Viele Ämter in Renchener Vereinen

Manfred Ziegelmeier zieht sich nach 47 Jahren zurück

Autor: 
Redaktion
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14. April 2021
Jahrezehntelang war Manfred Ziegelmeier in Renchener Vereinen aktiv. Mit 70 Jahren beendet er nun seine langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten.

Jahrezehntelang war Manfred Ziegelmeier in Renchener Vereinen aktiv. Mit 70 Jahren beendet er nun seine langjährigen ehrenamtlichen Tätigkeiten. ©Peter Meier

Als dienstältester Vorsitzender der Renchener Vereine beendete Manfred Ziegelmeier kürzlich seine ehrenamtliche Arbeit. Er leitete unter anderem über 47 Jahre lang die Sportschützen.

Als sich Manfred Ziegelmeier vor einem Jahr nicht mehr für das Chefamt zur Verfügung stellte, blickte er auf stolze 47 Jahre als Vorsitzender des Sportschützenvereins der Grimmelshausenstadt zurück. Aber nicht nur bei den Schützen, auch in zahlreichen anderen Vereinen von der Narr-
halla bis zum Sportverein war er über Jahrzehnte ehrenamtlich im Einsatz und gab dabei wichtige Impulse. „Die Vereine waren stets sehr wichtig in meinem Leben“, zieht er heute Bilanz.

Von Anfang an dabei

Gleich nachdem er nach seiner Dienstzeit bei der Bundeswehr 1973 in seine Heimatstadt Renchen zurückgekehrt war, begann Manfred Ziegelmeier mit dem Engagement im Vereinsleben. Als noch im Oktober jenen Jahres der Sportschützenverein neu gegründet wurde, war er dabei und wurde in der Gründungsversammlung zum Vorsitzenden gewählt, ein Amt, das er bis März 2020 ausübte. In dieser Zeit wurde in den Jahren 1973 bis 1975 das Schützenhaus gebaut – alles in Eigenleistung und mit vielen ehrenamtlichen Arbeitsstunden. Mit Erich Finkbeiner, Ehrenmitglied bei den Sportschützen, war er bei der Zahl der ehrenamtlich gearbeiteten Stunden vorn dabei. Obwohl später noch die Schießhalle umgebaut wurde, ist der Verein heute nicht nur schuldenfrei, er hat sogar ein Guthaben auf dem Konto.

Als aktiver Schütze war Ziegelmeier bereits seit 1964 im Vorgängerverein unter dem damaligen Vorsitzenden Wilfried Kopp aktiv. Traditionelle Veranstaltungen wie die Stadtmeisterschaft und das Königsschießen rief Ziegelmeier einst ins Leben und machte sie fortan zur Tradition. Auch sportliche Höhepunkte gab es in dieser Zeit, unter anderem zwei Titel als Deutsche Jugendmeister, die die Vereinsjugend der Sportschützen erreichte.

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Ein zweiter Schwerpunkt seiner Vereinstätigkeit war die Narrhalla Renchen „Der tolle Buz“. Eingetreten war er bereits 1985; er wurde rasch Mitglied des Elferrats und übernahm das Amt des Finanzpräsidenten. In guter Erinnerung sind seine Auftritte bei Prunksitzungen und Bockbierfesten. Mit Sitzungspräsident Waldemar Glaser wurde er 2004 zum Ehrenpräsidenten der Narrhalla ernannt. Natürlich blieb er weiterhin aktiv, war noch zwei Jahre lang als Kassierer im Einsatz und kommentierte noch bis 2017 am Rathausplatz den großen Fasnachtsumzug.

Von 1984 bis 1994 war er unter Hubert Fautz erst Stellvertreter, dann Vorsitzender der Interessengemeinschaft Renchener Vereine. In dieser Zeit wurde das Renchener Stadtfest ins Leben gerufen. In Würdigung seiner Verdienste wurde Manfred Ziegelmeier bereits 1998 mit der Ehrennadel des Landes ausgezeichnet. Seine Heimatstadt ehrte ihn 2002 mit der Auszeichnung „Renchener Köpfe“. Vom deutschen Schützenbund erhielt er 2019 den Ehrenkranz in Silber.

Vielfältig aktiv

Als Mitglied des Elferrats erhielt Manfred Ziegelmeier den Beinamen „Hansdampf in allen Gassen“. Diesem Titel wurde er auch im gesamten Vereinsleben der Grimmelshausenstadt gerecht. So war er ab 1964 Mitglied im Sportverein und in verschiedenen Mannschaften aktiv. Das ehrenamtliche Engagement reichte vom Jugendtrainer bis zum Schiedsrichter, vom Hauptkassierer bis zum Kassenprüfer.

Ob es nicht ein Anreiz war, die runden 50 Jahre als Vorsitzender noch voll zu machen? Daran gedacht habe er manchmal schon, gesteht er ein. Aber dann ging es einfach nicht mehr, und mit 70 Jahren habe er zwischenzeitlich ein Alter erreicht, wo man auch im Vereinsleben kürzer treten soll, meint er heute.

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