De Panrak-Kolumne

Net umsunschd, awer vergeblich

Autor: 
Otmar Schnurr
Lesezeit 4 Minuten
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09. November 2019

©Grafik: Christel Stetter-Golderer

Er kann einem schon leid tun: Da fährt der Pankraz mit bereits abgelaufenen Karten zum Theater nach Stuttgart und kommt dann, als er das Malheur bemerkt, auch mit frisch gekauften Tickets nicht in die Vorstellung!

Mir kinnt’s jo eigentlich egal si ... awer ich hab en gueder Bekonnter, der in de Gegend vun Raschdadd wuhnt un ab un zue noch Schduddgart ins Theater fahrt, un monchmol fahr ich mit. D ledschd Woch sait er zu mir, die Württebergische Schdaadstheater hätte ä indressonts Schdück uffem Schbielplon, ob ich ewenduell mitgieh wott. Jo, hab i gsait, wil ich schu längeri Ziit nimmi debii war. Er däd d Karte per Internet bschdelle, mer däde no om fünfi in Raschdadd losfahre, om halwer achti däd s Theater oofonge.

Extra friah losgfahre

Mir sin om fünfi losgfahre. Wie gsait, mir sin schu ä baar Mol noch Schuddgart ins Theater gfahre un mir fahre immer reladiv friah weg, denn’s konn jo uf de Audobohn en Schdau si odder sunschd ebs. Monchmol isches trotzdem richdig knapp wore. Doch d ledschd Woch isches schdrooßemäßig super gloffe, mir ware om halwer siweni in Schduddgart, hen in de Tiefgarasch bim Londdag uhni Schwierigkeite en Parkplatz bekomme un sin prakdisch ä Dreiviertelschdund, bevor s Theater oogfonge het, im Foyer vum Theater gsi. Miner Bekonnte sait no: „Hit het’s prima klappt, so friah ware mer no nie do, jetz kinne mer in Rueh noch ebs trinke.“ 

Gonz dumm gloffe

Mir hen uns on de Thek im Foyer jeder en Kaffee gholt. Bevor d Vorschdellung losgäht, klingelt’s drei Mol. Nochem zweite Klingle hen mir uns uf de Wäg gmacht, um unseri Plätz iezunemme. Die Frau, die d Karte kontrolliert het, nimmt unsri Karte, wirft en Blick druf un sait: „Das sind Karten für gestern.“ „Des sin was?“, hab i gsait. „Schauen Sie auf das Datum, heute wird zwar das gleiche Stück gespielt wie gestern, auf ihrer Karte steht aber das Datum von gestern.“ Ich hab mich in dem Moment net sähne kinne, awer ich hab wahrschinlich mindeschdens genauso blöd guckt wie miner Bekonnte.

Der het ufs Mol gsait, er hätt ä Idee, wemer schu mol do wäre, no däde mer schnell on d Kass gieh un Karte fir hit kaufe, denn im Theater seie noch Plätz frei. Mir renne also on d Kass, kaufe uns zwei Karte, un kum hemer die Karte in de Händ, klingelt’s zum dritte Mol. Ich hab in dem Moment schu g’ohnt, was jetz bassiere wurd. Während mir uffem Wäg Richtung Iegong „Parkett rechts“ sin, wurd dert grad  d Dier zuegmacht. Un wenn im Theater d Dier zue isch, no kommsch nimmi nii, no muesch warte bis zur Paus, wenn des Schdück ä Paus het. Unser Schdück het kei Paus ghet un d Dier war zue, un der weibliche Zerberus on de Dier het uns ums Verrecke nimmi niiglosst. 

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Falsches Datum

„Des derfsch niemer verzehle“, sag ich zu minem Bekonnte, „do hemer jetz vier Iedriddskarte un komme erschd net nii.“ Er kinnt sich des net erkläre, sait miner Bekonnte, dass mir Karte fir geschdern hätte, es kinnt awer si, sait er no zögernd, dass er bim Bschdelle per Kompjuter s falsche Datum iegäh hätt. 

„Do siehsch“, hab ich zuem gsait, „du wursch au net jünger, un je älter mer wurd, umso mäh losst’s nooch, au im Kopf.“ Während mir widder Richdung Tiefgarasch gloffe sin, hab ich im Kopf schnell iwerschlage, was der Schbass jeden vun uns koschdet het, ich hab d Parkgebühre un de Kaffee dezue zählt, mir hen en ordentlicher Verluschd iegfare ghet. 

Während mir sunschd uf de Heimfahrt immer heftig iwers Schdück debaddiere, des mer grad gsähne hen, simer ziemlich schweigend heimgfahre Wo ich kurz noch de zehni schu deheim war, sait min Frau: „Hoi, isch s Theater hit usgfalle? So friah warsch noch nie do, wen de in Schduddgart im Theater warsch.“ 

„Nei, ‘s isch nix usgfalle“, hab i zu de Frau gsait, „awer des Schdück, des vun zwei ältere Männer ghondelt het, die im moderne Läwe nimmi z rächd komme, war  ziemlich kurz.“ 

No sait min Frau, wie wennn sie ebs g’ohnt hätt: „Do hätte ihr zwei jo d Hauptrolle schbiele kinne.“

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