Achern

Mit dieser Idee wollen drei Acherner „Jugend gründet“ gewinnen

Autor: 
Konrad Schröter
Lesezeit 3 Minuten
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29. Mai 2020

Joel Schneider, Silvio Bär und Berit Allgeier (von links) vom Acherner Gymnasium haben eine Methode entwickelt, mit der Elektro-Autos an Straßenlaternen „tanken“ können. ©Konrad Schröter

Joel Schneider, Silvio Bär und Berit Allgeier vom Acherner Gymnasium haben eine Methode entwickelt, mit der Elektro-Autos an Straßenlaternen „tanken“ können

Wenn man der 17-jährigen Berit Allgeier zustimmt, dann wird 2020 ein Jahr der elektronischen Mobilität. Neue Umweltvorschriften, schärfere Abgasgrenzwerte und ein steigendes Umweltbewusstsein der Bevölkerung sollen Autofirmen dazu bewegen, ihre Produktion mehr auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Doch das Problem, dass in vielen Orten nicht genügend Lademöglichkeiten vorhanden sind, ist damit nicht gelöst. 

Genau diese Situation haben sich drei Jugendliche aus Achern zu Herzen genommen. Mit ihrer Idee eines einfachen, öffentlichen Ladesystems haben es Berit Allgeier, Joel Schneider und Silvio Bär unter dem Namen „E-Charge Nets GmbH“ ins Bundesfinale des Wettbewerbs „Jugend gründet“ geschafft.

Reise ins Silicon Valley

Den Wettbewerb gibt es seit 2003. Seitdem können Jugendliche dort Businesspläne mit ihren Geschäftskonzepten einreichen, um darauf professionelles Feedback zu erhalten. Im Juni wird bei einem Online-Finale der Erste Platz gekürt. Als Belohnung winkt eine Reise ins Gründerparadies Silicon Valley in Kalifornien.

„Wir wollen den unkomplizierten Ausbau der öffentlichen Ladestruktur unter Nutzung vorhandener Energiequellen fördern“, erklärt Berit Allgeier die Idee ihres Teams. Mithilfe einer App kann man sich zu einer ganz besonderen Ladestelle leiten lassen: Als Ladestationen werden nicht etwa neue Säulen mit komplizierter Technik errichtet, sondern Straßenlaternen und andere vorhandene Energiequellen einfach „angezapft“. Eine simple, vertragslose Bezahlung auf der Website des Unternehmens schließt den Ladevorgang ab.

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Auf die Idee kamen Allgeier, Schneider und Bär durch ihr Engagement bei der „Fridays for Future“-Bewegung. „Wir wollten nicht nur etwas fordern, sondern aktiv mitwirken und haben nach nachhaltigen Lösungen gesucht“, erklärt Joel Schneider.

App ist programmiert

Doch wer jetzt glaubt, das sei alles nur Traumdenken, dem kann man widersprechen. Ein lokales Energieversorgungsunternehmen hat ihnen bereits eine Straßenlaterne zur Verfügung gestellt, in die sie ihre Technologie eingebaut haben. Diese will das Team auch demnächst zum Patent anmelden. Eine App ist bereits programmiert. 

Aktuell sind die Jugendlichen dabei, ihre Geschäftsidee weiter auszubauen. Volle Unterstützung bekommen sie dabei von der Stadt Achern, die ihnen bereits Hilfe angeboten hat und dafür sorgen will, dass sie die besten Plätze bekommen, um ihre Ladestationen zu errichten.

Doch währenddessen,haben Allgeier, Schneider und Bär „Jugend gründet“ immer noch im Blick. Ihre Teilnahme am Bundesfinale resultiert aus ihrem guten Abschneiden in beiden Phasen des Wettbewerbs. In der ersten Phase, in der sie ihre Idee in einem Businessplan darstellen mussten, waren sie genauso erfolgreich wie im Planspiel der zweiten Phase, in der sie ein virtuelles Unternehmen in einer Online-Simulation leiten mussten. „Wir haben uns unglaublich gefreut“, sagt Berit Allgeier und versichert, dass sie und ihre Mitschüler die ganze Zeit „Feuer und Flamme“ für das Projekt waren.

Das Finale findet corona-bedingt per Livestream am 18. und 19. Juni statt. Beim nicht-öffentlichen Teil am ersten Tag ist es die Aufgabe der Teams, ihre Ideen der Jury vorzustellen, die daraufhin über die endgültigen Platzierungen entscheiden. Am zweiten öffentlichen Tag findet neben einem Rahmenprogramm auch die Platziertenehrung inklusive Vergabe des Publikumspreises statt. Dort wird bekanntgegeben, wer den Hauptpreis gewinnt – die Reise ins Silicon Valley im Frühjahr 2021. 

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