Achern - Wagshurst

Ludwig Hönlinger ist ein Priester mit Leib und Seele

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 3 Minuten
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15. Mai 2019
Den Menschen von der Liebe Gottes zu verkünden war es, was für Pfarrer Ludwig Hönlinger in den vergangenen 50 Jahren besonders wichtig war.

Den Menschen von der Liebe Gottes zu verkünden war es, was für Pfarrer Ludwig Hönlinger in den vergangenen 50 Jahren besonders wichtig war. ©Roland Spether

»Das Schöne am Priesterberuf ist, im Dienst eines Gottes zu stehen, der jeden Menschen bejaht«. Diesen Dienst in der Nachfolge Jesu hat Pfarrer Ludwig Hönlinger, der heute vor 50 Jahren zum Priester geweiht wurde, mit Leib und Seele gelebt.

Ludwig Hönlinger war nach seiner Priesterweihe am 15. Mai 1969 durch Erzbischof Hermann Schäufele und drei Jahre als Kaplan in Binningen und Breisach an ganz besonderen Stellen eingesetzt, angefangen als Diözesan-Landvolkpfarrer über Regionaldekan und Spiritual  bis zu Dekan im Dekanat Acher-Renchtal. Seit 1996 lebt er in Wagshurst, fühlt sich hier als »Dorfpfarrer«  sehr wohl und nimmt für die Seelsorgeeinheit viele priesterliche Dienste wahr, wofür die Mitbürger sehr dankbar sind. Am Sonntag, 19. Mai, darf er nun seinen persönlichen Festtag feiern, in dessen Mittelpunkt ab 10 Uhr ein Gottesdienst mit anschließendem Empfang steht.

Ludwig Hönlinger wurde am 30. September 1938 in Wainitz in Südmähren geboren. Er wuchs in Mosbach auf und absolvierte 1963 am Seminar St. Pirmin in Sasbach sein Abitur. Er studierte katholische Theologie in Freiburg und München, wurde 1969 im Freiburger Münster zum Priester geweiht und es begann dann eine interessante und erfüllende Zeit mit vielen pastoralen und priesterlichen Diensten und Aufgaben als Landvolkpfarrer, Regionaldekan Odenwald-Tauber, Spiritual im Priesterseminar Freiburg oder Geistlicher Begleiter im Bildungs- und Exerzitienhaus Hochfelden in Obersasbach.  Studiert hatte er während der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962 - 1965), als die Katholiken voller Erwartung nach Rom blickten und sich von dort und der Synode der Deutschen Bistümer (1971 – 1975) einen neuen Wind in der Kirche erhofften. 

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Rückblickend fällt das Fazit von Ludwig Hönlinger eher ernüchternd aus. »Das Festhalten am Alten war zu stark und Papst und Bischöfe konnten sich nicht wirklich auf Reformen einlassen«. Bei zentralen Fragen wie dem Zölibat oder der Weihe von Frauen ging nichts voran. »Bei meiner Priesterweihe dachte ich, dass ich es noch erleben werde, mit einer Diakonin am Alter den Friedensgruß auszutauschen«. Von der Erfüllung dieses Wunsches sei derzeit nichts zu spüren, vielmehr würde die Enttäuschung über die Kirche besonders bei den Frauen immer größer, nicht zuletzt durch den fehlenden Reformwillen der Kirche oder Probleme wie die Missbrauchsfälle. 

Nöte ernst nehmen

Das »System Kirche« könne so wie bisher nicht weiter bestehen. Vielmehr bedarf es dringend notwendiger Reformen und vor allem Menschen, die »an die Ränder gehen« (Papst Franziskus), für die Menschen da seien und ihre Fragen, Sorgen und Nöte ernst nehmen. Doch dazu benötige es genügend haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter, die vielfach in den Gemeinden nicht in der gewünschten Zahl vorhanden seien. Entscheidend werde die Frage sein, ob Menschen auch künftig noch bereit seien, Glaubenserfahrungen machen zu wollen, von sich aus eine persönliche Beziehung zu Jesus aufzubauen und im Herzen zu erfahren, »dass sie von Gott geliebt sind«. 

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