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Oppenau-Maisach

Maisacher Harmonika-Orchester öffnete Schatztruhe

Das 60-jährige Bestehen wurde mit einem beindruckenden Konzert in der Oppenauer Günter-Bimmerle-Halle gefeiert
11. April 2016
&copy Bernhard Huber

Eine wahre musikalische Schatztruhe öffnete das Harmonika-Orchester Maisach zusammen mit  dem Orchester Schwarzwaldecho Hardt beim Jubiläumskonzert. Zum 60-jährigen Maisacher  Vereinsjubiläum begeisterten die Musiker um Gesamtdirigent Jürgen Bortloff  das Publikum und auch sich selbst.
 

Der Abend in der Günter-Bimmerle-Halle lebte von der Freude über  einen erfolgreichen Weg des Vereins über 60 Jahre hinweg und sprühte voller Zuversicht und  Kraft für künftige Aufgaben. Dirigent Jürgen Bortloff, in Maisach wie auch in Hardt (Landkreis  Rottweil) der musikalische Chef, hatte mit seiner wohl überlegten Auswahl an Musiktiteln hierfür mehr als nur den roten Faden gelegt, den die beiden Orchester in glänzender Verfassung aufnahmen.

In seiner Begrüßung hieß Vorsitzender Herbert Huber zahlreiche Ehrengäste willkommen. Seinerseits zur Begrüßung griff das Harmonika-Orchester mit dem großartigen Hit »Viva La Vida« der Gruppe Coldplay gleich mal »voll in das Leben«. »Music war my first love«  schwelgte vor gut vier Jahrzehnten der junge britische Popsänger John Miles und da stimmte  am Jubiläumsabend das Akkordeon mit »Music« einmal mehr vorbehaltslos mit ein.  

Im  folgenden ließ die junge Akkordeon-Nachwuchskünstlerin und Bezirksmeisterin Carmen Huber  das Publikum teilhaben an ihrem bravourösen Spiel, mit dem sie Jurys von Jahr zu Jahr immer wieder neu überzeugt. Carmen Huber servierte im Solvortrag das »La Campanella« von Rudolf Würthner, eine Konzert-Etüde über ein Thema Paganinis.

»Auf uns«

»Akkordeon kann auch prima mit anderen Instrumenten«, diesen Beweis lieferten Jürgen  Bortloff und seine Musiker mit dem »Mini Concertino«. Zum Akkordeon gesellten sich in bester  Harmonie die Geige (Sophie Mattlinger), die Oboe (Theresa Huber), die Klarinette (Bianca  Müller) und das Klavier (Carmen Huber). 

Dann im nächsten Vortrag zog sich das Orchester als  Zuhörer zurück. Der Spot richtete sich auf das Quartett Marina Huber (Gitarre), Carmen Huber (Flügel), Melanie Huber (Gesang) und Manuel Kimmig (Kachon). Deren begeisternder Auftritt  mit dem Andreas-Bourani-WM-Song »Auf uns«  (»denkt an die Tage die hinter uns liegen – ein  Hoch auf das was vor uns liegt«), traf auf den Punkt, besser kann man das bei einem Vereinsjubiläum nicht ausdrücken. Als absolut seemannstüchtig erwies sich das Maisacher Akkordeon  beim Santiano-Medley »Rock von der Waterkant«.

Das Akkordeonorchester Schwarzwaldecho Hardt,  ebenfalls unter der Leitung von Musiklehrer Jürgen Bortloff, holte aus zum großen »Geburtstagsständchen«. Das zunächst mit einer Liebeserkärung an die Freunde aus Maisach,  ans ganze feiernde Publikum, sprich dem »Concerto d’ Amore« aus der Feder von Jacob de  Haan. Danach wechselte die Hardter zum Meister der Vielfalt und der Balladen: »Elton  John in Concert«. Martina Haist (Harmonikaspielring Baiersbronn) glänzte mit ihrem Solopart am Klavier. Zusätzliche Akzente setzte Laura Fleig mit der Querflöte.

Anstrengende Wochen

Den Höhepunkt erreichte die Jubiläumsgala im gemeinsamen Musizieren der  Akkordeonorchester Maisach und Schwarzwaldecho Hardt unter der Leitung von Jürgen Bortloff. Dementsprechend auch die Größe der von Bortloff gewählten Vorträge für den  phantastischen Klangkörper von an die dreißig Instrumenten: Zunächst die »Hymn of Joy«, die  moderne Popversion von Beethovens neunter Sinfonie, der »Ode an die Freude«. Dann der »Tanz der Vampire« (Musik Jim Steinmann). Anhaltender Beifall belohnte die Künstler. Es sei ein Feiertag und ein Festtag zugleich, meinte  Dirigent Jürgen Bortloff.

»Anstrengende Wochen  waren das«, resümierte Vorsitzender Herbert Huber in den Dankesworten alle Beteiligten und besonders an seine Maisacher Akkordeonkameraden, denn nach dem Jahreskonzert Anfang Januar habe man sofort diesen Jubiläumsabend angehen  müssen.

Autor:
Bernhard Huber

Stichwort

Grußworte

Ob sich die Gründerväter des Harmonika-Vereins Maisach im Jahre  1956 wohl darüber im Klaren gewesen seien, dass aus ihrer Initiative ein Verein entstehe, der im Ort eine 60-jährige lebendige Vereinsgeschichte schreibt. Diesen Gedanken stellte der Vorsitzende Herbert Huber beim Jubiläumskonzert in den Raum. Viele Verbindungen und  Freundschaften seien durch die Vereinsarbeit entstanden. Musikalisch sei man heute weit weg  von einem Akkordeon das nur Volksmusik interpretiere. »Nein, unser Akkordeon bringt heute die  ganze Bandbreite der Musik zu Gehör«, so Huber: »60 Jahre Harmonika-Verein Maisach, das sind 60 Jahre Musik,  Freundschaft, Verbundenheit, Tradition, offen sein für Neues, frohe Stunden, Trauer um treue  Vereinskameraden, oft auch schwierige Entscheidungen, viele fleißige Hände, ein tolles  Publikum.«    
»Im Wesen der Musik liegt es, Freude zu bereiten«, mit Aristoteles befand Maisachs  Ortsvorsteherin Elfriede Watzl in ihren Glückwünschen: »Das habt Ihr 60 Jahre lang in einem  sehr lebendigen Vereinsleben getan.« Die Akkordeonausbildung im Verein habe vielen Maisachern den Zugang zur Musik ermöglicht und jungen Menschen das Gefühl von  Zugehörigkeit vermittelt. Die Ortsvorsteherin dankte für das ehrenamtliche Engagement und die guten Ideen.
Große Sozialfunktion
Bürgermeister Thomas Grieser gratulierte mit dem Lob: »Sie haben viele Funktionen in der Ortschaft Maisach, auch eine sehr große Sozialfunktion.« Tolle  Einzelspieler zeigten, »dass der Verein lebt und sehr gut geführt ist«.    
»Uns verbindet eine sehr große musikalische Freundschaft, allerhand haben wir schon  miteinander erlebt«, brachten Martina Haist und Hans Faißt vom Harmonika-Spielring Baiersbronn zum Ausdruck. Auch das Akkordeonorchester Schwarzwaldecho Hardt reihte sich in die  Reihe der Gratulanten ein. Birgit Fehrenbacher: »Es war uns eine große Ehre und Freude, mit  Euch gemeinsam dieses Jubiläumskonzert zu bestreiten.«    

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