An der Landesstraße 87

Mehr Sicherheit für die Fußgänger in Ottenhöfen

Autor: 
Michaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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18. September 2020

Ein beleuchteter Fußgängerüberweg mit abgesenkten Bordsteinen wird in der Ruhesteinstraße in Ottenhöfen gebaut. ©Michaela Gabriel

Bis Jahresende soll in Ottenhöfen an der Landesstraße 87 ein sicherer Fußgängerüberweg entstehen. Die Feuerwehr wird mit einem neuen Rettungsgerät ausgestattet.

Ein seit Jahrzehnten gehegter Wunsch der Gemeinde Ottenhöfen soll bis Jahresende endlich wahr werden. Die Landesstraße 87 bekommt einen weiteren sicheren Fußgängerüberweg. Am  Mittwoch vergab der Gemeinderat in seiner Sitzung in der Schwarzwaldhalle die Arbeiten zum Bau einer Querungshilfe auf Höhe der „letzten Tankstelle vor der Schwarzwaldhochstraße”.

18 800 Euro kostet der Umbau der breiten Ruhesteinstraße an dieser Stelle. Das ist der Angebotspreis des Ottenhöfener Bauunternehmens Horn, das den Zuschlag erhielt. Weitere 6000 Euro müssen für die Änderung der Straßenbeleuchtung ausgegeben werden.

Bürgermeister Hans-Jürgen Decker erklärte, es würden zwei Lichtmasten gegenüber der Tankstelle aufgestellt. Sie werden laut einer Lichtberechnung den künftigen Zebrastreifen ausreichend beleuchten. Auf Höhe der Tankstelle seien viele Leitungen im Untergrund, so dass es nicht ratsam erschien, dort Fundamente für neue Straßenlampen zu bauen.

Zuschuss vom Land

Im Haushalt eingeplant hat die Gemeinde für den Bau des Fußgängerüberwegs 16 500 Euro. Die Mehrkosten von mehr als 8000 Euro will der Rathauschef aus Mitteln der Straßenunterhaltung finanzieren. Außerdem sei mit einem finanziellen Beitrag des Landes zu rechnen, weil es sich um eine Landesstraße handle. 

Die Gestaltung der Querungshilfe nach neuester DIN-Norm mit abgesenktem Bordstein für Rollstuhlfahrer und besonderem Pflaster für blinde und sehbehinderte Menschen sei ein weiterer Mosaikstein für mehr Barrierefreiheit in Ottenhöfen.

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Mit einem neuen Rettungsgerät wird die Freiwillige Feuerwehr Ottenhöfen ausgerüstet. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Anschaffung eines akkubetriebenen hydraulischen Handgerätes. Es kann je nach Bedarf spreizen, schneiden, drücken und ziehen und so zum Beispiel helfen, eingeklemmte Personen zu retten. Geliefert wird es von einer Firma aus Kehl für knapp 11 000 Euro. 

Bürgermeister Hans-Jürgen Decker lobte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, die sich der Gemeinderat angeschaut habe. Technische Hilfe bei Feuerwehreinsätzen werde zwar weiterhin die Feuerwehr Kappelrodeck leisten. Doch es sei gut, wenn das erste Fahrzeug an einem Einsatzort ein solches Gerät an Bord habe.

Udo Kimmig (CDU) wollte wissen, ob Ausbildungskosten anfallen, weil der Umgang mit dem Gerät erlernt und geübt werden müsse. Die Herstellerfirma werde zwei bis drei Mann ohne Zusatzkosten intensiv schulen, so Feuerwehrkommandant und Gemeinderat Jan Streibelt. Ihr Wissen werde intern weitergegeben.

Ulrich Bell (FWV) erinnerte daran, dass der Gemeinderat die Anschaffung eines solchen Gerätes vor Jahren abgelehnt habe, weil für die sichere Handhabung sehr viel Fachwissen nötig sei. Inzwischen seien die Geräte kleiner und böten noch mehr Einsatzmöglichkeiten. Es sei richtig, jetzt zu investieren. Andreas Kimmig (CDU) bekräftige, dass die Feuerwehr ganz sicher damit umgehen könne und die Anschaffung wichtig und notwendig sei. Der Beschluss zum Kauf fiel einstimmig.

Verbesserungsvorschläge für die nächste Freibad-Saison brachten beide Gemeinderatsfraktionen mit. Bürgermeister Decker äußerte sich zufrieden über den Betrieb unter Corona-Bedingungen. Die Saison mit rund 21 000 Badegästen sei reibungslos gelaufen. Es habe jedoch Unmut unter Bürgern gegeben, dass sie selbst nur schwer zum Zug kamen. 

„Bei aller Freude über viele Gäste sollte das Bad auch Einheimischen zur Verfügung stehen”, sagte Berthold Gallinat (FWV). 

Vielleicht sollte man es im kommenden Jahr so machen wie in Kappelrodeck, schlug Ulrich Bell (FWV) vor. Dort blieben die Gäste maximal einen halben und nicht den ganzen Tag. 

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