WRO-Veranstaltung

MdEP Andreas Schwab spricht über Europa in der Krisenzeit

Autor: 
Berthold Gallinat
Lesezeit 2 Minuten
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13. Juni 2018
Der Europaparlamentarier Andreas Schwab (Mitte) referierte bei der Wirtschaftsregion Offenburg (WRO) zu Europa. Das Foto zeigt ihn mit (von links) dem WRO-Aufsichtsratsvorsitzenden Thorsten Erny, WRO-Geschäftsführer Dominik Fehringer, Matthias Sester, Geschäftsführer der gastgebenden Firma Fritsch Elektronik, und WRO-Vorstand Helmut Hilzinger.

Der Europaparlamentarier Andreas Schwab (Mitte) referierte bei der Wirtschaftsregion Offenburg (WRO) zu Europa. Das Foto zeigt ihn mit (von links) dem WRO-Aufsichtsratsvorsitzenden Thorsten Erny, WRO-Geschäftsführer Dominik Fehringer, Matthias Sester, Geschäftsführer der gastgebenden Firma Fritsch Elektronik, und WRO-Vorstand Helmut Hilzinger. ©Berthold Gallinat

Europa stand am Montagabend bei der Veranstaltung der Wirtschaftsregion Offenburg (WRO) bei der Firma Fritsch Elektronik im Fokus. Als kompetenter Gast referierte Europaparlamentarier Andreas Schwab (CDU) zum Thema »Europa – der taumelnde Riese«. 

»Digitaler Binnenmarkt, Brexit, künftiger EU-Haushalt und damit verbunden die finanziellen Möglichkeiten im ländlichen Raum in Baden-Württemberg bis hin zur Flüchtlingspolitik – das Thema Europa begegnet uns täglich und auf vielen Feldern«, leitete WRO-Aufsichtsratsvorsitzender Thorsten Erny den Abend ein. MdEP Andreas Schwab referierte zum Thema »Europa – der taumelnde Riese. Vernunftbegabte Politik in Zeiten von Populismus und Fake News«. 

Beginnend mit dem aktuellen Foto vom G7-Gipfel, auf dem Kanzlerin Angela Merkel dem US-Präsidenten Donald Trump gegenüber steht, vermittelte Schwab, dass Europa bei solchen Gipfeln etwas untergehe, weil es durch eine Reihe von Staatsfrauen und -männern vertreten wird statt von einer Person. Diese Vielfalt bestehe auch in den politischen Systemen der Mitglieder. 

Am Beispiel Deutschland und Frankreich stellte er gegenüber, dass im zentralistischen Frankreich mit seinem politischen System Präsident Macron eine ganz andere Gestaltungskraft habe als Kanzlerin Merkel in einem stabilitätsorientierten System, in dem sowohl in der Regierungsbildung als auch zwischen Ländern und Bund immer erst ein gemeinsamer Nenner gefunden werden müsse.

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»Nicht alles regeln«

»Die EU muss ja nicht alles regeln, Subsidiarität ist eine gute Sache«, stellte Schwab als häufige Kritik an der EU heraus. Als Bedingung dafür nannte er aber, dass sich die Länder um eine gesunde eigene Entwicklung kümmern müssten. Wie sehr das schief gehen könne, habe das Beispiel Griechenland gezeigt. In solch einem Fall könne sich die EU nicht einfach heraushalten. Polen wiederum habe seinen öffentlich-rechtlichen Rundfunk umgestaltet und zum Sprachrohr der Regierung gemacht; in diesem Fall habe die EU nicht eingreifen können. Eine große Aufgabe sei es, wie verhindert werden könne, dass internationale Konzerne per Briefkastenfirmen steuerrechtliche Staatssysteme unterwanderten. Viele Probleme in der EU könnten nicht gelöst werden, weil sie in den Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten lägen und so stelle sich als klare Aufgabe, wie man die Positionierung wichtiger Themen grenzüberschreitend hinbekomme. »Das wird viel Kompromisse verlangen und auch wir in Deutschland können nicht erwarten, dass alles so bleibt, wie es ist.« 

In der Diskussion wurde für wichtig gehalten, dass Europa in der Öffentlichkeit nicht immer wieder ein schlechtes Image aufgedrückt werde, sondern dass die Mitgliedstaaten von der EU profitieren. 

Hintergrund

Zum Gastgeber

Matthias Sester, der Geschäftsführer der Firma Fritsch Elektronik, stellte sein Unternehmen vor. Willi Fritsch gründete es 1969 in der Alten Schule in Önsbach. Zehn Jahre später zog es in die Gewerbestraße 37 in eine neue Fertigungshalle um. 
Die Firma Fritsch Elektronik habe sich kontinuierlich entwickelt und zähle aktuell 109 Mitarbeiter, davon 70 in der Fertigung. »Wir sind ein Elektronik-Dienstleister und fertigen Elektronik für 50 Kunden«, erklärte Sester. gat

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