Tradition zum Leben erweckt

Nach Jahrzehnten wieder Wirtschaftsfasnacht in Großweier

Autor: 
Alexander Kafka
Lesezeit 3 Minuten
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05. März 2019

In Großweier wurde die Wirtschaftsfasnacht wiederbelebt. Irma Frietsch hatte in der »Eintracht« auch einen Auftritt. ©Alexander Kafka

Die Narrenzunft Groschwierer Frösch 1971 mit Deichbatscher wartete mit einem Schmankerl auf und lockte damit selbst Fasnachtsmuffel am Sonntagabend zur Wirtschaftsfasnacht ins Gasthaus Eintracht in Großweier.

Seit Jahrzehnten war es das erste Mal, dass die frühere Tradition der Wirtschaftsfasnacht in Froschhausen wieder stattfand. Die neugierigen Narren kamen zahlreich, der Saal war fast komplett besetzt. 

In gemütlicher Atmosphäre wurde eine kleine, aber feine Fasnacht geboten, bei denen auch die Urgesteine der früheren Sitzungen dabei waren, unter anderem Ruth Meyer und Irene Müller-Braun, die den Abend als leicht übergewichtige Bäckerinnen mit wertvollen Abnehm-Tipps eröffneten. 

Irma Frietsch, sie war aus der Großweierer Fasnacht früher nicht wegzudenken, sprach über die bevorstehende goldene Hochzeit, wobei ihr Mann das eher als 50. Jahrestag ihrer Machtübernahme erlebe. Ruth Meyer und Irene Müller-Braun gaben anschließend ein weiteres Liedchen zum Besten – über Dessous-Mode für Frauen im fortgeschrittenen Alter, die garantiert den Spaß zurückbrächten. 

Neben Ralf Leopold, der für die musikalische Unterhaltung sorgte und den ein oder anderen Frosch aufs Tanzparkett lockte, schaute auch spontan eine Abordnung der Großweier-Musikanten unter Leitung von Josef Vogt vorbei, sie wartete mit einigen Klassikern auf. 

Vergessliche Kameraden

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Frosch-Präsident Sebastian Walter berichtete einiges über die zum Teil vergessliche hiesige Feuerwehr (Kameradinnen wurden schon mal bei einem Einsatz im Gerätehaus vergessen) und wie wichtig das neue Löschfahrzeug sei. 

Ganz spontan enterte Joachim Heep  als Piratenkapitän die Bühne und plauderte aus dem Nähkästchen über die Vor- und Nachteile von Ehefrauen und Hunden, wobei letztere mit Abstand besser abschnitten, nicht zuletzt weil die Vierbeiner einfach treuer und gehorsamer seien.

Anschließend wurde Dietmar Richter auf der Bühne gefeiert, auch er war früher regelmäßig bei den Fasnachtssitzungen dabei. Mit der Gitarre gab’s ein Ständchen für alle Fleischesser und als Zugabe ein Hoch auf ein halbes Hähnchen. Dann trat nochmals Ruth Meyer auf, diesmal mit ihrer Tochter Katrin Veit, in ihrer Paraderolle als geschwätzige Waschweiber auf der Bühne, die ein paar Tipps gegen die Altersarmut mitbrachten: Ganz wichtig: nix vererben, dann gibt es auch keinen Streit, denn es gelte, »alles verjubelt und nix verschenkt, das ist das beste Testament«.

Fortsetzung folgt?

Den Schlusspunkt eines tollen Abends setzte eine waschechte Schwarzwald-Marie in Gestalt von Heinz Ernst, der mit Irene Müller-Braun noch ein Abschlusstänzchen zeigte. Schließlich lautet das diesjährige Motto der Frösche »222 Jahre Bollenhut« und so endete eine gelungene Premiere, auf deren Fortsetzung 2020 sich schon jetzt viele wieder freuen.

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