Aktion auf dem Marktplatz

Narrenbaum zeigt den Machtwechsel in Achern an

Autor: 
Roland Spether
Lesezeit 2 Minuten
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11. Februar 2019

Mit einem »perfekten Masterplan« wurde der Narrenbaum von Acheranien errichtet, um weithin sichtbar zu verkünden, wer bis Aschermittwoch das Sagen in der Stadt hat. ©Roland Spether

Ohne Wasserwaage, aber mit einem Masterplan in der Tasche stellte die Narrhalla Achern den Narrenbaum. Jetzt ist klar, wer ab sofort in Achern das Sagen hat.
 

»Wir brauchen keine Wasserwage, der Wind wird den Narrenbaum schon gerade rücken«. Das klang nicht gerade nach »Masterplan«, welche Schützenhilfe Cosimo »Mimo« Malena von den Acherner Grindehexen da aus dem Häs hervor zauberte. Mit Michael Stern hatte er als »Richtmeister« der Narrhalla Achern das Kommando beim Stellen des Narrenbaums vor dem Rathaus »Am Markt«, mit dem offiziell die Fasnacht in Acheranien eröffnet wurde. 

Diese steht unter dem Motto »Ob Masterplan oder Klinikum, uns Narren haut nichts mehr um« und getreu dieser Vorgabe waren die »Richtmeister« mit den fleißigen Helfern aus den Reihen der Narrhalla beim Blick auf den völlig relaxt, zumal Präsident Ralph I. Kiefer die Stellaktion aus sicherer Entfernung beobachtete. Umringt von Gardemädchen und Elferräten stellte er fest: »Wir Narren haben immer einen Masterplan, notfalls sogar auch einen Plan B«.

Der war allerdings nicht nötig, zumal der Baum mit technischer Unterstützung durch Florian Boschert vom städtischen Bauhof sicher in die Höhe gehievt und im vereinten Teamwork von Hexen und Hansele felsenfest im Standloch verankert wurde. Unklar war nur, ob das närrische Symbol mit oder ohne Loch 11,11 Meter lang ist. 

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Jetzt geht’s rund

Absolut richtig war allerdings, dass der Baum noch vor wenigen Wochen ein Christbaum war und an gleicher Stelle in den Farben der Stadt Achern für rot-weißen Lichterglanz während der Weihnachtszeit sorgte. Dann hieß es »Bäumchen rüttel dich und schüttel dich«, die Fasnachter verwandelten den Christbaum in einen Narrenbaum und der steht nach guter badsicher-alemannischer Tradition als Symbol dafür, wer bis zum Aschermittwoch in der Stadt das Sagen hat.

»Jubel, Trubel, Heiterkeit, wir Narren sind zu allem bereit«, frohlockte Ralph Kiefer und diese klare Ansage klang über den ganzen Marktplatz, wo sich neben den Kunden des Samstagmarktes viel närrisches Volk eingefunden hatten. Aus dem Nachbarort »Zwetschgenbach« kamen die »Rot-Kritz-Guggies«, um den Fasnachtern mit heißem Sound einzuheizen und die Fasnacht von Acheranien zu öffnen.

»Ab jetzt geht es wieder rund in der Stadt«, verkündete Ralph Kiefer und ließ die edlen Zeichen der Narretei, Hexenbesen, Narrenkappe und Laterne am Narrenbaum anbringen. 

Stichwort

Närrischer Abend

Weiter geht das närrische Programm am Freitag, 22. Februar, um 19.11 Uhr, mit dem Närrischen Abend in der Illenau, bei dem die Narrhallesen einen perfekten Masterplan präsentieren und mit Büttenreden, Showtanz und Stimmung im Stile der Acherner »Pflasterschisser« die VIPs und das Geschehen in der Stadt ins Visier nehmen. Karten gibt es im Vorverkauf in der Hauptstelle der Sparkasse in Achern.  

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