Mittelanmeldung

Memprechtshofen will bei Wohnmobil-Stellplatz sparen

Von Josef Budai
Lesezeit 3 Minuten
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22. September 2022
Am Festplatz beim Anglerheim am Memprechtshofener Baggersee sollen Stellplätze für Wohnmobile ausgewiesen werden. Die hohen Kosten für die angedachte Befestigung des Areals sorgten für Diskussion im Ortschaftsrat.

Am Festplatz beim Anglerheim am Memprechtshofener Baggersee sollen Stellplätze für Wohnmobile ausgewiesen werden. Die hohen Kosten für die angedachte Befestigung des Areals sorgten für Diskussion im Ortschaftsrat. ©Josef Budai

Auf dringende Sanierungsmaßnahmen legte der Memprechtshofener Ortschaftsrat den Fokus bei der Mittelanmeldung. Deshalb gefielen ihm auch die hohen Kosten zu einem Wohnmobil-Stellplatz nicht.

Rheinau-Memprechtshofen. Die mittelfristige Finanzplanung stand am Dienstag im Mittelpunkt der Memprechtshofener Ratssitzung. Dabei wurde deutlich, dass man bei der Fertigung des "Wunschzettels“ für das nächste Jahr wieder den Fokus auf dringende Sanierungsarbeiten legt.

Laut Kostenschätzung beläuft sich das von Ortsvorsteher Andreas Pollok vorgestellte Maßnahmenpaket auf rund 78.000 Euro. Oben auf der Prioritätenliste steht die Ersatzbeschaffung von Sportgeräten für die Mehrzweckhalle (6600 Euro). Hintergrund ist ein Gutachten, das die Erneuerung der Geräte aus Sicherheitsgründen empfiehlt.

Kosten beziffert

Rund 8200 Euro wurden für Sanierungen an der Rückseite des Bürgersaales und dem Rathausschopf angesetzt. Diverse Arbeiten am Kindergarten, wie die Komplettsanierung der Toiletten oder Ersatzfilter für die Luftreinigungsgeräte, wurden mit rund 1500 Euro beziffert. Dazu kommen Pflege- und Pflanzarbeiten am Sportplatzgelände, die Anschaffung dringend benötigter Geräte zur Pflege öffentlicher Einrichtungen, die Anbindung eines Verkehrsspiegels im Bereich Meierhof und Baumpflanzungen am Friedhof.

Den größten Posten auf der Liste mit rund 30.000 Euro nimmt die Anlage von Wohnmobilstellplätzen am Baggersee ein. Das sorgte für eine lebhafte Diskussion unter den Ratsmitgliedern. Wie Ortsvorsteher Pollok dazu eingangs erläuterte, habe man diese Maßnahme in Erwägung gezogen, um künftig das eher „wilde Parken“ von Wohnmobilen im Bereich des Baggersees und angrenzenden Friedwald-Areals zu steuern.

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Nach dem Vorschlag der Verwaltung soll der geplante Wohnmobilstellplatz auf dem Bereich des Festplatzes beim Anglerheim entstehen. Gedacht sei dabei an vier einfache Stellplätze ohne weitere Infrastruktur wie Strom, Wasser und Sanitäreinrichtungen. Die Ausführung des Belages mit einem sogenannten Schotterrrasen wurde auf rund 30.000 Euro beziffert. Diese Summe verursachte Bedenken im Gremium.

“Der Platz ist eigentlich schon jetzt gut befestigt. Ich verstehe nicht, dass für das Freizeitvergnügen fremder Leute so viel Geld investiert werden soll. Das könnte man besser in Kindergärten und Schulen anlegen", argumentierte Jürgen Parpart und erhielt weiteren Zuspruch aus dem Gremium.

Auch Ortsvorsteher Pollok konnte sich mit der recht hohen Summe nicht richtig anfreunden: „Wir haben uns eigentlich eine recht einfache und möglichst kostengünstige Lösung vorgestellt auf Grundlage der bereits vorhanden Fläche, die bisher auch schon immer als Parkplatz diente." Schließlich einigte man sich darauf, dass die Stellplätze auf dem vorhandenen Untergrund, der kostengünstigsten Variante, ausgewiesen und mit entsprechender Beschilderung gekennzeichnet werden sollen.

Am Ende der Beratungen wurde die Mittelanmeldung für das Jahr 2023 einstimmig verabschiedet.

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