschieht weiter nichts, werden wir uns überlegen, welche weitergehenden Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wir unternehmen können«, kündigte Dieter Häfele an, der wie viele Linxer endlich Taten sehen will.

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