Sasbach - Obersasbach

Mit zwei Bewohnern fing es im Obersasbacher Pflegeheim an

Autor: 
VMichaela Gabriel
Lesezeit 3 Minuten
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19. Mai 2022
Seit 15 Jahren finden im Pflegeheim Erlenbad Menschen Betreuung und Begleitung. Das Bild zeigt Heimfürsprecher Johann Horeth, Pflegedienstleiterin Vanessa Schindler und Heimleiter Martin Meier. 

Seit 15 Jahren finden im Pflegeheim Erlenbad Menschen Betreuung und Begleitung. Das Bild zeigt Heimfürsprecher Johann Horeth, Pflegedienstleiterin Vanessa Schindler und Heimleiter Martin Meier.  ©Michaela Gabriel

Das Pflegeheim Erlenbad in Obersasbach besteht nun seit 15 Jahren. Der Caritasverband Acher-Renchtal feiert mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Mit einem gemeinsamen Restaurantbesuch für 70 bis 80 seiner rund 100 Mitarbeiter im Pflegeheim Erlenbad will der Caritasverband Acher-Renchtal Ende Juni feiern, dass er seit 15 Jahren Pflegebedürftige stationär betreut. 275 Menschen wurden seit der Eröffnung im Mai 2007 bis zu ihrem Tod versorgt. In der Pandemie ging vieles nicht und soll jetzt wieder möglich werden. 

Große Nachfrage

Im ersten Monat habe das Heim nur zwei Bewohner gehabt. Drei Monate später sei die Nachfrage so groß gewesen, dass er mangels Personal die Aufnahme stoppen musste, erzählt Heimleiter Martin Meier. Er selbst und eine seiner Hauswirtschaftsleiterinnen sind von Anfang an dabei. Schon bei der Planung und der Gründung des Fördervereins für das Heim 2005 war Johann Horeth mit an Bord. Der ehemalige Bürgermeister von Lauf, der damals in hunderten Gesprächen hartnäckig auf den Bau des Pflegeheims hinarbeitete, ist bis heute Heimfürsprecher und gehört zum Vorstand des Fördervereins. „Ich wollte, dass ein Heim in der Heimat entsteht”, sagt er.

Dem Förderverein sei es zu verdanken, dass das Pflegeheim einen beschützten Garten für die vielen an Demenz erkrankten Bewohner hat.

Bald mit Hauskatze

Demnächst ermöglicht er die Anschaffung einer Hauskatze. In der Pandemie finanzierte er die Technik, um Gottesdienste aus der Kirche des benachbarten Klosters Erlenbad in die Zimmer der Bewohner zu übertragen. 

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Eine Besonderheit des Hauses ist, dass aktuell 17 der 59 Dauerpflegeplätze von Ordensschwestern belegt sind. Acht Bewohner kommen aus dem benachbarten Lauf, acht aus Sasbach und 25 aus der Region von Achern bis Bühl sowie teilweise darüber hinaus. Das Durchschnittsalter liege derzeit bei 87,5 Jahren und es seien zwei Hundertjährige darunter, berichtet Vanessa Schindler, die seit 2020 Pflegedienstleiterin ist.

Um den Betrieb aufrecht- zuerhalten, sei man auch auf Leiharbeitskräfte angewiesen. Auf manche Stellenanzeige gebe es keine Bewerbungen. Deshalb versuche man die Kontaktaufnahme zu möglichen neuen Mitarbeitern jetzt über die sozialen Medien im Internet. Außerdem sei geplant, über die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit Fachkräfte von den Philippinen anzuwerben. Viele Altenpflegerinnen und Altenpfleger mit Migrationshintergrund seien in der Pflege sehr gut. Leider sei ihre Ausbildung häufig nicht immer anerkannt und sie dürften nicht als Fachkräfte beschäftigt werden.

Gottesdienste, Feiern, Besuche von Vereinen, Schulklassen und Kindergartenkindern – all das war in der Pandemie nicht möglich. Bis heute geschlossen ist die Cafeteria des Hauses. Das soll sich jetzt nach und nach ändern, kündigt Martin Meier vom Vorstand des Caritasverbandes an. Der Kreis der anfangs 50 ehrenamtlichen Helfer umfasst derzeit rund 30. 

Und warum dürfen nicht alle 100 Mitarbeiter das 15-jährige Bestehen mitfeiern? Weil ein Teil natürlich bei den Bewohnern des Pflegeheims bleibt und sie versorgt

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