Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Naturpark-Wirte könnten mit Bio-Musterregion zusammenarbeiten

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red/rüd
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30. November 2021
Die Naturpark-Wirte planen neue Aktionen für 2022.

Die Naturpark-Wirte planen neue Aktionen für 2022. ©Sonja Bell

Die Vereinigung der Naturpark-Wirte traf sich zur Mitgliederversammlung. Es soll ein Wegweiser für die kommenden zehn Jahre erarbeitet werden. Der neu gewählte Vorstand will die Arbeit effektiver gestalten.

Rückblicke und Vorschauen prägten die Mitgliederversammlung der Naturpark-Wirte, die einmal mehr digital auf Zoom stattfand. Neben Vorstandswahlen stand auch die Vorstellung des Naturpark-Wirte Plans 2030 auf der Tagesordnung. Er gibt den Weg des Vereins für die kommenden zehn Jahre vor, teilen die Naturpark-Wirte mit.

„Grundlegendes Ziel ist es, die Naturpark-Wirte zu einer einzigartigen, im Schwarzwald allseits bekannten Marke weiterzuentwickeln“, erklärte Rolf Berlin, frischgebackener Genussbotschafter des Landes Baden-Württemberg und wiedergewählter Vorstandsvorsitzender der Naturpark-Wirte. Zentrale Anliegen sind die Pflege regionaler Gastlichkeit sowie der Erhalt des Natur- und Kulturraums. Schlüssel für die Transparenz der Marke sei das Aufnahmeverfahren. Wer in die Runde der Naturpark-Wirte aufgenommen werden möchte, sollte mindestens sechs Gerichte sowie ein Menü auf seiner Speisekarte vorwiegend aus regionalen Zutaten herstellen. Drei Gastronomen haben 2021 diese Kriterien erfüllt: Patrick Wagner (Gasthof zur Traube, Bühl-Eisental), Alexander Kussmaul (Waldgaststätte Turm Fremersberg, Baden-Baden) und Patrick Herrmann (Gasthaus Zum Engel, Fischerbach). Somit ist die Zahl der Naturpark-Wirte in diesem Jahr auf 45 gestiegen. Ein weiterer Anwärter steht bereits in den Startlöchern: Anfang 2022 wird Roland Spinner vom Spinnerhof in Sasbachwalden ausgezeichnet.

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Während des Lockdowns boten sie Abhol- und Lieferservice an und verkauften Gutscheine für die Zeit danach. Als dann die Restaurants kamen Aktionswochen mit „Traditionsgerichten“ hinzu, bei denen fast vergessene Schwarzwälder Rezepte im Mittelpunkt standen. Danach die „Wilde Sau“-Aktionswochen, die bis Ende November dauerten und Gerichte aus Wildschwein in den Fokus rücken. Außerdem beteiligten sich einige Naturpark-Wirte unter dem Motto „Wir sorgen für regionalen Genuss“ an der Regionalkampagne „Natürlich. Von Daheim“ des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg. Für 2022 haben sich die Naturpark-Wirte werden sie neben einer Neuauflage der Aktionswochen k an der Naturpark-Genussmesse in Nagold am 23. Oktober teilnehmen. Außerdem ist eine Neuauflage der Naturpark-Wirte-Broschüre geplant und die Konzeptarbeit am Naturpark-Wirte Plan 2030 soll fortgeführt werden.

Aktuelles aus dem Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord stellte Geschäftsführer Karl-Heinz Dunker vor. Dabei wurden besondere Anknüpfungspunkte zwischen den Wirten und der neuen Bio-Musterregion Mittelbaden+ deutlich, deren Regionalmanagement der Naturpark 2021 übernommen hat. „Ziel ist die Steigerung des Bio-Anteils bei der Erzeugung von Lebensmitteln in der Region. Die Wirte könnten hier zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: regionale Erzeuger unterstützen und außerdem umwelt- und klimaschonend einkaufen“, so Dunker.

Bei den Vorstandswahlen wurden neben Rolf Berlin auch Eberhard Junghanns, Jürgen Lauble, Tom Stolz, Karl-Heinz Müller und Paul Finkbeiner in ihren Ämtern bestätigt. Neugewählt wurden Christian Lauble, Stephan Kapp und Patrick Wagner, nicht mehr zur Wahl standen Manfred Haas und Christoph Kaltenbach. Der Vorstand will sich künftig in Ressorts aufteilen, um die Arbeit noch effektiver zu gestalten.

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