Letzter Arbeitstag

Mit Uta Kientz endet eine Ära im Rathaus

Von Thomas Hartmann
Lesezeit 3 Minuten
Jetzt Artikel teilen:
27. Juli 2022
Uta Kientz geht nach über 28 Jahren in den Ruhestand und verlässt so ihre Arbeitsplätze in den Ortsverwaltungen von Helmlingen und Memprechtshofen.

Uta Kientz geht nach über 28 Jahren in den Ruhestand und verlässt so ihre Arbeitsplätze in den Ortsverwaltungen von Helmlingen und Memprechtshofen. ©Thomas Hartmann

Die langjährige Verwaltungsangestellte der Stadt Rheinau war über 28 Jahre lange erste Ansprechpartnerin in den Ortsverwaltungen von Helmlingen und Mermprechtshofen. Nun geht sie in den Ruhestand.

Rheinau-Helmlingen. Heute, Mittwoch, endet die Amtszeit von Uta Kientz in der Ortsverwaltung in Helmlingen und morgen, Donnerstag, in der Ortsverwaltung in Memprechtshofen. Über 28 Jahre lang war die Verwaltungsangestellte persönlicher Anlaufpunkt für die Einwohner in den beiden nördlichen Rheinauer Stadtteilen. „Ich wusste nie, welche Anliegen die Bürger hatten, wenn sie zu mir aufs Rathaus kamen“, erklärt Kientz, die sich keinen spannenderen Beruf vorstellen könnte. Mit Leib und Seele hatte sie sich mit ihrer Arbeit identifiziert.

Kientz praktizierte Bürgernähe. Mit ihrer zuverlässigen Arbeitsweise hielt sie nicht nur den Ortsvorstehern den Rücken frei, sondern war auch kompetente Anlaufstelle für alle Einwohner. Die gesamte Palette ihres Aufgabengebiets bescherte ihr einen äußerst spannenden und abwechslungsreichen Arbeitstag. „Ich habe sehr viel Herzblut in meine Arbeit investiert“, meint die künftige Rentnerin, der man die Zufriedenheit förmlich ansieht.

Das erklärt auch, warum sie Freizeit opferte, um beispielsweise die Post im Rathaus in Freistett zu verteilen. „Das hatte für mich den Vorteil, dass ich gleich beim richtigen Ansprechpartner vorstellig werden konnte und zudem im persönlichen Gespräch die Kommunikation aufrechterhalten konnte.“

- Anzeige -

„Das hätte es früher nicht gegeben, dass eine aus Memprechtshofen im Rathaus in Helmlingen arbeitet“, erinnert sich die scheidende Mitarbeiterin an eine Besucherin aus ihrer Anfangszeit. Damals herrschte durch das Handballspiel eine intensive Rivalität zwischen beiden Dörfern. Das hat sich zwischenzeitlich gelegt.

„Zudem hatte ich das Glück, dass meine Kinder nie Handball gespielt haben“, meint sie augenzwinkernd. Nicht ganz einfach war es für sie, wenn in den Gesprächen die zahlreichen Helmlinger Übernamen genannt wurden. „Und wie heißen die Leute mit richtigem Namen?“, musste sie dann bei Ortsvorsteher Manfred Kreß nachfragen.

Nachfolge noch offen

Im Helmlinger Rathaus steht mit ihrem Rückzug aus dem Arbeitsleben eine Zeitenwende an, denn die neue Ortsvorsteherin Stefanie Zervas ist erst wenige Monate im Amt. Zuvor waren Herbert Kautz und Manfred Kreß ihre Vorgesetzten. In Memprechtshofen begann sie mit Hermann Weiß und arbeitete seit nun fast 28 Jahren mit Andreas Pollok zusammen. Die Suche nach einer Nachfolge läuft noch. 

Doch so ganz geht Kientz noch nicht: Sie hat sich überzeugen lassen, der Stadtverwaltung bei Rentenangelegenheit weiterhin behilflich zu sein. „Rentenanträge und Kontenklärungen haben mich immer interessiert“, bezeichnet sie Rentenbearbeitungen als ihr Steckenpferd.

Weitere Artikel aus der Kategorie: Achern / Oberkirch

Manuel Baumert hatte immer wieder mit Schwierigkeiten zu kämpfen.
vor 7 Stunden
Über Höhen und Tiefen ins Ziel
Manuel Baumert aus Stadelhofen hat seine abenteuerliche Fahrradtour zu seiner Freundin nach Marokko beendet. Sein Reiseziel hat er letztendlich erreicht. Allerdings verlief längst nicht alles wie ursprünglich geplant und der 31-Jährige musste viele Hürden nehmen.
José Martin und Kristin Kempf (von links) stellten Bürgermeister Bernd Siefermann (Dritter von links) und Hauptamtsleiter Stefan Gutenkunst (rechts) das "Hundezentrum Ortenau" vor. Mit im Bild ist Albert Wiegert (Zweiter von rechts) von der Firma Feger-Bau, die es errichtete.
vor 10 Stunden
Renchen
Training zu jeder Jahreszeit: Das neue „Hundezentrum Ortenau“ im Renchener Gewerbegebiet bietet Zwei- und Vierbeiner neue Möglichkeiten.
vor 12 Stunden
De Pankraz
Werte ändern sich im Laufe der Jahre und Jahrhunderte. Darf man nach heutiger Sichtweise manches traditionelle Lied überhaupt noch singen, fragt sich der Pankraz.
Im Ortschaftsrat Fautenbach überreichte Thomas Merkt (links) ein Waschbecken für den Kindergarten. 
vor 12 Stunden
Achern - Fautenbach
Der Ortschaftsrat Fautenbach beschäftigte sich mit einem Vorschlag von Ortsvorsteher Rainer Ganter. Der hat die Turnierstraße im Visier.
Bei der Stimmabgabe bei der OB-Wahl muss man unter Umständen aufs Kleingedruckte auf dem Stimmzettel achten.
vor 12 Stunden
ARZ-Geflüster
Auf dem Stimmzettel der OB-Wahl in Oberkirch bleibt am Sonntag eine Zeile frei. Wer seinen Wunschkandidaten eintragen will, muss aber sehr genau vorgehen. In Appenweier zeigt unsere Glosse unterdessen, wie man das leidige Toilettenproblem am Bahnhof lösen könnte.
Joachim Doninger aus Obersasbach ist Maschinenbauer und Tüftler. „Spitze auf dem Land“ nennt das Land seine Erfindungen wie diese Butterbrezel-Schmiermaschine. Er will sie an einem größeren Standort in Achern zur Serienreife bringen. 
vor 19 Stunden
Achern
Joachim Doninger aus Obersasbach tüftelt gerne und liebt Butterbrenzeln. Der Maschinenbauer hat eine Maschine erfunden, die eine Brezel schneidet und mit kalter Butter schmiert.
Das überraschende Aussetzen der "Bundesförderung Breitband" erweckte in vielen Kommunen Unmut.
vor 22 Stunden
Bund zahlt vorerst keine Fördergelder mehr
Der Breitbandausbau in Deutschland wird bis Jahresende nicht mehr weiter vom Bund gefördert. Das Unverständnis über den Stopp der Fördergelder ist auch bei den Gemeinden im Renchtal groß.
Bei einem Besuch im Montessori-Kindergarten Kibo schauten Vorsitzende Brigitte Schmidt (Zweite von rechts) und Volontärin Lucie Oechsle vom Rheinauer Verein "Helfende Hände für Kinder" (HHK) nach dem Rechten.
02.12.2022
Hilfe, die ankommt
Im ostafrikanischen Tansania zeigt der Rheinauer Verein "Helfende Hände für Kinder" Menschen einen Weg aus der Armut auf. Über Patenschaften werden dabei gezielt die Jüngsten unterstützt.
Die mittlerweile 16-jährige Mirra (Mitte) aus der westukrainischen Stadt Chmelnytskyi hat bei Familie Ottersbacher in Appenweier - hier mit Mutter Alona und ihrem Sohn Daniel - eine neue Heimat auf Zeit gefunden.
02.12.2022
Geflüchtete Jugendliche in Appenweier
Am 1. März kam Mirra nach Appenweier zu Familie Ottenbacher. Hier hat die Jugendliche aus der ukrainischen Stadt Chmelnytskyi ein liebevolles Zuhause auf Zeit gewonnen. An eine Rückkehr in ihre vom Krieg gezeichnete Heimat ist aber vorerst nicht zu denken.
Christof Scherer (47) ist der neue  Leiter der Seelsorgeeinheit Achern, an diesem Sonntag predigt er in Gamshurst beim Patrozinium. 
02.12.2022
Achern
Der neue Leiter der Seelsorgeeinheit Achern ist gespannt auf die Vielfalt der Menschen in den acht Pfarreien. Die offizielle Amtseinführung ist am dritten Adventssonntag.
Sie sind die treibenden Kräfte des begehbaren Adventskalenders (sitzend von links) Yasmin Lüftner, Sabrina Sebastian, Lena Sebastian, (stehend von links) Kindergartenleiterin Andrea Meyer, Beate Lüftner, Erzieherin Katharina Bauch sowie Renate und Roland Sebastian.
02.12.2022
Ein Ortsbesuch bei kreativen Köpfen.
Seit 20 Jahren gibt es in Diersheim den begehbaren Adventskalender. Die Idee dazu brachte die frühere Kindergartenleiterin Sonja Jahnel mit. Ihre Nachfolgerin Andrea Meyer führt die Tradition fort. Seit jeher dabei ist die Familie Sebastian/Lüftner.
Der Winterdienst war Thema im Gemeinderat. 
02.12.2022
Bad Peterstal-Griesbach
Für einen beliebten Wanderweg in Bad Griesbach will die Gemeinde den Winterdienst machen, damit Touristen auch bei Schnee sicher wandern können. Doch ein Grundstückseigentümer stellt sich quer. Kommt es zum Rechtsstreit?

Das könnte Sie auch interessieren

- Anzeige -
  • Der Suzuki S-Cross vereint alle Vorteile eines SUV mit schlankem Verbrauch und einem avantgardistischen Äußeren. Jetzt einen Termin zum Probe fahren bei Auto-Baral vereinbaren! 
    vor 16 Stunden
    Auto-Baral in Lahr: Der Suzuki-Spezialist in der Ortenau
    Wer auf der Suche nach einem Suzuki-Neuwagen oder einem Gebrauchten ist und gleichzeitig eine vertrauensvolle, persönliche Beratung möchte, der ist bei Baral in Lahr richtig. Das Autohaus ist die perfekte Adresse für jegliches Anliegen rund um Suzuki.
  • Die Richtung stimmt: Die Auszubildenden bei Hydro sind ein eingeschworenes Team.
    vor 16 Stunden
    HYDRO Systems KG: Experte für Sicherheit in der Luftfahrt
    Die HYDO Systems KG mit Sitz in Biberach/Baden entwickelt und produziert seit mehr als 50 Jahren Lösungen für Bau, Wartung und Reparatur von Flugzeugen. Mit geballtem Know-how behauptet sich das Ortenauer Unternehmen an der Spitze des Weltmarkts – und stellt ein.
  • Autohaus Allgeier – seit 40 Jahren ein zuverlässiger Partner in Biberach.
    30.11.2022
    Beim Autohaus Allgeier in Biberach steht zum 1. Dezember ein Generationenwechsel an: Joachim Allgeier (66) geht in Ruhestand, Verkaufsleiter Frank Welte wird neuer Geschäftsführer, Theresa Allgeier erhält Prokura und rückt in die Geschäftsleitung auf.
  • Der Hauptstandort in Rheinau-Linx.
    26.11.2022
    Traditionsunternehmen in Rheinau-Linx braucht Verstärkung
    Seit 1960 führend am Fertighaus-Markt, ist der Slogan - Du verdienst mehr - kein leeres Versprechen: Wer Mitglied im Mitarbeiter-Team wird, kann mit kollegialer Atmosphäre, fairen Bedingungen und vielen Extras rechnen.