Besucherzählung im Nationalpark

Lotharpfad bleibt der Hotspot im Nationalpark Schwarzwald

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red/all
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10. November 2018
Wie viele Besucher sind im Nationalpark unterwegs? Antworten soll eine Besucherzählung liefern, die am vergangenen Sonntag stattfand.

Wie viele Besucher sind im Nationalpark unterwegs? Antworten soll eine Besucherzählung liefern, die am vergangenen Sonntag stattfand. ©Daniel Müller (Nationalpark Schwarzwald)

Der Lotharpfad ist der Anlaufpunkt Nummer eins für Besucher des Nationalparks. Das ist das Ergebnis einer Besucherzählung am vergangenen Sonntag. Positive Erkenntnis: Nur noch jeder fünfte Hund war unangeleint unterwegs.

Mehr als 1100 Gäste starteten am vergangenen Sonntag vom Parkplatz am Erlebnispfad im Nationalpark Schwarzwald. Das ist das Ergebnis einer großen Besucherzählung im Nationalpark. Im ganzen Schutzgebiet verteilt hatten Nationalpark-Mitarbeiter, unterstützt vom Freundeskreis des Nationalparks, mit Stift und Statistikbogen am Wegesrand gestanden und Vorbeikommende gezählt. Der Nationalpark möchte so einige bislang unzureichend beantwortete Fragen klären: Wie verteilen sich die Gäste in verschiedenen Jahreszeiten im Park? Wo sind besonders viele, wo nur wenige Menschen unterwegs?

Aufwändige Zählung

»Die Helferinnen und Helfer waren an mehr als 70 Punkten im gesamten Gebiet postiert – an jeder Station wurden in der Hauptbesuchszeit von 10 bis 16 Uhr alle vorbeikommenden Gäste gezählt«, erzählt Dominik Rüede, der den Sachbereich regionale Entwicklung im Nationalpark leitet. Unterschieden wurde zudem, ob die Menschen zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs waren. »Da das Wetter, wie so oft diesen Sommer, gut war, haben wir eine ausreichend breite Datenbasis geschaffen. Wir können diese aufwändigen Zählaktionen natürlich nicht täglich durchführen – aber schon die stichprobenartigen Erhebungen sind sehr wichtig, um eine Vorstellung zu bekommen, wo im Gebiet des Nationalparks viel oder wenig los ist.«

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Je nach Standort konnten die Zählenden nach einer ersten Auswertung der Daten in den sechs Stunden der Zählung rund 70 bis 95 Prozent aller Gäste an diesem Tag erfassen, meist sogar um die 90 Prozent. »Das können wir recht genau sagen, weil es an ein paar wenigen Standorten auch Zählschranken gibt, die automatisch ganztägig zählen«, erläutert Dominik Rüede. Wobei die Zahl der Statistikstriche je nach Standort stark variiert: Vom Seibelseckle hoch zum Dreifürstenstein oder Kieneck waren beispielsweise rund 400 Gäste unterwegs. Auf den Wegen vom Ruhestein Richtung Bannwald, vom Parkplatz Plättig Richtung Luchs- und Wildnispfad, sowie von den Allerheiligen-Wasserfällen aufwärts Richtung Kloster wanderten schon jeweils zwischen 600 und 800 Personen. 

Ruhe am Buhlbachsee

»Die meisten Gäste konnten wir aber am Parkplatz Lotharpfad zählen, von dem aus es mehr als 1100 Besucherinnen und Besucher in das Gebiet des Nationalparks zog«, sagt Rüede. Auch bei früheren Zählungen landete der Erlebnispfad oft oben in der Gästestatistik. Sehr viel ruhiger war es am Buhlbachsee mit rund 100 Passanten, zwischen Herrenwies und der Badener Höhe mit gut 70 Personen und am Huzenbacher See gar mit nur 50 Vorbeikommenden. 

»Erfreulich war für uns, dass bei dieser Zählung nur noch rund ein Fünftel der Hunde nicht angeleint war, schon weniger als bei der letzten großen Zählung. Diese Tendenz ist uns sehr wichtig, da Wildtiere nur bei striktem Einhalten des Wegegebotes die Schutzzonen abseits der Wege auch wirklich als stressfrei und geschützt erleben können.«

Hintergrund

Nächste Zählung im Winter

In den kommenden Wochen will Rüede mit seinem Team die Daten nun weiterverarbeiten. »Wir versuchen jetzt die Gesamtbesuchszahl zu ermitteln, das ist allerdings schwieriger, als das Besucheraufkommen an einzelnen Punkten zu zählen. Beispielsweise kann man auf einer Route an mehreren Zählpunkten vorbeikommen – speziell Fahrradfahrer legen ja große Strecken zurück. Oder man wandert entlang der Grenze des Gebiets, dann geht man meist auch mehrfach in den Park hinein und wieder hinaus«, erläutert er. Anfang kommenden Jahres plant Rüede außerdem noch eine Zählung im Winter – »schließlich wird der Nationalpark da nochmal ganz anders genutzt«.

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